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Benediktinerabt beharrt an der Klagemauer auf seinem amtlichen Brustkreuz

Wie verschiedene Medien berichten, ist der Abt der Benediktiner-Abtei „Dormitio“ in Jerusalem, Nikodemus Schnabel, am heutigen Mittwoch (19.7.) beim Besuch der Klagemauer zum Abdecken seines Brustkreuzes aufgefordert worden.

Eine Aufseherin der für die Westmauer verantwortliche Stiftung wandte sich an den Pater: Sie respektiere seine Religion, aber das Kreuz sei „wirklich groß und unangemessen für diesen Ort“.

Der Geistliche widersprach ihr: „Ich bin ein Abt und dies ist mein Gewand“. Er verließ die Klagemauer, ohne sein Kreuz zu verdecken. Es handle sich keineswegs um eine Provokation; das Kreuz sei einfach Teil seiner Amtskleidung.

Der Benediktiner hatte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) bei einem Rundgang durch die Jerusalemer Altstadt begleitet.

Er ist auch als Autor in deutschen Zeitungen bekannt, etwa für seine regelmäßigen Kolumnen in der „WELT am Sonntag“.

Kommentare

32 Antworten

  1. Das Bild oben zeigt nicht die Klagemauer.

    Und wie heißt es in der Bibel;

    „Wer Israel segnet den werde auch ich segnen.
    Wer Israel verflucht, den werde auch ich verfluchen.“

    1. Danke für den Hinweis, das wußte ich nicht,
      ich habe jetzt ein anderes Bild genommen, das die Klagemauer zeigt.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

        1. Guten Tag,
          das jetzige Bild scheint mir die Westmauer zu sein, auch Klagemauer genannt, das vorherige Bild weiß ich nicht, ich bekam es von befreundeter Seite geschenkt und hielt es erst auch für die Westmauer.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

          1. Das Goldene Tor ist an der Ostseite des Tempelberges; die Westmauer liegt links davon, um die Ecke. Ob ich wohl nochmal hinkomme? War 1997 mit den Franziskanern dort.

  2. Israel genehmigt alle christlichen Heiligtümer.
    Sie stehen dort unter Schutz.
    Danke an Israel dafür.
    Christen aus aller Welt feiern dort ihre Feste. Danke.

    Aber nun kommen wir dazu;

    In Deutschland ist es für Juden gefährlich sich als Juden zu bekennen. Das heißt, sie sollen nicht mit Kippa
    oder einem erkennbaren Davidstern auf die Straße gehen.
    Das ist gerade für Deutschland mehr als eine Schande.
    Das heißt auch, die Menschen hier, die Christen haben
    sich für das Volk Jesu nicht stark gemacht!
    Vor jeder Synagoge muss die Polizei Wache halten.
    Und die Juden selbst tragen auch noch zu ihrer Sicher-
    heit bei, wie mir in einer Synagoge gezeigt wurde.
    Ja, die Polizei steht dort nicht zum Spaß.
    Glaubt ein sogenannter Christ vielleicht, das solche
    Missstände dem lieben Jesus gefallen?

    Die Juden, das Volk Gottes, hat von den sogenannten
    Christen das allerschrecklichste Leid erfahren.
    Ausgehend von Deutschland.
    Da sollten sich Leute hier nicht aufregen, wenn ihnen in Israel mal etwas
    gesagt wird.

    1. Mein Eindruck:
      wenn man von Antisemitismus spricht, sollte man differenzieren:
      inwieweit handelt es sich um ein importiertes Problem (Mobbing schon in den Schulen gegen Kipa tragende Jungen)
      inwieweit wird er staatlicherseits geduldet oder solche Gruppen sogar gefördert ? ( Palästinenser, Claudia Roth und die Documenta ).

      Vielleicht kennt jemand Untersuchungen dazu ?

  3. Es ist doch recht einfach: Wenn nach dem jüdischen Religionsrecht an bestimmten Örtlichkeiten christliche Symbole verboten oder wenigstens unerwünscht sind, geht man mit einem Kreuz – sei es als Teil der Amtstracht, sei es als modisches Halskettchen – dort nicht hin, auch nicht als ranghoher Würdenträger; der möglicherweise geplante Gedankenaustaus mit jüdischen Geistlichen und Theologen kann ja in etlichen anderen Lokalitäten erfolgen. Im Gegenzug darf man von männlichen Juden erwarten, vor dem Besuch eines kath. Gotteshaus die Kopfbedeckung abzunehmen – oder draußen zu bleiben. Und jetzt stellen Sie sich kurz den BRD-weiten Aufschrei vor, falls in einer kleinen kath. Gemeinde in der Provinz der Küster oder gar der Pfarrer persönlich einen jüdischen Besucher höflich und zugleich bestimmt darauf hinweisen würde, dass nach kath. Brauch in der Kirche die Männer ihre Hüte (trägt ja fast niemand mehr ) und die Jungens ihre Bommelmützen (wurden von den falsch herum getragenen Schirmkappen verdrängt) abzunehmen haben. Der Fall Gil Ofarim wäre im Vergleich damit ein Fliegen … (ausschreiben darf man das Wort nach den Regeln der PC ja nicht mehr 😉). Viele Grüße an alle Katholiken und an alle Christen, die das Christliche Forum nutzen!

    1. @ Wolf aus Westfalen

      Es gibt kein Gesetz ,dass Männern vorschreibt, in der Kirche
      keine Kopfbedeckung zu tragen.
      Die Priester selbst tagen die jüdische Kippa.

      Der „Fall“ Ofarim ist an Widerlichkeit kaum zu überbieten.
      gehen sie mal zu youTube Video und schauen sich ein Video
      mit Ofarim an. Und lesen sie die ekelhaften Hasskommentare dazu. Das hat es noch nie gegeben.
      Hier in Deutschland wird ein Mörder mehr geschützt
      als Ofarim.
      Übrigens, der Mann an der Rezeption, der ihn erst später
      bedienen wollte, der also andere Gäste vorgezogen hat.
      Dieser Mann ist Iraner.
      Vielleicht kann das einigen hier etwas sagen?

      Fest steht, hier soll ein Jude fertig gemacht werden.
      Aber ich bin sicher, Gott und der Messias werden in
      beschützen.

    1. Und wann entschuldigen Sie sich? Entschuldigung ist immer richtig und das Wesen des christlichen Glaubens – erst recht, wenn jemand vorschnell oder übereifrig gehandelt hat. Wenn wir jedoch grundsätzlich auf Vorurteil gebürstet sind oder vorsätzlich handeln, wird eine Entschuldigung erst durch die Einsicht und die ihr folgenden Taten glaubhaft.

  4. Wer mich bekenne vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater, sagt Jesus Christus! Das Kreuz ist den Juden, Ärgernis und den klugen Heiden, eine Torheit, uns aber ist es Erlösung und Seligkeit!

  5. geschmackloss aber das ist ja nicht neu für Juden ist das eine extreme Beleidigung man kann nur hoffen dass das Großrabbinat etwas unternimmt

    1. Nein überhaupt nicht Geschmackslos… Wir sind Katholiken und dies dürfen wir auch zeigen ich würde mein Kreuz auch nicht ablegen…
      Es ist beleidigend zu einem Christ zusagen er solle sein Kreuz abnehmen…

      1. dann hat er an einem Ort der Juden heilig ist nichts zu suchen,es geht aus dem Artikel ja hervor dass der sture Abt die Klagemauer verlassen hat vielleicht gelingt es ja Papst Franziskus von der Sache in Kenntnis zu setzten

        1. Eine solche Antwort, wie Sie hier Christen mit Kreuz verpassen, dürfte man keinem Juden oder Moslem oder Hindu geben, der mit seinen religiösen Symbolen eine Kirche betritt. Stur nur an seiner Meinung festzuhalten, anderen dagegen ihr Bekenntnis abzusprechen – das kann auch schnell auf Sie selber zurückfallen. Die Klagemauer ist auch für Christen ein heiliger Ort.

  6. Mit Kardinal Marx legte auch der EKD Ratsvorsitzende Bedford-Strom das Kreuz ab. Ich glaube es war in einer Moschee, wo es geschah.
    Da braucht man doch keine Fragen mehr stellen, oder?

  7. DANKE FÜR DAS ZEUGNIS !

    Frage an mich: wie steht es mit meinem ?
    Z.B. im Restaurant vor dem Essen zu beten mit Kreuzzeichen ?
    Oder „Fisch“ am Auto ?

  8. Nikodemus Schnabel stammt aus dem Landkreis Fulda. Erstaunlich, dass er es in jungen Jahren schon zum Abt gebracht hat, Seine Mutter Inga Schnabel wurde bekannt durch das Aufführen religiöser Theaterstücke. Der Sohn Nikodemus Schnabel wollte unbedingt in die Dormitio-Abtei in Jerusalem, worüber sich damals viele wunderten. Offensichtlich eine echte Berufung. Jedenfalls verdient die Verteidigung seines Brustkreuzes an der Klagemauer höchsten Respekt.

  9. Wie ich eben beim Dom Radio gelesen habe, war der Abt mit seiner Begleitung überhaupt nicht direkt an der Westmauer sondern wollte nur den öffentlichen Platz davor in Richtung des Dung-Gate überqueren. Was den ganzen Vorgang noch absurder macht.

  10. Ehrw. Benediktinerabt Nikodemus Schnabel, aller Respekt auch von mir. Er handelt zu 100%ig richtig. Wir schreiben ja den jüdischen Gelehrten auch nicht vor, wie sie sich in katholischen Kirchen anziehungstechnisch zu verhalten haben.

    Ausserdem wird Abt Nikodemus Schnabel auch vor Gott sein Wohlwollen bekommen. Jesus sagte ja: Wer mich vor anderen bekennt, den werde auch ich vor meinem Vater bekennen, wer dagegen mich vor anderen nicht bekennt, den werde ich ebenfalls auch bei meinem Vater nicht bekennen.

    Wir sind nur ein einziges Leben hier auf Erden und zwar zu dem Zweck, uns für den Himmel zu bewähren. Sonst für überhaupt nichts!!!

    Ihnen, Nikodemus Schnabel, Gottes reichsten Segen und Sie sind bestes Beispiel für Gläubige, die noch nicht so weit sind……

    1. Ein Jude kann kaum in einer Katholischen Kirche
      etwas verkehrtes tragen.
      Oder trug Jesus etwas, mit dem er nicht in eine Kirche
      gehen konnte?
      Wie wir wissen, ist Jesus ja Jude.

  11. Mutig dieser Bekenner.
    Mutiger als Kardinal Marx, der damals sein Amtskreuz ablegte.
    Aus Rücksicht auf die unterschiedlichen Religionen. Besonders des Islams.

    So selbstbewusst wie dieser Benediktinermönch sollten wir Christen durch die Welt gehen. Fällt vielen schwer.

    Ein prima Zeugnis.

    1. @ dorrotee

      Das sollten insbesondere die Christen hier bei uns in
      Deutschland beherzigen.
      In einem Kommentar hatte ich mal erwähnt, dass ich immer Kreuzkettchen trage. Dafür wurde ich dann, wenn
      auch milde kritisiert.

      P.S. Und falls man mich doch einmal mit einer anderen
      Kette sieht, das ist eine Ausnahme. Nicht das man mich dann gleich wie Gil Ofarim der Lüge bezichtigt und mich
      anzeigt.

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