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Berlins grünes Quotenproblem mit Moses Mendelssohn: Jeder blamiert sich, so gut er kann

In der Bundeshauptstadt wachsen bekanntlich die Probleme, Gewalt auf den Straßen ist alltäglich, Wohnungseinbrüche nehmen weiter zu, die Kriminalstatistik steigt an, die Aufklärungsrate der Polizei sinkt  hingegen  –  alles reichlich besorgniserregend, müßte man meinen.

Derweil wird die Berliner Kommunalpolitik von anderen Sorgen geplagt; sie zerbricht sich ihren feministischen Kopf darüber, ob die Akademie des Jüdisches Museums den Vorplatz nach Moses Mendelssohn benennen darf, wie der jüdische Stiftungsrat dies vorschlug. Mendelssohn war ein berühmter jüdischer Philosoph und Schriftsteller des 18. Jahrhunderts.

Gibts ein Problem?  – Ja, eines der Quote nämlich, genau: der Frauenquote.

Also kommt ein Mendelssohn-Platz nicht in die Tüte, denn die in der dortigen Bezirksversammlung regierenden Grünen verstehen hier keinen Spaß, hatten sie doch grundsätzlich beschlossen, daß neue Namen für Straßen und Plätze so lange „weiblich“ sein müssen, bis eine Frauenquote von 50% erreicht ist.

Die Grünen wollten den Platz daher nach der Berliner Salondame Rahel Varnhagen benennen. Nun war sie zwar jüdischer Herkunft, ließ sich aber taufen, was die Grünen offenbar nicht wußten. Klar ist jedenfalls, daß sich Frau Varnhagen als Christin für den Platz vor dem Jüdischen Museum als Namensgeberin nicht eignet.

Die SPD (er)fand den vermeintlichen „Stein der Weisen“: Nun soll der Platz nach Moses Mendelssohn und dessen Frau Fromet benannt werden  – natürlich in dieser „politisch korrekten“ Reihenfolge: Fromet- und Moses-Mendelssohn-Platz.

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