Die tschechische Regierung hat im Parlament beantragt, den Sudetendeutschen Tag in Brünn zu stoppen, der für Pfingsten geplant ist und erstmals in Tschechien stattfinden soll – und zwar 80 Jahre nach der Vertreibung der Sudetendeutschen aus ihrer böhmischen Heimat.
Dazu erklärt Bernhard Pohl, 1. Vize-Vorsitzender der FREIEN WÄHLER in Bayern sowie deren Sprecher für die Heimatvertriebenen:
Der Parlamentsantrag in Tschechien zur Absage des Sudetendeutschen Tages befremdet mich. Wir haben in den letzten Jahrzehnten stabile und gute Beziehungen zu unseren böhmischen Nachbarn aufgebaut, die ich teilweise sogar als freundschaftlich bezeichnen möchte. 
Das Verhältnis zwischen Bayern und Böhmen könnte zur Blaupause in ganz Europa werden, es ist ein echtes Friedensprojekt.
Ich verstehe deshalb nicht, dass Teile der tschechischen Politik jetzt eine Kehrtwende machen, nachdem wir einvernehmlich – und nicht über die Köpfe unserer tschechischen Freunde hinweg – den Sudetendeutschen Tag in Brünn organisiert haben.
Ich möchte betonen, dass die Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag 300.000 Euro zur Verfügung gestellt haben, damit dieser Sudetendeutsche Tag mit Leben erfüllt werden kann – und zwar sowohl von bayerischer als auch von böhmischer Seite.
Deshalb hoffe ich, dass es sich hier um einen Sturm im Wasserglas handelt und wir als Best-Practice-Beispiel an Pfingsten zeigen können, wie tief und eng die Beziehungen zwischenzeitlich gewachsen sind.




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3 Kommentare
Was soll das, von Seiten Tschechiens? Immer diese Stänkerei, zu viel Harmonie ist offenbar manchen immer wieder ein Dorn im Auge…
Man sollte natürlich deeskalieren. Man kann und muss aber auch fragen: Na, ausgeschlafen? Schließlich ist dieses Pfingsttreffen lange anberaumt und daher bekannt. Der moralische Schaden wäre beträchtlich und ein Unding.
Vorkriegsgeschichte – siehe auch Gerhoch Reiseggers Buch zu den Benesch-Dekreten
http://www.vorkriegsgeschichte.de