Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Jesaja 49,3.5-6.
Der HERR sagte zu mir:
Du bist mein Knecht, Israel,
an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
Du bist mein Knecht, Israel,
an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
.
Jetzt aber hat der HERR gesprochen,
der mich schon im Mutterleib
zu seinem Knecht geformt hat,
damit ich Jakob zu ihm heimführe
und Israel bei ihm versammelt werde.
der mich schon im Mutterleib
zu seinem Knecht geformt hat,
damit ich Jakob zu ihm heimführe
und Israel bei ihm versammelt werde.
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So wurde ich in den Augen des HERRN geehrt
und mein Gott war meine Stärke.
und mein Gott war meine Stärke.
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Und ER sprach:
Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist,
nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten
und die Verschonten Israels heimzuführen.
Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist,
nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten
und die Verschonten Israels heimzuführen.
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Ich mache dich zum Licht der Nationen;
damit mein Heil ausreicht
damit mein Heil ausreicht
bis an das Ende der Erde.






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2 Antworten
Im Zentrum der Kapitel 49 bis 66 des Buches Jesaja steht der Messias Israels. Das 49. Kapitel ist insofern interessant, als wir dort in den Versen 1-12 die Berufung des Messias, seine Befähigung, seine Eignung und auch seinen Auftrag finden. Im direkten Zusammenhang mit dieser Schilderung, führen die Verse 13-26 zu Zion über, der künftigen Wohnung Gottes mitten in Israel, dessen (Zions) Versöhnung mit Gott, Zions Wiederherstellung und dessen nachfolgende gewaltige Auswirkung auf die Nationen. Dies alles bewirkt der Messias, der Heilige Israels, zu seiner Zeit. Noch ist es nicht so weit.
In diesem gesamten Zusammenhang lesen wir, dass Gott ihn, den Messias, vom Mutterleib an gerufen und seines Namens gedacht hat, noch vor seiner Geburt (Jesaja 49, 1). Als der Erzengel Gabriel zu Maria kam, sagte er zu ihr: „Siehe Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Jesus nennen“ (Lukas 1, 31). Weiter sagte er, und damit umriss der Engel auch schon eine der Aufgaben, die Jesus, der Messias ausführen würde: „Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott, der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird ein König sein über das Haus Jakob für immer, und seines Königreichs wird kein Ende sein“ (Lukas 1, 32. 33) Das Haus Jakob, alle zwölf Stämme Israels, diejenigen die die letzte große Verfolgung überstehen, werden von ihm zu Gott bekehrt werden. Denn die heutige Schriftstelle erwähnt: „Und nun spricht der Herr, der mich von Mutterleib an zu seinem Knecht bereitet hat, dass ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf dass Israel nicht ganz hinweggerafft werde.“ (Jesaja 49, 5) Aber es sollen nicht nur alle Israeliten zu Gott kommen, sondern „es ist zu wenig, das du mein Knecht bist, die (zwölf) Stämme Israels aufzurichten und die Übriggebliebenen Israels wiederzubringen; sondern ich habe dich auch zum Licht der Nationen gemacht, dass du mein Heil bist bis ans Ende der Welt.“ (Jesaja 49, 5. 6)
Simon, der wie die Prophetin Hanna, auf das Erscheinen des Messias wartete (Lukas 2, 25- 40), traf im Jerusalemer Tempel auf den acht Tage alten Jesus und sagte, als er ihn auf seine Arme nahm: „Herr, nun lässt du deinen Diener [ihn selbst] in Frieden dahinfahren … denn meine Augen haben deinen Heiland [den Messias] gesehen, welchen du für alle Völker vorbereitet hast, ein Licht, die Nationen zu erleuchten, und zum Preis deines Volkes Israel.“ (Lukas 2, 29-32)
Paulus spricht diesen wunderbaren Sachverhalt auch kurz an, wenn er im Römerbrief schreibt: “ Ich sage aber, Dass Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Juden, um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um zu bestätigen die Verheißungen, die den Vätern [Israels und Judas] geschehen sind; Dass die Nationen aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht, ‚Darum will ich dich loben unter den Nationen und deinem Namen singen‘; und abermals spricht er: ‚ Freuet euch ihr Nationen, und preiset ihn allen Völker!‘ und nochmals spricht Jesaja: ‚Es wird sein die Wurzel Jesse’s, und der auferstehen wird, um über die Nationen zu herrschen; auf diesen werden die Nationen hoffen.“ (Römer 15, 8 -12)