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Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten äußere ich mich kritisch über die Pseudo-Marienerscheinungen von Amsterdam, die unter dem Titel der „Frau aller Völker“ firmieren. Diese in vielen frommen Kreisen sehr beliebten Privatoffenbarungen an eine holländische Seherin wurden mehrfach vom Vatikan verworfen, zuletzt und endgültig im vorigen Jahr mit der stärkstmöglichen Ablehnungs-Stufe.

Die ordensähnliche Gemeinschaft „Familie Mariens“ ist besonders stark auf dieses Phänomen der „Frau aller Völker“ fixiert.

Deren Leiter Pater Paul Maria Sigl  – inzwischen vom Vatikan amtsenthoben  –  moderierte zugleich die Mega-Veranstaltungen der Amsterdamer Gebetstage (siehe Titelfoto)

Vor vier Jahren wunderten wir uns sehr, daß der Augsburger Bischof Bertram Meier ausgerechnet Patres und Schwestern der „Familie Mariens“ die Leitung der Gebetsstätte Wigratzbad übertragen hat: https://christlichesforum.info/allgau-gebetsstatte-wigratzbad-bald-mit-neuer-leitung-durch-die-familie-mariens/

Inzwischen ist im Herder-Verlag ein aufschlußreiches Buch von Birgit Abele erschienen, worin sie über 20 Jahre geistlichen Mißbrauch und Manipulation berichtet, die sie in dieser Gemeinschaft erlebt hat.

Seelsorgliche Übergriffe finden in erscheinungsbewegten und charismatischen Gruppen überdurchschnittlich häufig statt, zumal sich die dortigen Gründer oder Leiter oft als besonders „geistbegnadet“ ausgeben bzw. über einen „heißen Draht nach oben“ verfügen.

Auf dem amtskirchlichen Portal „Katholisch.de“ wurde am 17. Februar ein Interview mit der Aussteigerin Abele veröffentlicht, das recht aufschlußreich ist und einige Wesensmerkmale des geistlichen Mißbrauchs kennzeichnet: https://katholisch.de/artikel/59469-birgit-abele-hat-ueber-20-jahre-langen-spirituellen-missbrauch-ueberlebt

Mit 20 Jahren war sie in die „Familie Mariens“ eingetreten, wurde dort manipulativ auf blinden Gehorsam gedrillt und widerstand auch hartnäckig ihren Eltern, die sie herausholen wollten.
Bei ihrer Missionsarbeit in einer radioaktiv verseuchten Gegend Kasachstans wurde sie wegen Schadstoffen im Wasser und eingeatmeten Giftgasen immer kränker, doch die Oberen versicherten den ihr und den anderen Schwestern, das sei kein Problem und wenn es eines gäbe, könne alles durch Rosenkranzbeten gelöst werden usw.
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Das biographische Buch „Wieder ich selbst“ von Birgit Abele trägt den Untertitel: „Mein Weg aus dem Gefängnis des spirituellen Missbrauchs“.
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Titelbild: Hildegard Alles

Kommentare

Ein Kommentar

  1. Danke an alle, aus der sogenannten Friedensbewegung mit Dr. Daniel L. und Co., die mich so toll ver..scht haben. Danke für Eure Lügen-Demonstrationen und für Eure Lügen-Kundgebungen. So tun, als wollte man gegen Konzerne helfen und dann mit den Konzernen im Stich lassen. Na danke dann auch.

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