Aus einer Predigt Papst Benedikts vom 1.4.2010:
Durch die Geschichte von der Taube mit dem Ölzweig, die das Ende der Flut und so den neuen Frieden Gottes mit der Welt der Menschen verkündete, ist nicht nur die Taube, sondern auch der Ölzweig und das Öl selber zum Symbol des Friedens geworden.
Die Christen der ersten Jahrhunderte liebten es, die Grabstätten ihrer Toten mit Siegeskranz und Olivenzweig, dem Symbol des Friedens, zu schmücken. Sie wußten, daß Christus den Tod besiegt hat und daß ihre Toten im Frieden Christi ruhten. Daß sie selber von Christus erwartet wurden, der ihnen seinen Frieden verheißen hatte, den die Welt nicht geben kann.
Sie erinnerten sich daran, daß das erste Wort des Auferstandenen an die Seinen lautete: Friede sei mit euch (Joh 20,19). ER selbst bringt gleichsam den Ölzweig, trägt seinen Frieden in die Welt herein. ER verkündet Gottes rettende Güte. ER ist unser Friede.
So sollten Christen Menschen des Friedens sein, die das Geheimnis des Kreuzes als Geheimnis der Versöhnung erkennen und leben. Christus siegt nicht durch das Schwert, sondern durch das Kreuz. ER siegt durch die Kraft seiner größeren Liebe.
Und gerade so ist es das Siegeszeichen Gottes, das den neuen Weg Jesu verkündigt.
Titelbild: Pater Michael Gebhart OSB






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8 Kommentare
Danke für die Predigten und sehr tiefen Auslegungen des Wortes Gottes durch Papst Benedikt, Josef Ratzinger! Er hat Jesus persönlich als seinen Erlöser erfahren und trägt diese Botschaft als Einladung für jeden mit seinen Auslegungen weiter. Jesus ist die Auferstehung und das Leben, und niemand kommt zum Vater ohne ihn.
Ich finde es gut, dass hier ständig Predigten von Papst Benedikt XVI./ Joseph Ratzinger veröffentlicht werden. So haben mehr Leute Gelegenheit, sich von seiner blühenden Phantasie zu überzeugen und selbst zu entscheiden, ob hier wirklich ein theologisch gebildeter Katholik oder vielmehr gewitzter Fabulant und Bibelverdreher mit ideologischem Programm zum Vorschein kommt.
Liebe Claudia,
ich stimme Ihnen aus ganzem Herzen zu!
Ich glaube nur was in der BIBEL steht und nicht an irgendwelche Interpretationen, egal von wem,
die nicht bibelkonform sind.
Liebe LUISE59,
danke für die Zustimmung. Ich möchte nur eines klarstellen, damit kein Mißverständnis aufkommt: ich bin katholisch und lege nicht nur Wert auf die Bibel, sondern auch auf Tradition und Überlieferung. Und die letzten Päpste haben meines Erachtens diese Linie eindeutig verlassen. Es wird nicht nur die Bibel sondern praktisch alles geradezu negiert, was das Katholische ausmacht. Deswegen meine Kritik.
Ich wünsche Ihnen und bei der Gelegenheit allen, die an diesem Blog beteiligt sind, frohe Ostern!
Liebe Claudia ,
sind wir nicht alle Glieder am LEIB CHRISTI?
In 1.Korinther12:
Hier erklärt Paulus das Konzept vom LEIB CHRISTI. So wie ein menschlicher Körper viele verschiedene Körperteile
(Glieder) hat , die alle eine andere Aufgabe haben, aber zusammengehören, so ist es auch mit der GEMEINSCHAFT DER GLÄUBIGEN.
Galater 3,28: Dort heißt es konkret:“ Hier ist nicht Jude, noch Grieche , hier ist nicht Sklave noch Freier , hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid
ALLESAMT EINER IN CHRISTUS JESUS.“
Ja absolut, natürlich, dagegen ist nichts einzuwenden. Das ist die gemeinsame Basis.
Unvergessen: Benedikt…. Peter Hahne nennt Ihn „meinen intelligentesten Leser“…..
Ich schrieb ja schon: Hahne soll konvertieren, das wäre folgerichtig.