Von Pastor Anton Behrens
Jesus sprach nach seiner Auferstehung zu den Jüngern: „Welchen ihr die Sünden erlaßt, denen sind sie erlassen – und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.“ – Und Thomas bekannte: „MEIN HERR UND MEIN GOTT!“ 
Zwei ergreifende Ereignisse sind es, die uns hier im Neuen Testament dargestellt werden:
Da ist das erste Auftreten Jesu am Ostersonntag in der gesamten versammelten Jüngerschar: Jesus ißt vor ihren Augen einen Fisch, damit alle Zweifel beseitigt werden!
Und dann sendet ER sie, um seine Erlösungstat und die Vergebung der Sünden in die Welt zu tragen. Auch das Beichtsakrament wird uns geschenkt. Welch ein Auftrag an die Jünger und ihre Nachfolger! Welch eine Gnade für alle Gläubigen!
Und dann die Begegnung mit Thomas, dem „Zweifler“: „Komm, leg deinen Finger in meine Seite…!“
Das geht durch Mark und Bein, es bedeutet noch weit mehr als das Fischessen. Nie wird er das vergessen. Ja, Jesus ist wahrhaft auferstanden! ER lebt mit Leib und Seele.
Diese Botschaft führt den Apostel in die Welt; treibt ihn, hinauszuziehen – nach Syrien, Babylonien, Persien bis nach Südindien, wo er schließlich ermordet wird – so daß er nun für immer den Auferstandenen in ganzer Pracht und Herrlichkeit erleben kann!
Die vielen Christen in Indien tragen auch heute diese Botschaft in die Welt – auch zu uns. Dank dem Apostel Thomas! Dank den Priestern und Schwestern, die von dort zu uns kommen.






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Ein Kommentar
Die Thomas-Christen der Thomas-Kirchen Indiens stehen teilweise in Kirchenunion mit der römisch-katholischen Kirche und teilweise in einer Kirchenunion mit der syrischen bzw. assyrischen Kirche von Antiochien. Auch diese führt sich u.a. auf den Apostel Petrus (neben Thaddäus und eben Thomas) zurück. Und zählt noch den 1. Clemensbrief zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel hinzu. Die Thomas-Christen haben eine eigene alte spirituelle Dhyana(m)-Meditationspraxis.