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Augsburger Bischof besorgt über Synodale Irrwege: Keine kath. Kirche ohne Priester!

Läuten wir uns selbst die Sterbeglocke?

Der Augsburger Oberhirte Dr. Bertram Meier hat angesichts der jüngsten Beschlüsse im Gesprächsforum Synodaler Weg davor gewarnt, in der Kirche mit „nationalen Sonderwegen zu liebäugeln“.

In einer Predigt anlässlich der Investitur der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem betonte der katholische Bischof am Sonntag im Augsburger Dom: „Nie habe ich Weltkirche als Handicap oder Korsett erfahren. Im Gegenteil: Ich sehe sie als Privileg. Die Weltkirche hat meinen Horizont weit gemacht.“

Das Gesprächsforum „Synodaler Weg“, in dessen zweiter Vollversammlung am vorvergangenen Wochenende mehrheitlich beschlossen wurde, den Sinn des sakramentalen Priestertums zum Diskussionsthema zu machen, betrachtet der Bischof „mit Sorge“:

„Trägt uns nicht mehr die gemeinsame Überzeugung, dass ein sakramental verstandenes Volk Gottes – die Kirche – ein sakramental verortetes Weiheamt notwendig braucht? Es ist konstitutiv für die katholische Kirche. Daran sollte auch eine Synode weder rütteln noch sägen.…Wenn wir ernsthaft eine Kirche ohne Weiheamt anstreben, läuten wir uns selbst die Sterbeglocke.“

…..Priesterweihe in Regensburg – Foto: altrofoto.de

Wer eine Kirche ohne sakramentales Amt wolle, breche ihr das Genick. Sie hätte keine Kraft mehr, gegen den Strom zu schwimmen und würde mitgerissen werden von den Wellen der gängigen Meinungen.

Auch gegenüber den im Synodalen Weg vertretenen Vorstellungen, basisdemokratischen Elementen bei Bischofernennungen eine gewichtige Rolle zu geben und diese Ämter ggf. zeitlich zu begrenzen, zeigte Bertram sich skeptisch:

„Wollen wir unsere Hirten künftig nur noch demokratisch wählen und auf Zeit einsetzen, um ihnen bei Bedarf ebenso per Mehrheitsvotum wieder das Vertrauen entziehen zu können? Bischöfe auf Zeit?!…Denken wir es weiter! Müsste ein Pfarrer, ein Bischof, der Papst sein Wirken an den Applaus von Mehrheiten knüpfen, wohin würde das führen?

Stellen wir uns vor, wie es unserem Erlöser im Heiligen Land ergangen wäre, wenn er bei den Aposteln vorher hätte abstimmen lassen, ob er den Kreuzweg gehen soll. Mein Kirchenpolitbarometer liefert mir die Prognose: 12 zu 1 gegen Jesus. Der Heiland hat aufs Votum verzichtet; er hat sich fürs Kreuz entschieden – und uns dadurch erlöst: Im Kreuz ist Heil!“

Quelle: Pressemitteilung der Diözese Augsburg

Kommentare

2 Antworten

  1. Legitimieren denn nicht derartig naive Wortmeldungen den synodalen Zirkus? Als wäre eine bunte Auswahl an Strukturvorstellungen in diesen Foren und Plenartagungen durchaus in Ordnung, man müsse halt nur Extreme meiden?

    Erscheinen die konzilskonservativen Teilnehmer nicht als milde mahnende Onkelchen, die ihre randalierenden Neffen und Nichten sanft zur Ordnung rufen und so mithelfen, dieses private Gesprächsforum in der Öffentlichkeit als maßgebenden Faktor erscheinen zu lassen? Man „mahnt“, zeigt sich „skeptisch“, läßt sich aber für Open-Sky-Phantasien einer revolutionären Kirchenstruktur als Kulisse mißbrauchen.

  2. Warum lernen die Synodalen des Sonderweges nicht von den Zurückkehrern in die Katholische Kirche (wiewohl mein Bescheid vom Bischof immer noch auf sich warten lässt) , dass ein Weiheamt wirklich zwingend notwendig ist?
    Denn die werden sich noch wundern, dass man einem „gewählten Priester“ genauso Gehorsam schuldet, als Leitung der Kirche/Gemeinde … wie einem geweihten und dass diese genauso Sünder sind und alles mögliche anstellen können.

    In den freien Gemeinden behauptet man ebenso, dass jemand das Charisma hat zu lehren und zu leiten, und ich als Gemeindeglied gezwungen bin, das zu glauben, aber keinen Beweis habe, dass das stimmt.
    Und vor allem: die meisten dieser „Leiter“ gehen dann zwar auf eine Art Schule, Bibelschule usw .. haben aber in der Regel keine umfassende Bildung, wissen nichts über Kirchengeschichte und Philosophie – bis auf wenige Ausnahmen – , wie es wirklich zur Reformation kam uswuswusw…
    Sie drehen sich nur im Kreis und um sich selber. Verdammen (etwas vereinfacht ausgedrückt und natürlich etwas zu pauschal) aber alles, was nicht zu ihnen gehört und jede Ortsgemeinde hat ein eigenes Bekenntnis. Sie sind in der Regel auch intolerant, weil die Bibel intolerant ist und Sola Scriptura sowieso. Was das aber wirklich bedeutet, interessiert sie nicht.
    Ausser in der Frage – zumindest was die Brüdergemeinden anbelangt und die reformatorisch orientierten Gemeinschaften – der vorehelichen Sexualität (übrigens habe ich jetzt Humanae Vitae gelesen und bin begeistert, bewegt und berührt und habe noch nie etwas so Schönes über Ehe und Kinderbekommen gelesen, auch wenn dies in Reinform zu leben natürlich nahezu unmöglich ist und ohne den Geist Gottes sowieso nichts geht.) der Gleichgeschlechtlichkeit und der Ablehnung der Frauenordination geht da nicht viel, und in ihrern vielen Bibeltagen und Konferenzen uswusw versuchen sie genau das, was die Katholische Kirche schon Jahrtausende zuvor gemacht und auch geschafft hat, mit den Katechismen, nämlich den christlichen Glauben auf eine übereinstimmende Grundlage zu stellen …

    Aber: Kirchen?
    Das sind keine Kirchen und noch nicht mal Gemeinde.
    Wie oft habe ich den Satz gehört: das darf jeder für sich selbst entscheiden.

    Nadenn.

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