Switbert missionierte vor 1300 Jahren in Germanien
Vor mehr als 1300 Jahren brachte der heilige Suitbertus (lateinisierter Name für Switbert) als Erster den christlichen Glauben in das Gebiet des heutigen Düsseldorfs. Der irische Missionar wurde zum Bischof geweiht und schon bald nach seinem Tod als heilig verehrt.
Am heutigen Sonntag (1. März) gibt es in Kaiserswerth eine besondere Feier: Die Reliquien des hl. Suitbertus werden ausgestellt. Anlass ist sein Todestag am 1. März 713. Zur Festmesse wird auch Kardinal Woelki erwartet.v
Pfarrer Oliver Dregger erklärt dazu, Switberts Bedeutung sei sehr groß, „denn immerhin hat er Kaiserswerth gegründet“:
„Von den damaligen fränkischen Herrschern ist ihm hier diese Insel im Rhein angewiesen worden. Er hat eine Kirche und ein Kloster gebaut und ist hier im Jahr 713 gestorben. Alles geht auf ihn zurück. Wir können heute im Ort noch viele Spuren von ihm erkennen, nicht nur die Basilika, sondern auch den Suitbertus-Stern, der auch heute noch an vielen Türen angebracht ist.“
„Kollege“ Willibrord christianisierte die Friesen
Switberg soll um das Jahr 637 das Licht der Welt erblickt haben, vermutlich in England. Er wurde in einem Kloster in Irland ausgebildet und zum Bischof geweiht.
Gemeinsam u.a. mit dem hl. Willibrord, der als Gründer des Klosters Echternach und als „Apostel der Friesen“ bekannt ist, wirkte er als Missionar in Germanien. 
Nachdem Switberg zwischenzeitlich in England zum Bischof geweiht wurde, gründetge er auf einer Rheininsel ein Kloster an der Stelle des heutigen Kaiserswerth – mit Unterstützung des einflussreichen Pippin des Mittleren, des faktischen Herrschers im Frankenreich
Suitbertus soll etwas „draufgängerischer“ gewesen sein als sein vorsichtigerer „Kollege“ Willibrord. Switbert habe sich in – militärisch nicht geschützte – Gebiete der „Heiden“ gewagt, heißt es. Das Vertrauen der ansässigen Germanen habe er auch durch Vermittlung von praktischem Wissen, z.B. für die Landwirtschaft, gewonnen.
Am 1. März 713 starb der heilige Suitbertus in Kaiserswerth, sein Gedenktag in der katholischen Kirche. Im Erzbistum Köln wird seiner am 4. September gedacht.
Man geht davon aus, dass Switbert in seiner Klosterkirche begraben wurde. Heute heißt das Gotteshaus nach ihrem Gründer St. Suitbertus. Es handelt sich allerdings um einen Neubau aus dem 11. Jahrhundert, der immer wieder renoviert wurde. In der Apsis steht der kostbare Suitbertusschrein, geschaffen im 13. Jahrhundert, der die Reliquien des Heiligen enthält.
Quellen und weitere Infos hier:
https://www.domradio.de/glossar/der-heilige-suitbertus-ein-missionar-im-rheinland
https://www.domradio.de/artikel/reliquien-des-heiligen-suitbertus-werden-duesseldorf-ausgestellt
Titelbild, 2. Foto: Prior Michael Gebhart OSB





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3 Kommentare
Das ist für mich sehr interessant, den Kaiserswerth ist von mir aus quasi „um die Ecke“. Schade, dass ich das zu spät erfahren habe, sonst hätte ich die festmesse besuchen können.
Dennoch gehen mir ein paar Gedanken durch den Kopf.
Erstens: Köln ist eine alte Römerstadt, das West-römische Reich war in seiner Endphase christlich also hätte diese Gegend auch schon christlich sein müssen. Warum war sie es im 7. Jahrhundert nicht mehr? War es doch so dass die einfallenden Germanen den christlichen Glauben ausgelöscht haben, dass die noch ansässige romanische Bevölkerung den christlichen Glauben auch wieder verloren hat?
Sodann: Switbert habe sich „in militärisch nicht geschützte Gebiete der „Heiden“ gewagt“. Andere haben das anscheinend nicht was sind „militärisch geschützte Gebiete“? Das sind doch Gebiete die von den fränkischen Heeren – oft grausam – erobert worden waren und dann kamen die Missionare. Das hat etwas von „das Kreuz hinter dem Schwert“. Bzw bedeutet es aus der Perspektive der Herrscher, das Missionare in eroberten Gebieten oft gern gesehene Gäste waren (oder bewusst hingeschleust wurden), um die Bevölkerung ruhig zu halten.
Wissen plus Wahrheit gleich Weisheit für Sonntag, 1. März 2026
Achtet ernstlich darauf um eures Lebens willen, dass ihr den HERRN, euren Gott, lieb habt.
Josua 23,11
Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
1.Johannes 5,3
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Alles was zu Christus lenkt bringt den Heiligen Geist und das Lebendige – das Leben.
Suitbertus -oder Switbert- der den christlichen Glauben nach Düsseldorf bringt, man lernt nie aus!