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Abtreibung in den USA: Kontroverse um den Pelosi-Ausschluß durch Erzbischof Cordileone

Von Felizitas Küble

In den Vereinigten Staaten tobt weiter ein anhaltender Streit um die Entscheidung des katholischen Oberhirten von San Francisco, die bekannte Politikerin Nancy Pelosi in seinem Bistum vom Empfang der hl. Kommunion auszuschließen. 

Die linksgerichtete Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, die der Demokraten-Partei angehört, setzt sich seit langem für die völlige Freigabe der Abtreibung ein. (Siehe hierzu unser Bericht: https://christlichesforum.info/usa-erzbischof-verweigert-pro-abtreibungs-politikerin-pelosi-die-heilige-kommunion/)

Erzbischof Salvatore Cordileone (siehe Foto) steht mit seiner öffentlichen Entscheidung auf derselben Linie wie Papst Benedikt XVI., der seinerzeit Kardinal Raymond Leo Burke den Rücken stärkte, als dieser während seiner bischöflichen Amtszeit im Bundesstaat Wisconsin ebenfalls erklärte, Abtreibungspolitiker dürften nicht zum Tisch des HERRN zugelassen werden.

Burke hat diese Position im Vorjahr noch einmal öffentlich bekräftigt.

Die Übersetzung des italienischen Nachnamens Cor-di-leone bedeutet übrigens „Löwenherz“ – somit stimmt hier das alte Motto „Nomen est omen“ (der Name ist Programm, Schicksal).

Cordileone bzw. Löwenherz hat die Gläubigen sodann zu Rosenkranzgebeten für die Politikerin aufgerufen: Roses for Nancy.

Wie der US-amerikanische Nachrichtenblog Reliable-News aktuell berichtet, hat sich die Zeitung „San Francisco Examiner“ kämpferisch gegen Cordileones Entscheid gestellt und in einem Leitartikel sogar an Papst Franziskus appelliert, diesen Lebensrechtler seines Amts zu entheben. 

Dem Oberhirten wird vorgeworfen, mit seinem angeblich eigenwilligen Vorstoß die Autorität von Papst Franziskus zu „untergraben“, das Kirchenvolk zu spalten und sich ungebührlich in die Politik einzumischen.

Weiter heißt es in geradezu verschwörungspanischer Manier, Cordileone diene mit seinem Schritt einer „Kabale rechtsextremer amerikanischer Bischöfe unter Führung von Raymond Leo Burke“.

Derweil erfährt man in US-Berichten, Nancy Pelosi gehe weiter zum Tisch des HERRN, allerdings nicht im Bistum von San Francisco, sondern in Washington, wo ein seit langem als linksliberal bekannter Bischof mehr schlecht als recht seines Amtes waltet.

Foto: Dr. Edith Breburda

 

Kommentare

10 Antworten

  1. Wer bewusst und offentlich für die Freigabe der Tötung von Menschen eintritt – hier die Freigabe der Abtreibung -, der schließt sich selbst aus der Communio der Christgläubigen aus! Solche Menschen können nicht die Kommunion empfangen. Dieser Ausschluss ist eine Beugestrafe, dh. sie soll den Christen zur Besinnung rufen! Daher das Gebet für diese Politikerin! Fragen um Leben und Tod von Menschen sind gravierende Fragen, die nicht jeder einfach für sich entscheiden kann! Wenn das so wäre, dann kann die Kirche gleich zusperren, denn wozu soll sie dann noch etwas sagen? Warum soll dann das Diebstahlgebot noch gelten? Warum das Begehrverbot der Frau des Nächsten ?
    Warum das Verbot, falsches Zeugnis zu geben? Bei der Wahrheit zu bleiben? Wenn das Tötungsverbot zur Disposition käme und Leute trotzdem zum Tisch des Herrn treten, trotz Verbots im Dekalog, den Jesus ausdrücklich bestätigt hat, dann löst sich alles in eine reine Individualmoral auf: Jeder bestimmt für sich, was „richtig“ ist. Hier muss die katholische Kirche wirklich ein Fels sein! Das Lebensrecht des Menschen, seine göttliche Würde als Kind Gottes und als Person beginnt mit der Verschmelzung der Gameten von Mutter und Vater. Selbst wenn man den Menschen nur als höheres Säugetier betrachtet und nicht an Gott glaubt: Mit der Gametenverschmelzung beginnt die Entwicklung als Mensch und damit als ein Bruder von uns! – und nicht z u m Menschen. So wie auch beim Roten Riesenkänguruh, das schon als 33tägiges (!) winziges Känguruh geboren wird, wenige Zentimeter groß und eigenständig und zielgerichtet nach oben in den Beutel der Känguruhmutter krabbelt! Was soll das anderes sein, als ein Känguruhbaby! Im Beutel verbleibt es dann ca 8 Monate, saugt an der Zitze (Beuteltiere haben keine Plazenta im Uterus) und hat damit die gleichlange Tragzeit wie das Menschenkind!

  2. Die Hauptsache habe ich jetzt glatt vergessen. Der Rosenkranz für die Verblendete ist geübte Nächstenliebe.
    Wenn alle Reichen in den Himmel kämen, gäbe es keine wirkliche Armut in der Welt.

  3. es wäre gut der Fall ginge nach Rom (wenn z.B. ein Priester in San Francisco der Dame die Kommunion spendet und der Erzbischof ihn deshalb bestraft und er in Rom beruft) den die Frage ist unter Kantonisten umstritten

    1. Frau Pelosi, eine Dame? Eher eine Faschistin aus der linken Fraktion.
      Zum Thema „umstritten“. Umstritten ist eine Fake-Wort für bestritten. Bestritten wird die Wahrheit, sie wird angezweifelt, kann aber nicht widerlegt werden. Weil das nicht gelingt, wird ein Nebelschleier namens umstritten produziert.

      1. umstritten heißt ein Teil der Kanonisten ist der Meinung niemand darf vom Kommunionempfang weg geschickt werden
        eine Minderheit ist der Meinung, dass das geht
        daher muss der Vatikan klären, was richtig ist
        eine römische Begutachtung muss der Erzbischof in Bezug auf sein Dekret ja nicht fürchten, er ist ja Lehramts treu

  4. Es ist zu bedenken: Jesus gab auch Judas beim letzten Passahmahl die Schüssel , mit dem Wort: „Einer von euch wird mich verraten!“….
    Jesus hat also Judas vor den anderen Jüngern faktisch „blossgestellt“.

    1. Guten Tag,
      das war damals eine besondere Situation.
      Der hl. Paulus schreibt im Korintherbrief ganz klar zur Eucharistie: „Wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich das Gericht.“
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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