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Christian Wulff und seine beiden Oktober-Fettnäpfchen

Kommentar mit kurzem Info-Rückblick von Felizitas Küble

Die Debatte um unseren glücklosen Bundespräsidenten will nicht abreißen  –  und in diesem moralisch angekratzten Zustand soll er eine Weihnachtsansprache halten – gewiß kein reines Vergnügen.

Doch mein Mitleid hält sich in engen Grenzen, zumal Wullf noch im Oktober 2011 eine fromme, kinderreiche Familie geradezu unverfroren behandelte, nur weil diese der traditionsorientierten Priesterbruderschaft St. Pius X. nahesteht.

Jeder mag über diese Bewegung denken, wie er will, das ist hier nicht der springende Punkt. Es kommt allein darauf an, daß niemand   – noch dazu vom Staatsoberhaupt  –  aufgrund seiner religiösen Überzeugung benachteiligt werden darf (wie es unser Grundgesetz festhält).

Der Bundespräsident hat mit seiner Foto-Verweigerung und sonstigen Brüskierung dieser kinderreichen Familie die einfachsten  Grundsätze von Fairneß und Höflichkeit gebrochen.  

Wenn selbst der Islam laut Christian Wulff „zu Deutschland gehört“ (einer muslimischen Familie gegenüber hätte er sich eine solch dreiste Art bzw.Unart vermutlich abgeschminkt), dann gehört eine traditionell-religiöse, christliche Familie erst recht zu Deutschland!

Im Oktober hat Dr. Dean Grunwald, jüdischer Pubizist und ehem. Chef der israelischen Presseagentur EIP-News, deutlich gegen das (Fehl-)Verhalten unseres  Bundesgrüßaugust protestiert  – ein hervorragender Kommentar, wie ich finde:

http://www.deangrunwald.com/2011/10/bundesprasident-wulff-diskriminiert-kinderreiche-familie-wegen-religion/      

Bereits Wulffs Rede zum Tag der Deutschen Einheit im Oktober 2010 lag „voll daneben“, wie ich damals schrieb:

http://www.kolibri-thueringen.de/Wulff_FK.pdf

Nicht zu vergessen seine fast schon peinliche Ansprache beim diesjährigen Papstempfang, wo er dem hohen Gast indirekt seine Privatprobleme servierte  –  und sich damit eher spätpubertär als staatsmännisch verhielt.

Noch schlimmer: danach unterschrieb er das lebensfeindliche PID-Gesetz, das zur Selektion und Vernichtung von Embryonen führt, der kleinsten Erscheinungsform des Menschen.

Überdies hatte sich Christian Wulff nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert, als er die Bundesbank vorzeitig zum Rauswurf des  SPD-Mitglieds und „Querdenkers“  Thilo Sarrazin drängte, nachdem dieser ein durchaus sachkundiges, aber kritisches Buch über mangelnde Integrationsbereitschaft vieler Einwanderern (zumal solche islamischer Herkunft) veröffentlicht hatte.

Folgendes kann angesichts der aktuellen Wulff-Debatte vielleicht auch bedacht werden: Hätte Wulff nicht seine Ehefrau verlassen und sich eine Geliebte namens Bettina an Land gezogen, die heute als „First Lady“ durchs Land flaniert, dann hätte er kein neues Haus benötigt  –  und den jetzigen Skandal gäbe es schlichtweg nicht.

Das ist der Fluch der bösen Tat, die fortzeugend Böses muß gebären„, schrieb Schiller einst in seinem Drama „Wallenstein“ – wie wahr!

Kommentare

8 Antworten

  1. Zur Pius-“Connection”: Das war vermutlich weniger eine Religionsdiskriminierung als ein peinlicher Akt, es sich ja nicht mit dem ZJD zu verscherzen, der mit der FSSPX gerade ordentlich im Clinch liegt. Da hätte Wulff wohl bei Graumann aufsalutieren müssen…
    Frohe Weihnachten!

  2. …mich erinnert die aktuelle Situation, an die des Verteidigungsministers a.D. Theodor Karl zu Guttenberg (Doktor ade). Zuerst wurde auch Verharmlost, dann kam eine Unschuldsbeteuerung und zuletzt mußte er seinen Hut nehmen…ob es bei dem Bundespräsidenten auch so ist? Ich denke…Ja, er wird das Amt nicht halten können. Mal schauen…;-)

    1. sorry…ich habe die Vornamen vertauscht, richtig heißt er:
      Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg.

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