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Begeistertes Lob für den Papst von libertär-freigeistiger Seite

Die geistige Festigkeit des Papstes und seine Unbeirrbarkeit gegenüber dem weitgehend linksgesteuerten Zeitgeist beeindruckt auch Persönlichkeiten, die sich dem „libertären“, also freigeistigen Spektrum zurechnen, darunter die anspruchsvolle Zeitschrift „Eigentümlich frei“, die als Printausgabe und mit Internetpräsenz  (www.ef-magazin.de) erscheint.

Am 22.9.2011 schrieb Chefredakteur André F. Lichtschlag hierzu einen Artikel mit dem Titel:

Papst Benedikt in Deutschland: Herzlich Willkommen im Land der Neugläubigen!

Sodann heißt es gleich eingangs:  „Nichts provoziert den Glauben der neuen Zeit so sehr wie der alte Glaube.

Lichtschlag fährt ironisch fort: „Gleichheit ist oberstes Mittel und Ziel. Heilig ist die Energiesparlampe und unhinterfragbar nur der Lebensstil des regierenden Bürgermeisters. Und nun landet da ein 84-jähriger Bayer aus Rom in Berlin und sagt: Nein, das alles ist erstens gar nicht gut so, zweitens falsch oder eine Sünde, und drittens gibt es etwas viel Höheres. Ist ein größerer Affront gegen den Zeitgeist überhaupt denkbar?“

Sodann kritisiert Lichtschlag die weitverbreitete Anpassung an den Mainstream (die „Mittelstrommedien“):

„Der Weg der Christen in diesem Land von der Volkskirche zurück zur Katakombenkirche ist oft beschrieben worden. Er wird mit dem Besuch Benedikts XVI. im Land der Neugläubigen beschleunigt werden, qualitativ und quantitativ.

Auch der letzte Mitläufer erfährt in diesen Tagen durch die Mittelstrommedien, was von Otto N. erwartet wird, nämlich den alten Glauben zu verdammen und  – sofern noch nicht geschehen  –  jetzt zu widerrufen.

Millionen Schäfchen folgen artig dem Ruf der Demokraten in Medien und Politik. Diese fühlen sich durch gegenseitige Erbauung jetzt so sicher, dass sie in den hiesigen Stunden ihrer Verkündung kurz auch mal die totalitäre Fratze durchscheinen lassen:

Zufrieden sind wir erst, wenn auch der letzte Katholik das neue Glaubensbekenntnis innerhalb der alten Kirchenmauern angenommen hat: Der Zölibat muss fallen, Geschiedene sind den Treuen gleichzustellen, Frauen sollen Priester werden, quotengerecht, Kondome ersetzen die Kruzifixe. Ruhe gibt es erst, wenn die alte Kirche auch in ihrer internsten Vereinssatzung die Regeln der neuen praktiziert.“

Für den libertären Verfasser wird die katholische Kirche durch ihre nonkonforme, ihre unangepaßte Grundhaltung für „Sturköppe und Freigeister“ noch interessanter:

„Während die deutsche Masse sich zumindest scheinbar brav abwendet, macht all dies Benedikt und seine Kirche für Sturköppe und Freigeister erst richtig attraktiv. Josef Ratzinger ist der Desperado unserer Zeit, der Clint, der Plissken  –  das gefällt dem Outsider, dem Widerspenstigen, dem Freien. (…)

Die Institutionen und Autoritäten der Vergangenheit wurden seit 1968 erfolgreich geschliffen, ganz neue Tabus errichtet. Nicht mehr der mittelalterliche Respekt, sondern die völlig fortschrittliche Respektlosigkeit gegenüber dem Heiligen des Andersdenkenden bestimmt den Benimmkanon.

Wir aber, zutiefst alt-gläubig oder auch neu-ungläubig, heißen jetzt erst recht den Heiligen Vater  –  wie sagte Matthias Matussek so schön: was für eine Provokation in einer vaterlosen Gesellschaft! – herzlich willkommen!“

Kommentare

Eine Antwort

  1. Respekt, da war der Papst in Deutschland und sagte: „Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial karitativen Bereich den Menschen, den Leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens vermitteln.“ Wie recht er hat. Staat und Kirche gehören generell getrennt.

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