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Dr. Enver Tohti, Uigure, Chirurg, und Bürgerrechtler gegen Organraub in China, berichtete auf der Jahreshauptversammlung der IGFM in Bonn u.a. über den vor allem an den muslimischen Uiguren verübten Organraub im kommunistischen China.
Hier folgt sein Vortrag in Schriftform:

Jetzt ist es an der Zeit, den Blick auf China zu richten. Wie ihr alle wisst, bin ich Uigure, also werden wir über China und die Uiguren sprechen. Vor allem über die Uiguren, die in China leben.

China steht derzeit in den Schlagzeilen, und es gibt viele unterschiedliche Ansichten über China. Manche sagen, China sei eine große Supermacht. Andere sagen, China gehe unter. Und ich würde sagen: China sieht so aus, als würde es untergehen – aber dafür müssen wir Druck ausüben.

Meine Heimat heißt Xinjiang. Seit China dieses Gebiet übernommen hat, haben sie es in ein riesiges Labor verwandelt. Sie haben Atomwaffen getestet. Sie haben biologische Waffen getestet. Dann steckten sie die Uiguren in Konzentrationslager, um Medikamente zu testen und Organe zu entnehmen.

So sah es aus, als ich noch ein Kind war und diese Atombomben erlebte. Zwischen 1966 und 1996 wurden 46 Atombomben gezündet. Diese hier stammt aus dem Jahr 1972. Als ich auf dem Weg zur Schule war, lag Staub in der Luft, Staub fiel vom Himmel.

Als ich in Taiwan war und eine Vortragsreise hielt, fand ich dieses Schild sehr hilfreich, um mich zu orientieren: „Spezialtransport Kanal für menschliche Organe für besondere Passagiere.“

Dieses Schild befindet sich auf dem Boden eines Flughafens. Welcher Flughafen ist das? Urumqi. Wo ist Urumqi? Die Hauptstadt von Xinjiang. Wenn ihr so ein Schild seht, versteht ihr sofort: Diese Stadt exportiert menschliche Organe. Hat diese Stadt eine hochentwickelte Technologie, um Organe herzustellen? Nein.

Der einzige Ort, wo Organe herkommen, ist ein anderer Mensch.

Wie kann das sein? Zwei solcher Schilder befinden sich in Xinjiang, einer dünn besiedelten Region mit nur 25 Millionen Einwohnern. Wenn wir so ein Schild in Henan sehen würden, könnten wir es vielleicht verstehen, weil die Bevölkerung dort sehr groß ist. Aber nein – es ist in Xinjiang. Ob die chinesische Regierung menschliche Organe entnimmt, ist kein Mythos mehr.

Früher musste ich das Publikum immer davon überzeugen, dass Organentnahmen stattfinden. Heute muss ich das nicht mehr. Warum? Weil chinesische, russische und nordkoreanische Führer es bestätigt haben.

Putin, Xi Jinping und Kim Jong-un haben darüber gesprochen, die Lebensdauer auf 150 Jahre zu verlängern. Sie sagten: Durch den Austausch von Organen kann man 150 Jahre leben. Damit haben diese drei Führer bestätigt, dass Organentnahmen stattfinden. 

In China ist es so: Wenn du etwas im Internet schreibst, steht die Polizei in weniger als 10 Minuten vor deiner Tür. Aber wenn dein Kind verschwindet, weiß niemand etwas, du kannst dein Kind nicht finden. Das ist die größte Angst: Es gibt keine Möglichkeit, dein Kind zu finden.

In China gibt es ein Computersystem, das in wenigen Sekunden ein passendes Organ findet…Wenn du eine Blutprobe abgibst und sagst, du brauchst zum Beispiel eine Niere, dann wird dein Blut getestet und das System sagt dir sofort: Zum Beispiel im Eisenbahnkrankenhaus von Urumqi gibt es einen Arzt namens Enver Tohti –  er ist dein Match. So schnell geht das.

Und was passiert mit mir? Ich werde als Terrorist beschuldigt. Ich werde als irgendwas beschuldigt – sie haben viele Vorwürfe, die man sich gar nicht vorstellen kann. Dann verschwinde ich. Und meine Organe werden entnommen.

Der chinesische Gesundheitsminister sagte während des Volkskongresses, ähnlich einem Parlament im Westen: „Ihr solltet der Kommunistischen Partei dankbar sein, wenn ihr noch lebt.“

Quelle und vollständige Rede hier: https://www.igfm.de/jahrestagung-2026-enver-tohti/#iLightbox[331ed11693b85eb35c1]/0

 

Kommentare

4 Kommentare

  1. Dazu folgende Worte von Apolster:
    Viele Gläubigen glauben , die Welt alleine mit Beten retten zu können. Der Apostel Jakobus sagt folgendes, Glaube ohne Werke ist tot. Was hilft’s, Brüdern und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat keine guten Werke? Kann ihn der Glaube allein selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester in Not ist und Mangel hat an täglicher Nahrung oder im Gefängnis sind und spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, aber wärmt sie nicht und sättigt sie, ihr gebt ihnen nicht, was der Leib Freiheit nötig hat – was hilft ihnen das?
    Tausende sind bei den Wallfahrten, aber was der Leib hat nötig hätte Proteste gegen die Regierung China, ist nicht für nötig.gehalten. ,

  2. Todesstrafe in China: Organspender wider Willen?

    Ferner sollen die Soldaten zum Teil angewiesen werden, die Verurteilten so zu erschießen, daß der Tod nicht direkt eintritt und Organe noch explantiert werden können.Somit sei längst nicht immer der Hirntod des unfreiwilligen Spenders sichergestellt. Die Organentnahme erfolge entweder im Krankenhaus oder auch teilweise direkt am Hinrichtungsort in dafür bereitgestellten Fahrzeugen.

    Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/todesstrafe-in-china-organspender-wider-willen-9d4d0a45-3a69-407d-97f5-ff00e51521ea

    Bis der Artikel 1997 im „Ärzteblatt“ erschien, machte mein Chef ein ungläubiges Gesicht.

    MfG

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