Von Jörgen Bauer
„Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen“ (Hebräer 11,6). – Warum wird der christliche Glaube immer in einem Atemzug mit abergläubischen Praktiken, Wunderglaube versus wissenschaftlicher Erkenntnis usw. genannt, wie ich es dieser Tag wieder in einer Sendung erlebt habe? – Das hat doch nicht das Geringste miteinander zu tun.
Der christliche Glaube hängt eng mit der Sinnfrage zusammen, und die lautet: Hat mein Leben, hat die Welt einen Sinn oder ist alles nur mehr oder weniger blinder Zufall bzw. nur die Folge der Naturgesetze? 
Bei objektiver Betrachtung ist beides denkbar. Wer sich mit den Naturwissenschaften befasst, kommt aus dem Staunen über die sinnvollen, bis ins Feinste und Letzte ausgetüftelten, letztlich unbegreiflichen und unfassbaren Ordnungen nicht heraus. Dem Suchenden liegen hier handfeste, nicht zu leugnende Fakten vor.
Er muss entscheiden, ob das alles nur „sinnloser Zufall“ ist oder ob mehr dahinter steckt.
Wenn er darin einen Sinn erkennt, befindet er sich in bester Gesellschaft mit führenden Wissenschaftlern, die sagen, dass im Kosmos eine ungeheure, alle Vorstellungen übersteigende Intelligenz am Wirken ist – und er hat damit einen ersten Schritt zum Glauben getan.
Wissenschaft kann allerdings nur das Mess- und Beobachtbare wahrnehmen, ohne dabei das eigentliche Wesen der Dinge zu erkennen, weshalb eigentlich nicht verstehbar ist, warum einer Wissenschaft, die nur auf Beobachtung beruht, soviel Bedeutung beigemessen wird. Zwar werden aufgrund von Beobachtungen Theorien kreiert, die aber lediglich Modelle einer Wirklichkeit sein können, an die wir nie herankommen. 
Wie die Welt wirklich aussieht, wissen wir nicht. Das ist Fakt und keine philosophische Spekulation, denn wir wissen allenfalls das, was uns unsere Sinnesorgane vermitteln, die auf bestimmte Eigenschaften der Welt abgestimmt sind.
Es ist zudem ein Aberglaube, anzunehmen, dass alle Dinge so beschaffen sein müssen, dass man sie erforschen, verstehen und begreifen kann. Der Mensch hat das Denken nicht erfunden. Er macht hier von einer Möglichkeit Gebrauch, die ihm mitgegeben wurde, wobei die Grenzen, innerhalb derer er denken kann, von vornherein feststehen. Er kann sie nicht überschreiten.
Dass eine Ameise nichts von Astronomie versteht, ist für jeden „logisch“ und keiner Diskussion wert. Dass wir aber eine ebensolche Grenze haben, wie die Ameise, nur etwas höher angesiedelt, diese Einsicht bereitet nach wie vor Schwierigkeiten.
Und wie sieht es mit „Wundern“ aus? Das Christentum ist kein Wunderglaube. Gott kann Wunder wirken, aber davon hängt der Glaube nicht ab. Das Wunder darf zudem nicht an der falschen Stelle gesucht werden. Das eigentliche Wunder besteht darin, dass die Dinge so sind, wie sie sind, und es uns und die Welt überhaupt gibt. 
Falsch ist es auch, in Unerforschtem und Unerklärlichen einen Gottesbeweis zu sehen. Sobald das Unerforschte erforscht ist, kommt Gott in „Wohnraumnot“. Gott selbst ist unerforschlich. Wäre ER beweisbar, wäre ER nicht Gott.
Gott ist der Schöpfer und Konstrukteur, den man in seinen Werken ebenso wenig finden kann, wie den Ingenieur in einer von ihm konstruierten Maschine. Die Maschine ist lediglich ein Zeugnis dafür. dass es den Ingenieur gibt.
Erkannt zu haben, dass Gott existiert, reicht aber nicht aus. Auf was es ankommt, ist ein rettender Glaube, der uns unser Verhältnis zu Gott aufzeigt. Und hier geht es um den Glauben an Jesus Christus als unseren persönlichen Heiland und Erlöser – und das ist der Glaube, ohne den es unmöglich ist, Gott zu gefallen.
Das ist der Glaube, der nicht durch Überzeugungsarbeit, sondern nur durch den Geist Gottes gewirkt werden kann, der uns die Augen dazu ein weiteres Mal öffnen muss, damit wir weitere, tiefergehende Zusammenhänge erkennen, die sich allein aus der Naturbeobachtung und der Erkenntnis, dass es einen Gott gibt, nicht ergeben. 
Im Glauben geht es um eine übernatürliche Wirklichkeit, die sich unserem Begreifen völlig entzieht. Das Wissen um unsere Begrenztheit beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wenn aber schon diese Welt so unbegreiflich ist, wie muss es dann erst mit der unsichtbaren Wirklichkeit Gottes sein?
Advent heißt Ankunft. Erwartet wird die Ankunft eines großen Königs. Man denkt dabei zunächst an Weihnachten mit dem Kind in der Krippe. Dabei wird leicht übersehen, dass wir in einem Advent leben, bei dem es auch um die Wiederkunft Christi geht, der dann nicht mehr als armes Kind in der Krippe liegt, sondern unübersehbar als HERR aller Herren und Königs aller Könige erscheinen wird.
Titelbild: Evita Gründler





Total views : 10138458
9 Antworten
Dank für diese trocken vernünftig richtigen Worte!
JESU WORTE: die in Evangelien verschiedene Reihenfolge der Versuchungen Jesu – wenn aber in dem Beitrag stimmt ‚Wie die Welt wirklich aussieht, wissen wir nicht. Das ist Fakt und keine philosophische Spekulation, denn wir wissen allenfalls das, was uns unsere Sinnesorgane vermitteln, die auf bestimmte Eigenschaften der Welt abgestimmt sind‘, daß wir allenfalls wissen, was uns unsere Sinnensorgane vermitteln, wie ist dann eine verschiedene Reihenfolge der Versuchungen möglich? Dr. phil. Siegfried Paul Posch
Im Ernst ? DAS ist für Sie ein Problem? Wie können Sie überhaupt einen Fragezusammenhang konstruieren zwischen den verschiedenen Redaktionellen Vorgehensweiwen der Evangelisten und dem Problem der Erkenntnisgrenze unserer Sinnesorgane ?
Im übrigen: Bei den „Versuchungen Jesu“ war niemand dabei als Augenzeuge …. 🙂
JESU WORTE: die in den Evangelien verschiedene Reihenfolge der Versuchungen Jesu – WAR aber nicht ohne Schwierigkeit erkennbar, daß die Bedeutung meiner FRAGE im Hinblick auf Locke verstanden sein sollte, https://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke , wobei bei Locke aber ein ‚Fragezusammenhang‘ zwischen den Evangelisten Jesu und seiner Abhängigkeit von Luther und Calvin einerseits und seiner Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie andrersseits unmöglich in Abrede gestellt werden kann. – Ich war vor dem Sommer ‚1965‘ Austauschschüler des ‚King’s College‘ in Taunton, und blieb insbesondere zwei Gastfamilien verpflichtet, das britische Geistesleben auch unserem Sohn als sein Forschungsgebiet zu vermitteln zu versuchen. – Aber: Locke war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. Ich halte dafür, daß das seine Bedeutung einschränkt. Daß ein Kind an eine religiöse Gemeinde bindet, weil nur der liebe Gott das notwendige Recht verleihen kann, der Freiheit eines Kindes für die Erziehung Abbruch zu tun, kann, wer das nicht erfahren hat, nicht beurteilen
Dr. phil. Siegfried Paul Posch
Ich verbreite ein Traktat mit der Überschrift „Gibt es den Gott der Bibel und welche Konsequenzen hat das für Sie?“.
Der Apostel Paulus zitierte in seiner Areopag-Rede im Neuen Testament der Bibel auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen LOGOS, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“). Dieser Logos der Stoiker war bei ihnen das natürliche vernünftige göttliche Weltgesetz und die allgemeine natürliche vernünftige harmonische göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos.
https://static.uni-graz.at/fileadmin/kath-institute/Neues-Testament/Apg17_28.pdf
Die Apostelgeschichte, Kapitel 17
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg17.html
Apg 17,28 „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.“
Justin der Märtyrer knüpfte mit seiner Logos-Theologie an dieses Zitat des Apostels Paulus (neben dem Logos-Begriff des Johannes-Evangeliums im NT und der „Weisheitsliteratur“ des alten Testamentes) an, der Heilige Irenaeus von Lyon übernahm dessen Logos-Theologie von ihm und erweiterte sie noch. Der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel hinzu. Erwähnenswert wäre auch noch der jüdische Theologe Philo(n) von Alexandria. Clemens von Alexandria nimmt in den Stromateis sehr ausführlich auf ihn Bezug. Eusebius erörtert die Frage nach den Therapeuten in Philons Vita Contemplativa und zitiert aus verlorenen Schriften Philons in der Praeparatio Evangelica. Auch Origenes, Gregor von Nyssa, Ambrosius von Mailand, Hieronymus und Augustinus hatten ihm vieles zu verdanken, besonders die allegorische Bibelauslegung.
Der gläubige ehem. Leiter des Fachbereichs Informatik der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig, Prof. Dr. Werner Gitt, sagt, dass es ohne INFORMATION kein Leben gibt. Es geht nicht ohne Information. Der Informant ist GOTT selbst.
Werner Gitt
Information – Der Schlüssel zum Leben
Naturgesetze und die Herkunft des Lebens
Schlussfolgerungen, die die Existenz Gottes beweisen und Materialismus und Evolution widerlegen
Gegen die Lehraussagen von Atheismus, Materialismus, Evolution und Urknall sind schon viele plausible Einwände erhoben worden. Dieses Buch geht einen neuen Weg, indem die vier Pfeiler einer atheistischen Weltanschauung mithilfe von Naturgesetzen widerlegt werden.
Wenn es gelingt, Naturgesetze zu finden, die den obigen Ideen widersprechen, dann haben wir diese mit der gleichen Wirksamkeit zu Fall gebracht, wie Naturgesetze ein Perpetuum mobile – also eine Maschine, die ständig ohne Energiezufuhr läuft – für unmöglich erklären. Genau das ist das Anliegen dieses Buches.
Die Merkmale in allen Lebewesen sind informationsbasiert, und die Lebensabläufe sind informationsgesteuert. Wollen wir etwas aussagen über die Herkunft des Lebens oder das Wesen des Lebendigen, dann müssen wir zuerst klären, was Information ist, wie sie entsteht und welche Gesetzmäßigkeiten für sie gelten. Abweichend von der weithin üblichen materialistischen Betrachtungsweise dieser Welt unterscheidet der Autor zwischen materiellen und nicht-materiellen Größen.
Erstmals wird nachgewiesen, dass Information eine nicht-materielle Größe ist, die darum auch nicht von einer materiellen Quelle stammen kann. Im Zentrum der hier ausführlich dargelegten »Theorie der Universellen Information« stehen einige »Naturgesetze der Universellen Information«. Ihre konsequente Anwendung führt zu weitreichenden Schlussfolgerungen, was den Ursprung allen Lebens betrifft.
Kurzlink zu diesem Buch: https://wernergitt.de/information
512 Seiten, Paperback, Best.-Nr. 256347
ISBN: 978-3-86699-347-1
€ 9,90
inkl. 7% MwSt. zzgl. Versand
Vielen Dank!
Ja, Gott hat sich offenbart – in Seiner Schöpfung und in Seinem Wort.
Und beides stimmt miteinander überein.
Auf dieser Grundlage haben gläubige Christen wie Galileo Galilei, Isaac Newton, Blaise Pascal, Boyle, Kelvin, Faraday, Gregor Mendel und viele andere die analytische Naturwissenschaft entwickelt.
Gregor Mendel hat in unfassbar sorgfältiger und ausdauernder wissenschaftlicher Arbeit das Prinzp der Entstehung der Arten innerhalb von biologischen Familen entdeckt.
Das ist sein drittes genetische Gesetz, die Rekombination der Merkmalsausprägungen.
Gregor Mendel entspricht damit genau den Aussagen der Bibel im Schöpfungsbericht.
https://www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/n270_gregor_mendel__die_entstehung_der_arten_und_schoepfung.php
Weil wir durch die Übereinstimmung der Schöpfung mit dem Wort Gottes eine zuverlässige Basis für Wahrheitsfindung haben, können wir auch in unserem übrigen irdischen Suchen nach Wahrheit hoffnungsvoll alle relevanten Beobachtungen sammeln, alle Hintergründe und Zusammenhänge, Perspektiven und Aspekte beleuchten und uns mit logischer Konsequenz der Wirklichkeit zuversichtlich nähern, um Lügen und Betrug aufzudecken oder zu vermeiden.
Das bezieht sich nicht nur auf die Geschäftsmodelle Corona, Klimawandel, Energiekrise, Migration und Ukrainekrieg, sodndern auch auf alle Schiritte zum Totalitarismus wie KI, CBDC, Stablecoins usw.
https://www.youtube.com/watch?v=VVa_MhWcyj8
Die Vernehmung des Herrn Drosten – Prof. Homburg
https://www.youtube.com/watch?v=M6mikJ_FB1Q
EU-Eskalation gegen Elon Musk: „Dragonische Strafen geplant!“
https://www.youtube.com/watch?v=6hjeA53X9n8
Peter Hahne aus den USA: „Deutschland ist bereits pleite“ (die schockierende Analyse)
https://www.youtube.com/watch?v=IfKnHwHaryM
Plötzlich zeigt Alice Weidel dem Moderatoar den Scheibenwischer, als er die Nazi-Keule auspackt.
https://tkp.at/2025/09/28/eu-entwickelt-sich-in-richtung-totalitarismus/
JESU WORTE ‚Mt. 17,20‘: ‚Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Berg da sagen: Rück von hier dorthin!‘ Aber ist nicht die schwierige Bedeutung von JESU WORTEN, daß ich sagen können muß, aus welchem GRUND ich den Berg versetzen will, weil der Glaube eben nichts mit ‚abergläubischen Praktiken‘, esoterischen oder nicht esoterischen Zauberkunststücken, zu tun hat? Nicht genannt scheint mir auf dieser Internetseite Kepler, sauf erreur, französisch, wenn ich nicht irre, der doch für die FRAGE der Beziehung zwischen moderner oder antiker Naturwissenschaft einerseits und dem Bekenntnis zu Jesus Christus andrerseits im Vordergrund stehen wird – ich schlug gerade das Buch unseres Sohnes ‚JOHANNES KEPLER – DIE ENTDECKUNG DER WELTHARMONIE‘ {www.theiss.de, ISBN 978-3-8062-3452-7) auf. – Aber den GLAUBEN im Hinblick auf die WIEDERKUNFT JESU hatte die Katechese zum ‚1. Adventsonntag‘, ’30. November 2025′, von Dr. Nina Heereman zu Gegenstand, ich versuchte, dazu eine Frage zu stellen. Nun scheint uns jedoch die Katechese zum ‚7. Dezember 2025‘, https://www.youtube.com/watch?v=UV-jP2agjTI , in einer Anspannung zu stehen, für die vielleicht wirklich ‚tragisch‘ das richtige Wort ist. Gipfelnd in dem offensichtlichen Irrtum, ‚Minute 23‘, mit Transkription, daß der T ä u f e r J o h a n n e s nicht im Evangelium des Jüngers, welchen Jesus liebt und welcher bei Jesu letztem Abendmahl an Jesu Brust liegt, den Satz sagt: ‚Ich taufe euch mit Wasser; es kommt aber einer, der stärker ist als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Riemen seiner Schuhe zu lösen. Er wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.‘ Auf dem Video würde man lesen und hören: ‚mit Wasser‘ – als Versehen wohl evident, und eben auch wohl nicht Streitgegenstand, daß das beim Weihnachtsevangelisten und Arzt, Lukas, ‚3,36‘, stünde. Aber: WER kann eine plausible Bedeutung angeben – was das heißt, MIT FEUER TAUFEN? Dr. phil. Siegfried Paul Posch