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Dem Siemens-Konzern geht Profitmaximierung über alles: Mütter werden mit Zuschüssen zurückgelockt

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Welche Politik betreibt der Siemens-Konzern gegenüber Frauen, Familien und Kindern?   –  Unter der Überschrift “Siemens macht Betreuungsgeld Konkurrenz” wird deutlich, worum es dem Weltkonzern geht.

Hier der Text in der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom 29.12.2012:

“Mit einem Kinderbetreuungszuschuss von bis zu 500 Euro pro Monat will Siemens seine Mitarbeiter ermuntern, nach der Geburt eines Kindes schnell wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Mitarbeiter in Elternzeit, die schon während der ersten 14 Lebensmonate des Kindes in Teilzeit wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, können bis zu 500 Euro pro Kind und Monat für die Betreuungskosten erhalten.”

Siemens fragt nicht, was für das Kind und seine Entwicklung am Besten ist. Siemens fragt auch nicht, wie die Mutter mit ihrer Doppelaufgabe, nämlich außerhäusliche Arbeit und Kindererziehung zurechtkommt.

Sebstverständlich will der Konzern maximale Leistung am Arbeitsplatz. Worum es Siemens geht, ist   –  kurz ausgedrückt  –  die Arbeitskraft junger gut ausgebildeter Frauen zur Profitmaximierung. Das ist gut für die Führungskräfte und Aktionäre.

Ein traditionsreicher Konzern sollte in Generationen denken. Frauen, die bei Siemens arbeiten und ein Kind bekommen, werden kaum motiviert, ein zweites Kind aufzuziehen. Das mag dem Weltkonzern wurst sein. Er wird, wenn die nächste Generation mit noch weniger Kindern ansteht, seine Produktionsstätten dorthin transferieren, wo es mehr Kinder gibt. Dann stimmt die Konzernbilanz wieder!

Quelle: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/

Kommentare

7 Kommentare

  1. Zur Tagesmutter muß aber eine Frau auch geboren sein, das ist schon eine sehr große Verantwortung.

    Ich kenne eine „Tagesmutter“, die nimmt Babies, Kinder in Pflege für ein paar Wochen und das ist ja noch schwieriger als mal tagsüber für ein paar Stunden.

    Das schwierige ist immer wieder die Trennung von den Kindern.

    Wenn mir jemand mal sein Baby für ne Stunde zum Spazierenfahren vorbeibringt habe ich nichts dagegen.

    Ehrenamtliche Aufgaben gibt es sehr viele. Man kann auch Krankenbesuche machen,
    da muß man aber auch dafür geschaffen sein – denn da gilt ja dann auch die Schweigepflicht usw.

    Jetzt fällt mir noch was ein. Kennt jemand den Kinofilm „Die Wand“ – da waren wir gestern.

    Die Frau in dem Film war ja auch total alleine, die hatte nur noch sich, ein paar Tiere und hat es geschafft, nicht komplett durchzudrehen.

    Wir haben ja den PC, das Radio, das Fernsehen, das Telefon – so ganz alleine sind wir ja nicht, selbst wenn wir alleine sind.

    Der Film war eine Sondervorführung und ich war total überrascht wieviele Frauen und Männer so im Alter von 45 bis 70/75 während der Woche sich einen Kinofilm anschauen. Der Saal war komplett ausverkauft.

  2. Wenn die CSU den Müttern Geld gibt, ist das gut, macht das SIEMENS ist es schlecht. Und die Mütter bekommen von SIEMENS sehr viel mehr Geld als von der CSU an Betreuungsgeld und dass dieses Geld auch die Alterssicherung der Frauen mehr befördern wird als jemals das Betreuungsgeld. Und dass das mit den Kindern auch klappt haben die Kriegerwitwen nach dem zweiten Weltkrieg bewiesen. Die mussten arbeiten, sonst wären ihre Kinder und sie verhungert mit der grosszügigen Hinterbliebenenrente.

    1. Guten Tag,
      der Unterschied zwischen der CSU und Siemens besteht darin, daß das „CSU-Geld“ (Betreuungsgeld, für das die CSU sich als einzige Partei richtig stark machte) jenen Frauen zugute kommt, die ihre Kinder zuhause erziehen – und das Siemens-Geld jenen, die schnell wieder in den Beruf zurückkehren: Der Firmen-Zuschuß soll die Kosten der Fremdbetreuung auffangen helfen!
      Im übrigen können Sie Notzeiten wie jene nach dem Krieg nicht mit heute vergleichen. „Not kennt kein Gebot“, sagt ein Sprichwort.
      Niemand verurteilt Mütter, die aus wirtschaftlichen Gründen arbeiten müssen und daher ihre Kinder früh in die Krippe geben. Das Problem besteht darin, daß auch jene Mütter von Medien und Politik dazu gedrängt werden, die es finanziell nicht nötig haben, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen – all dies geschieht dann auf Kosten der Kinder und manchmal auch zu Lasten der seelischen Gesundheit der Mütter aufgrund ihrer Doppelbelastung.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Es gehen so viele Mütter bereits spätestens nach einem Jahr wieder arbeiten,
        dass ich mir eh vorstellen kann die Elternzeit von 3 Jahren gehört irgendwann der
        Vergangenheit an.

        Ich bin daheim aber ich muß sagen, Kinder von berufstätigen Eltern werden früher
        selbständig. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

        Wenn ich mir aber vorstelle, wieviele 10jährige bereits mittags um ca. 14 Uhr nach Hause kommen und dort dann mutterseelenalleine bis 18/19.oo Uhr in der Wohnung sind und das fast täglich – da kann man sich vorstellen, mit was die sich beschäftigen.

        Und wenn ich mir vorstelle, wieviele Kindergartenkinder krank in den Kindergarten geschickt werden – trotz Fieber, trotz „Antibiotikabehandlung“, weil die Eltern sich nicht trauen,
        diese 10 Tage in Anspruch zu nehmen (weil der Chef das nicht so gerne sieht) –
        wirds mir echt schlecht.

      2. Habe eine Zahl im Kopf von heute morgen: 70 %.

        Kann es sein, dass 70 % der Frauen trotz kleinster Kinder bereits wieder berufstätig sind.

        Viele Frauen sind alleinerziehend und „müssen“ arbeiten gehen.

        Die Gründe für Frauen, die finanziell nicht unbedingt arbeiten gehen müssen und es trotzdem tun:

        – zu Hause ist man so alleine – kein Gesprächspartner in der Nähe (das stimmt !!!)
        (früher sind die Mütter an den Gartenzaun gegangen – aber kein Nachbar ist
        vormittags zu Hause)

        – 13 Jahre war eine zu Hause, niemals ist sie gelobt worden, alles ist selbstverständlich
        und im Gegenteil, es wird geknurrt wenn nicht alles korrekt ist – an der Arbeit
        bekommt man wenigstens mal wieder Komplimente-

        – eine sagte, ich bin für zwei Kinder zu Hause geblieben – beim dritten gehe ich
        gleich wieder arbeiten, das ist nervenschonender

        – Frauen können heute kaum (so wie früher) „Geld für die Familie“ sparen,
        in dem sie zu Hause bleiben. Früher haben Mütter doch viel für die Familie
        genäht, gestrickt, im Garten hatten sie viel zu tun.

        – Frauen waren sich früher ihrer Männer sicherer. Das Risiko, dass der Mann
        die Frau verläßt ist doch schon sehr groß heute und dann steht man da,
        total abhängig finanziell von ihm.

        Der Worte sind genug gewechselt, jetzt muß ich noch etwas anderes machen.

        1. Guten Tag,
          in Deutschland sind 2/3 der Mütter berufstätig. Wieweit sich die Zahl konkret bei Müttern von Säuglingen verändert, weiß ich nicht; jedenfalls ist sie geringer als die allgemeine Quote.
          Damit Müttern, die der kleinen Kinder zuliebe auf ihre Erwerbstätigkeit verzichten, nicht die berühmte „Decke auf den Kopf“ fällt, empfiehlt sich ehrenamtlicher Einsatz in Vereinen oder Parteien – Engagement für die Kirche durch Leserbriefschreiben, Internet-Posts/Bloggen – oder zB. Telefonseelsorge; zudem kann sie evtl. „Tagesmutter“ werden (eine Tagesmutter als „Fremdbetreuung“ ist ein weitaus kleineres Übel als eine Kita bzw. Krippe) – oder Hausaufgaben-Betreuung, Nachhilfe für schwächere Schüler gegen Taschengeld anbieten etc.
          Freundlichen Gruß!
          Felizitas Küble

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