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„Deutschland braucht eine Willkommenskultur für Kinder“

Am 12. Februar 1976 beschloss der Bundestag nach dem Karlsruher Urteil von 1975 eine neue Fassung des § 218, die sogenannte Indikationsregelung: Abtreibungen blieben grundsätzlich verboten, sollten aber bei bestimmten medizinischen, ethischen oder sozialen Indikationen straffrei bleiben. 

Seither sind soliden Schätzungen zufolge 6,5 Millionen ungeborene Kinder abgetrieben worden: etwa 260.000 Grundschulklassen.

Millionen Frauen waren davon betroffen, viele davon mehrfach, mit allen gesundheitlichen, und – wie wir inzwischen dank der fundierten Auger-Studie von 2025 auch wissen – psychischen Folgen.

Das sind Zahlen, die selbst hartgesottene Befürworter der „Mein Körper, meine Entscheidung“ Ideologie nachdenklich stimmen.

Und 50 Jahre später kann man sagen: Es fehlen nun auch die Enkelkinder. Ein wirksames Schutzkonzept des ungeborenen Lebens sieht anders aus.

Waren das wirklich alles Notfälle? Gab es wirklich bei keiner dieser Abtreibungen eine andere Lösung? Wie ernst nehmen wir die Notlage ungeplant Schwangerer: machen wir es uns nicht viel zu leicht, wenn wir ihnen als vermeintlich „schnelle Lösung“ und „einfachen Ausweg“ nur eine Abtreibung anbieten?

Wo bleibt das Lebensrecht der Kinder vor ihrer Geburt?

Sind wir als Gesellschaft – vor allem angesichts der vehement geführten Diskussion, die Abtreibungsmöglichkeiten auszuweiten – zu sehr abgestumpft gegenüber dem Lebensrecht ungeborener Kinder? 

Das geltende Abtreibungsgesetz war immer nur ein politischer Kompromiss, der das Lebensrecht zwar anerkennt, es aber faktisch nicht in dem Maß geschützt hat, wie es möglich und verfassungsrechtlich geboten gewesen wäre.

Effektiver Lebensschutz kann jedoch niemals allein über Paragrafen gelingen, sondern hängt entscheidend von der Haltung der Gesellschaft ab: von einer Kultur, in der Schwangere in Konflikten echte Hilfe bekommen und das ungeborene Leben nicht als Problem, sondern als Geschenk wahrgenommen wird.

Und hier haben Institutionen versagt.

Das Bundesverfassungsgericht hat ausdrücklich auch Schule und Rundfunk ins Stammbuch geschrieben: Der Staat dürfe sich nicht darauf beschränken, „Angriffen zu wehren“; der Schutzauftrag verpflichte ihn, „den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewusstsein zu erhalten und zu beleben“ – dies gelte ausdrücklich „auch und gerade“ für Lehrpläne der Schulen sowie für den öffentlich‑rechtlichen Rundfunk.

Wenn statt dessen einseitig für Abtreibung geworben wird oder kritische Stimmen marginalisieren werden, verfehlt er den verfassungsrechtlichen Auftrag.

Abtreibungslobby mit Steuergeld finanziert

Dies insbesondere dann, wenn er auch noch Lobbyorganisation, die nicht nur mit Abtreibungen Geld verdienen, sondern auch weltweit deren Anerkennung als „Frauenrecht“ fördern, aus Steuermitteln großzügig alimentiert, während er die Lobbyarbeit für das Recht auf Leben privaten Initiativen überlässt, die ausschließlich auf Spenden angewiesen sind.

Allein die Abtreibungsorganisation International Planned Parenthood hat zwischen 2022 und 2025 63 Millionen Euro aus Bundesmitteln erhalten. Die treuherzige Behauptung, „nach Kenntnis der Bundesregierung setzt sich keine“ der von ihr unterstützen internationalen Organisationen für ein Recht auf Abtreibung ein, wird von CDU-Politikern allerdings in Frage gestellt.

Der hessische Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch fordert „eine staatliche Förderung von Akteuren, die gezielt gegen grundlegende verfassungsrechtliche Wertentscheidungen und gegen tragende Positionen der christdemokratischen Programmatik agitieren“, zu unterbinden.

50 Jahre Neufassung des § 218 markiert daher einen Grund zur Umkehr.

Deutschland braucht eine echte Willkommenskultur für Kinder und eine Politik, die ihrem verfassungsrechtlichen Auftrag gerecht wird, zum Schutz des Lebens vor der Geburt effektiv beizutragen.

Quelle (Text/Titelfoto): Pressemitteilung der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle)

Kommentare

8 Kommentare

  1. Dr. Christian Fiala und ein deutscher Professor, dessen Namen ich nicht mehr sicher weiß, haben errechnet, daß jährlich um die 350 000 Abtreibungen vorgenommen wurden. Damit wären wir bei 15 Millionen Opfern. Nehmen wir noch die gleiche Zahl an verhüteten dazu, dann sind wir bei der heutigen Zahl der Bevölkerung m i t Eingewanderten.

  2. Die Verkommenheit der westlich-liberalen Macht-Eliten – siehe auch den Epstein-Skandal…da werden Verschwörungstheorien plötzlich zur Wahrheit…Liberalismus…

    Epstein-Akten: Neue Verbindungen, altes Schweigen?
    Neue Dokumente, alte Muster: Macht, Kontakte, null Konsequenzen. Die Verbindungen zwischen Finanzelite, Politik und Königshäusern werden klarer. Ein Überblick.

    https://www.telepolis.de/article/Epstein-Akten-Neue-Verbindungen-altes-Schweigen-11171281.html

    Auch die Gender-Ideologie des Gender-Mainstreaming gehört zu den Endpunkten dieser Entwicklung des Dauer-Relativismus. Als wertkonservative Partei für die Bioethik sehe ich dagegen die Ökologisch Demokratische Partei ÖDP deren Mitglied ich bin. http://www.oedp.de
    Siehe auch das Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz zu Bioethik und Eugenik und Euthanasie und Abtreibung und das internationale Schiller-Institut
    http://www.zeit-fragen.ch

  3. Nur die AfD hat die Willkommenskultur in ihrem Wahlprogramm .
    Die AfD nimmt die Familienpolitik wirklich voll und ganz in den Blick.
    Die Partei will vor allem staatliche Beratungsstellen auf den Prüfstand stellen, ob „pro life“ beraten wird, so wie es das Verfassungsgericht verlangte.
    Damals hieß es vom Verfassungsgericht , wenn die Abtreibungszahlen durch die jetzigen Beratungsstellen und Scheinausstellunglösung nicht sinken, muss eine Prüfung der Schwangerschaftskonfliktberatung vorgenommen werden. Man ging davon aus, durch Beratung und Scheinausstellung mit dreitägiger Überlegungsfrist werden mehr Kinder geboren.

  4. Wären die oben genannten 6,5 Millionen unschuldigen Kinder nicht vor ihrer Geburt ums Leben gebracht worden, hätten viele von ihnen als Erwachsene glückliche Eltern von Kindern werden können.
    Die Einführung der so genannten „Sozialen Indikation“ ist eine der Hauptursachen dafür, dass wir nun aus dem Schaden klug werden müssen, der mit der ausufernden Zahl vorgeburtlicher, sozial begründeter Nachwuchsbeseitigungen angerichtet wurde.

    1. Millionen glücklicher Eltern von Kindern, und Millionen von Fachkräften, die so dringend gebraucht werden… Fachkräften ohne Sprachprobleme und aufwändigen Eingliederungsprogrammen… Sarrazin hat doch völlig recht, wenn er sagt: Deutschland schafft sich ab! Recht hat er, seit Jahrzehnten, und seit Jahrzehnten wird er nur „verprügelt“ von denen, die keinen Durchblick haben. Im Pappnasen-Deutschland.

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