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Von Dr. David Berger

Seit ich mich näher mit der Persönlichkeit von Pius XII. beschäftigt habe, gilt mir der 2. März als einer der wichtigen Gedenktage im Jahr: es ist der Tag, an dem der spätere Papst am 2. März 1876  – also heute vor 150 Jahren  –  in Rom geboren und 1939 zum Papst gewählt wurde. 

Keiner der Päpste des 20. Jahrhunderts wurde von der Nachwelt so missverstanden wie er, keinem wurde dabei so viel Unrecht angetan wie ihm: Papst Pius XII. Als er 1958 starb, galt er den Gläubigen in aller Welt bereits als Heiliger. 

Das änderte sich alles erst 1963, als das Theaterstück „Der Stellvertreter“ von Rolf Hochhuth erschien. Auf einmal wurde er zu Hitlers Papst erklärt, der die Juden verraten habe.  

Die heutigen Historiker zeigen erfreulicherweise sehr anschaulich auf, wie sehr Hochhuts Theaterstück eine billige Polemik gegen einen Papst war, stets umgeben von einer monarchistischen Aura der Heiligkeit, die Kommunisten wie Hochhut ein Gräuel war. 

Kath. Kirche rettete 700.000 Juden 

Und als Pius XII. starb, ließ die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir die Welt wissen:

„Wir trauern. Wir haben einen Diener des Friedens verloren. Als in dem Jahrzehnt des nationalsozialistischen Terrors unser Volk ein schreckliches Martyrium überkam, hat sich die Stimme des Papstes für die Opfer erhoben.“

Ähnlich sieht das der bekannte Historiker Pater Peter Gumpel SJ:

„Pius XII. hat hundert tausenden Juden das Leben gerettet. Was er in Rom und Italien und darüber hinaus in allen von den Nazis besetzten Gebieten für die verfolgten Juden getan hat, ist eine hohe Leistung.“

Die „WELT“ schreibt dazu, die neueren Forschungen zusammenfassend:

„Etwa 700 000 Juden, so schätzt man, verdanken dem Einsatz der katholischen Kirche ihr Leben, erhielten falsche Tauf- oder Geburtsurkunden, wurden in Klöstern und Seminaren versteckt. Für seinen Anteil an diesen Rettungsaktionen erhielt Pius XII. Dankesschreiben von der späteren israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir und den Führern jüdischer Gemeinden in Italien und Ungarn, Rumänien, der Türkei und den USA.“

Zum aktuellen Stand der Aufarbeitung der Dokumente:

All dies konnte der Papst und die katholische Kirche zu jener Zeit nur, weil sie mutig jeder Gleichschaltung mit dem Nationalsozialismus widerstand. Sie wollte nicht vom Zeitgeist umworben sein. Antimodern zu sein in einer Zeit, in der Moderne Verachtung der Menschenrechte heißt, ist eine der großen Stärken der Kirche jener Zeit gewesen.

Quelle und vollständiger Beitrag von Dr. David Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2026/03/02/150-geburtstag-pius-xii/

Siehe dazu auch die Stellungnahme des Historikers Dr. Eduard Werner: https://christlichesforum.info/zu-rolf-hochhuts-drama-der-stellvertreter/

 

Kommentare

3 Kommentare

  1. Herzlichen für die Erinnerung an diesen Großen, an Pius XII. !

    Man müsste Hochhut für seinen herabsetzendes Werk fast noch dankbar sein, da die Beschäftigung mit diesem Machwerk die Heiligkeit Pius XII. nur noch deutlicher hervorhebt.

    Zwar haben die von interessierter Seite betriebenen Kontroversen die Aufnahme seines Namens als „Gerechter unter den Völkern“ – in die Gedenkstätte Yad Vashem – bislang verhindert, ebenso wie eine mögliche Heiligsprechung, doch das Ansehen seines Namens, seiner Person, hat beides nicht nötig; er ist ein Heiliger.

  2. Wenn Hochhuth den „Stellvertreter“ nicht geschrieben hätte, wäre er wohl kaum noch bekannt. Für mich ist Pacelli der „pastor angelicus“, da ändert auch das Gekläffe Hochhuths nichts.

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