Von Felizitas Küble
Am 15. April 2026 tagte im ostwestfälischen Bünde in der vollbesetzten Stadthalle ein bewegendes Abendsymposium mit einem ausgewiesenen Experten vor einem mittelständisch geprägten Publikum.
Der mehrfache Buchautor und Rechtsanwalt Carlos A. Gebauer (siehe Fotos) befaßte sich in seiner fundierten, auch rechtsphilosophisch erhellenden Rede mit einem Themenfeld, das ebenso grundlegend wie aktuell ist. Dabei ging es bei dem Vortragstitel „Ein Land im Umbruch“ besonders um das Wesen und die heutige Situation des Rechtsstaates, wie der Veranstalter Manfred Bulk in seiner Begrüßung und Einführung erläuterte. 
Er verwies auf das große KI-Schaubild auf der Leinwand (siehe Titelfoto), das die Fragestellungen des Abends verdeutlicht hat: Rechts thront der Herrscher, links steht vereint das Volk, in der Mitte sehen wir ein Gesetzbuch, darüber schwebt die Symbolfigur der Justitia.
Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Gebauer erwies sich dabei als Idealbesetzung für diese Fragestellungen. Er ist Vorsitzender des neu gegründeten Javier Milei-Institutes für Deregulierung in Europa und Vorstandsmitglied der klassisch-liberalen Hayek-Gesellschaft.
Der marktwirtschaftlich orientierte Jurist und erfahrene Fachanwalt für Medizinrecht war am 26.2.2026 als Sachverständiger für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zur Aufarbeitung der Coronakrise geladen. Außerdem ist Gebauer Vorsitzender des Disziplinarsenates am Anwaltsgerichtshof NRW.
Sein während des Corona-Lockdowns 2021entstandenes Buch mit dem Titel „Grundgesetz 2030“ fand nach seinem Vortrag einen reißenden Absatz am Büchertisch im Foyer der Stadthalle – es war schon bald vorzeitig vergriffen, so daß etliche Interessenten leer ausgingen. 
Freiheit, Ethos, Rechtsstaat, Bürgerrechte und Marktwirtschaft sind wesentliche Stichworte seiner zahlreichen Veröffentlichungen. Vor zwei Jahren erschien sein Buch „Hayeks Warnung vor der Knechtschaft“, in dem er sich mit dem Jahrhundertwerk „Der Weg zur Knechtschaft“ von Friedrich August von Hayek befaßt.
Darin warnte dieser überragende Wirtschaftswissenschaftler bereits im Jahre 1944 sowohl vor dem braunen wie vor dem roten Sozialismus und einer verfehlten bis ruinösen Planwirtschaft durch einen übergriffigen Staat.
Gebauer veröffentlicht in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften, darunter in der FAZ, dem libertären Magazin „eigentümlich frei“ sowie in den „Freiheitsfunken“ aus der Schweiz. Als erklärter Freund eines Minimalstaates vertritt er bei alledem keine schrankenlose Anarcho-Freiheitsidee ohne Wertefundament, sondern betont im Gegenteil die nötige ethisch-sittliche Basis des Rechtsstaats und unseres Gemeinwesens. 
Das zeigte sich sehr präzise auch bei seinem lebendig vorgetragenen, durchweg verständlich abgefaßten Vortrag in Bünde.
Gebauer erwähnte darin den Unterschied zwischen Recht und Gesetz – und ein funktionierender Rechtsstaat enthält beide Bereiche. Würde in einer bedenklichen Engführung allein das Gesetz gelten, ergäbe sich daraus ein formaljuristischer Rechtspositivismus ohne ausreichende ethische Grundlage.
Zugleich beruhen auch Recht und Gesetz auf tieferen Fundamenten. Gebauer formulierte dazu folgende Begriffe aus der römischen Rechtstradition:
FAS: Damit ist das unantastbare Naturgesetz bzw. göttliche Recht gemeint, sozusagen die „heilige Ordnung“, die über allen menschengemachten Sitten und Gesetzen steht.
MOS: Der Ausdruck steht für Sitte und Brauchtum, für das, was sich „althergebracht“ bewährt hat.
IUS: Hier geht es um die Rechtsordnung als solche, die ethisch verbindlich und im Extremfall auch durchaus „strafbewehrt“ ist, also Verstöße gegen das Recht ahndet. Freilich gilt dabei im konkreten Fall der römische Grundsatz: „Keine Strafe ohne Gesetz“. 
LEX: Darunter sind die Gesetze und Verordnungen der „Obrigkeit“ zu verstehen; diese können rechtskonform (dem IUS entsprechend) sein – oder auch nicht, denn Herrscher oder Regierungen (erst recht Diktaturen) können auch willkürliche Gesetze erlassen und damit gleichsam „gesetzliches Unrecht“ einführen.
Diese römischen Rechtsprinzipien beschränken sich nicht auf eine verflossene Bedeutung, sondern beanspruchen eine universale Gültigkeit, betreffen also die Menschheit allgemein, nicht nur eine bestimmte Zeit oder Region.
Im Idealfall sind IUS und LEX deckungsgleich: Wenn das Gesetzbuch also tatsächlich das Recht wiedergibt bzw. abbildet.
Gebauer unternahm nach diesen rechtsethischen Ausführungen einen aufschlußreichen Exkurs in die europäische Geschichte: 
Nachdem in der Spätantike 476 n. Chr. das weströmische Reich zusammenbrach, existierte weiterhin das oströmische Reich mit Sitz in Byzanz (Konstantinopel, heute Istanbul). Der dortige christliche Kaiser Justinian sammelte im 6. Jahrh. mit seinen Juristen und Gelehrten die alten römischen Rechts(grund)sätze. Letztlich geht auch unser BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) auf das Römische Recht bzw. Kaiser Justinians Arbeit zurück.
Im Hochmittelalter begründete Irenäus (1070 – 1150) die berühmte und angesehene „Rechtsschule von Bologna“, die Kontinental-Europa geprägt hat (England hat eine andere Rechtstradition entwickelt).
Nach der von Napoleon herbeigeführten Abschaffung des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ erfolgte die deutsche Reichseinheit unter Bismarck im Jahre 1871, wodurch auch ein einheitliches Recht bzw. eine Rechtseinheit innerhalb Deutschlands zustandekam. 1896 entstand das BGB, 1918/1919 wurde der preußische König – zugleich deutscher Kaiser – durch eine parlamentarische Demokratie ersetzt. 
Die Demokratie – in der das Mehrheitsprinzip gilt – soll nach der Regelung des Grundgesetzes zugleich eine Republik sein, was beinhaltet: Alle Bürger können grundsätzlich an der Gestaltung des Gemeinwesens teilhaben. Somit dürfen in einer rechtsstaatlichen und republikanischen Demokratie z.B. die Rechte von Minderheiten wie auch die Menschenrechte einzelner nicht durch „Mehrheitsentscheidungen“ abgeschafft oder verletzt werden.
Somit ist es Aufgabe der Justitia, des praktizierten Rechts, wenn immer nötig einen Interessensausgleich zwischen dem Mehrheitswillen einerseits und dem republikanischen Anspruch andererseits herzustellen.
Wichtig sei dabei ein umfassender Sachverstand, erklärte der Redner weiter, weshalb gute Richter bei schwierigen Entscheidungen auf den Rat kompetenter Sachverständiger zurückgreifen. Daher sei es wünschenswert, so Gebauer, wenn an juristischen Fakultäten auch Wissenschaftstheorie und ähnlich geistesverwandte Fächer gelehrt würden, also eine interdisziplinäre Sichtweise entsteht, um das Blickfeld über den bloß juristischen Tellerrand hinaus zu erweitern.
Wenn Richter allzu „eindimensional“ denken und urteilen, könne das zu verfehlten Entscheidungen führen, beklagte der Rechtsanwalt. Zudem gehöre eine gute Portion Selbstkritik und stets demütige Selbstbescheidung gerade bei politischen Streitfragen zum richterlichen Amt. 
Nicht ohne Grund betont das Grundgesetz in seiner Präambel die „Verantwortung vor Gott und den Menschen“. Auch die Formulierung, das GG „bekenne“ sich zu den Menschenrechten, setzt die Existenz derselben voraus, da man sich sinnvollerweise nur zu etwas „bekennen“ kann, was bereits vorhanden ist, also nicht etwa erst neu eingeführt wird, erklärte Gebauer.
Das gelte auch für das im Grundgesetz ausdrücklich erwähnte „Sittengesetz“, das als Schranke für ein ausuferndes Freiheitsverständnis dient. Aus Verstößen gegen die Sitte ergibt sich das bekannte Wort von der „Sittenwidrigkeit“.
Das Volk sollte sich keineswegs nur als passiver Zuschauer der Justitia fühlen oder gar resignieren, sondern möglichst aktiv einbringen, vor allem, wenn es Sitte und Recht durch Gesetzeswillkür bedroht sieht. 
Auch Richter seien durchaus an der allgemeinen Stimmungslage des Volkes interessiert, gab Gebauer zu bedenken. Der Bürger sollte auch Medienmanipulationen aufdecken, seine Meinung frei äußern, freilich von der Art und Weise her entsprechend der „Sitte“ und den guten Regeln des Miteinanders, wozu Toleranz, Respekt und Unterscheidungsfähigkeit zählen.
Wie sehr der Redner sein klassisch-liberales Freiheitsverständnis an sittlichen und rechtsphilosophischen Prinzipien ausrichtet, zeigte seine zustimmende Erwähnung des sog. „Böckenförde-Diktum“:
Dieser bekannte Kernsatz, den der Staatsrechtler Prof. Dr. Ernst-Wolfgang Böckenförde erstmals 1964 geäußert hat,, lautet folgendermaßen: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann“. 
Somit beruht auch und gerade unsere liberale Demokratie und unser moderner Rechtsstaat letztlich auf übergeordneten moralischen Fundamenten, auf bewährten Tugenden, auf menschlichen Werten, die sich in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht durch Gesetze erzwingen lassen, sondern diesen „vorgelagert“ sind.
BILD: Rechtsanwalt Gebauer beim Signieren seiner Bücher
Carlos A. Gebauer erhielt nach seiner ebenso fesselnden wie tiefschürfenden Rede einen langanhaltenden Beifall der Versammelten und ein großes Dankeschön durch den Veranstalter Manfred Bulk (siehe Foto).
Bulk erwähnte sodann die Verleihung des Roland-Baader-Preises an Gebauer vor zwei Jahren. 
Mit dem besagten Schriftsteller und Ökonom Baader war unsere Redaktion übrigens bis zu dessen Tod im Jahre 2012 freundschaftlich verbunden. Der Autor wegweisender Bücher wie „Kreide für den Wolf“, in denen er Sozialismus und Kollektivismus scharfsinnig widerlegte, hat unsere Arbeit über viele Jahre hinweg unterstützt.
Der bekennende Katholik und freiheitliche Marktwirtschaftler hat unter den Titel „Die betrogene Generation“ auch für jüngere Leser ein aufklärendes Buch herausgebracht, das sie zu kritischem Denken und mündiger Bürgerschaft ermutigt.
Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, wobei sie dieses CHRISTLICHE FORUM ehrenamtlich betreibt






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6 Kommentare
Ich möchte ausdrücklich schreiben, dass ich wirklich sehr erschüttert darüber bin, daß es zu diesem ENORM WICHTIGEN THEMA bisher nur > 5 < Leser-Kommentare gibt !!!
ABSOLUT ERSCHÜTTERND ist, daß der Corona-Faschismus heute „wirklich niemand“ mehr interessiert, auch und besonders im Bereich von Kirche, trotz der zahlreichen Impf-toten, die durch dieses E X P E R I M E N T zu beklagen sind.
Der B I O-deutsche Michel lässt „gedanken- und fraglos“ ALLES ÜBER SICH ERGEHEN, vollkommen egal, was es auch immer ist.
> ICH SCHÄME MICH ZUTIEFST !!!
https://img.ifunny.co/images/31d6f1f7d5ef8d7d6a21765cdad0013ec81154bbe3dd92c6ca3efd12040bc8e1_1.jpg
https://christlichesforum.info/der-katholische-seminarist-ernst-kuhlmann-starb-vor-85-jahren-im-kz-sachsenhausen/#comment-302328
Danke, dass Sie uns an der wichtigen Veranstaltung teilnehmen lassen, liebe Frau Küble. Die Kundgebungen in Bünde sind Leuchtfeuer in Norddeutschland.
Das wunderbare Gemälde zur Einleitung dieses Beitrags erinnert mich an die Aussagen von Francis A. Schaeffer, die mich schon seit Jahrzehnten begleiten.
Auf der Grundlage des jüdisch-christlichen Menschenbildes, des Menschen in der Ebenbildlichkeit Gottes, der Menschenwürde und Menschenrechte sind – oft gegen vehementem Widerstand von Mächtigen in Staat, Finanzwesen, Wirtschaft und Religion – Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in manchen Gegenden bzw. „Oasen“ im Laufe von Jahrhunderten entstanden bzw. durch mutige Menschen errungen worden.
Ohne diese Grundlage bricht das jetzt alles wohl wieder zusammen. Wir müssen über diesen Verfall aufklären und erkennen, dass wir wieder diese Grundlage brauchen.
Uns hat als Studenten ein Rechtsanwalt und Mentor im Studium ganz deutlich gemacht, dass Recht [bzw. Justiz] NICHTS mit Gerechtigkeit zu tun hat,
Bei Recht oder Justiz ginge es um die Geltendmachung und Durchsetzung von Ansprüchen, sonst nichts.
Das erklärt sehr Vieles. Die Mächtigen und weltweiten Eliten setzen ihre Ansprüche am Besten durch, weil sie die meiste Macht haben.
https://www.youtube.com/watch?v=Mtg8pa8sBXg
Dr. Michael Brunner. Rechtsstaat im Koma
https://www.youtube.com/watch?v=0hbrmvDzxqU
Unsere Justiz hat bei Corona versagt, Volker Boehme-Neßler
https://tkp.at/2022/06/10/politische-gesinnungsjustiz-und-ein-staat-der-definiert-was-wahrheit-ist/
Gerechtigkeit basiert darauf, dass die Grundlage des Gesetzes die Bibel ist.
Francis Schaeffer schreibt in seinem sehr lesenswerten Buch „Wie können wir denn leben?“ über die Grundlage für Freiheit ohne Chaos.
In einem Wandgemälde stellte Paul Robert diese Tatsachen dar. Er schrieb den Titel „Die Gerechtigkeit erhebt die Völker“ auf dieses Wandgemälde im Treppenhaus des alten Gebäudes des Obersten Gerichthofes der Schweiz in Lausanne.
„Jedes Mal, wenn die Richter über einen Fall zu entscheiden hatten“, heißt es dort [auf Seite 101 der 5. Auflage 2000 dieses Buches aus dem Hänssler Verlag, Holzgerlingen, siehe auch den 10-teiligen Film „Wie sollen wir denn leben?“ in der Episode über die Reformation] also „wenn die Richter über einen Fall zu entscheiden hatten, mussten sie erst an diesem Gemälde vorbeigehen. Robert wollte sie daran erinnern, dass die Stellung, die die Reformation der Bibel einräumte, nicht nur eine Grundlage für Moral, sondern auch für Gesetzgebung und ihre Anwendung sei.
Robert stellt verschiedene Arten von Gerichtsfällen im Vordergrund dar, und hinter der Richterbank stehen die Richter in ihren langen, schwarzen Gewändern.
Somit stellt das Bild die Frage: Wie sollen die Richter richten? Auf welcher Grundlage können sie einen Urteilsspruch fällen, von dem sich nicht sagen lässt, dass er willkürlich sei?
Über den Richtern malte Robert die Gerechtigkeit mit unverbundenen Augen, und ihr Schwert ist nicht vertikal nach oben gerichtet, sondern nach unten auf ein Buch, und auf dem Buch steht geschrieben: „Das Gesetz Gottes.“
Dieses Gemälde brachte die Basis für Soziologie und Rechtsprechung zum Ausdruck, die Nordeuropa nach der Reformation besaß. Paul Robert verstand, was die Reformation für den Bereich der Rechtsprechung bedeutet. Die Grundlage des Gesetzes war die Bibel. “
In demselben Buch und auf derselben Seite wird auch über Theologieprofessor Alexandre Vinet (1797-1847) an der Akademie von Lausanne (der heutigen Universität) berichtet.
Er war der hervorragendste Vertreter des französischen Protestantismus seiner Zeit, ein Denker aus dem Kanton Waadt, der im Strom der Reformatoren stand, die ihm vorausgegangen waren.
Er sagte: ‚Das Christentum ist die unsterbliche Saat der Freiheit in der Welt.‘
Die einzigartigen Freiheiten der Schweiz beruhen auf dieser Grundlage. Vinet begnügte sich nicht damit, über diese Dinge zu schreiben und zu reden, sondern trat gegenüber dem Staat lautstark für Religionsfreiheit und Gewissensfreiheit ein.
Eine Statue von Vinet mit dem oben angeführten Zitat befindet sich nicht viel mehr als 100 Meter von dem Gerichtshofgebäude entfernt, in dem Robert später sein Wandgemälde anfertigte.“
Auf Seite 105 erwähnt das Buch von Schaeffer auch Samuel Rutherford (1600-1661), der ein Buch mit dem Titel Lex Rex verfasste (das Gesetz ist König).
Später war Rutherford Rektor der St. Andrews-Universität in Schottland.
„Was Paul Robert für die Richter im Gebäude des Obersten Rerichts malte, hatte Rutherford bereits in seinem Buch ausgeführt.
Hier gab es ein Konzept der Freiheit ohne Chaos, denn es war eine Freiheit mit Form. Oder, anders ausgedrückt, hier gab es eine Regierung des Gesetzes an der Stelle der willkürlichen Entscheidungen von Menschen – denn die Bibel als endgültige Autorität war die Grundlage.
Das ging über die Konzilienbewegung und die frühen mittelalterlichen Parlamente hinaus; denn letztere hatten keine Basis jenseits sich wiedersprechender Kirchenverordnungen und sich stets ändernder politischer Situationen.“
Und auf Seite 104 heißt es bei Schaeffer: „Die ausdrückliche Lehre der Bibel, dass alle Menschen – auch Monarchen – dem Gesetz Gottes gegenüber verantwortlich sind, wurde in den Ländern in die Praxis umgesetzt, in denen die Lehre der Reformation, dass die Bibel die einzige, endgültige Autorität sei, Wurzel geschlagen hatte.“
Ähnliches finden wir auch im Buch „Das Buch der Mitte“ des indischen Sozialreformers Vichal Mangalwadi, der die christliche Basis für Wahrheit und Gerechtigkeit in ihren Auswirkungen über Jahrhunderte erforschte.
Der Logos kommt vor im Johannes-Evangelium des Neuen Testamentes der Bibel als Wort Gottes selbst und in der Areopag-Rede des Apostels Paulus auf dem Areopag in Athen. Wo der Apostel Paulus die beiden stoischen Philosophen Aratos und Kleanthes zitiert.
Weiterhin in der „Weisheitsliteratur“ des alten Testamentes der Bibel. Auch die meisten heidnischen Religionen kannten und kennen einen höchsten Schöpfergott als Weltenschöpfer. Der „Logos“ ist dort in der griechischen Philosophie seine vernünftige göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos…
Der Zugang in der griechischen Philosophie ist intellektueller, im Taoismus/Daoismus des chinesischen Universalismus deutlich intuitiver und auch in der Metaphysik des Hinduismus sowohl intuitiv als auch intellektuell erfassbar. Es sind HOCH-Kulturen. Bekannt ist diese Bedeutung des LOGOS aber durchaus auch ihnen.
Der Apostel Paulus zitierte in seiner Areopag-Rede im Neuen Testament der Bibel auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen LOGOS, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“). Dieser Logos der Stoiker war bei ihnen das natürliche vernünftige göttliche Weltgesetz und die allgemeine natürliche vernünftige harmonische göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos.
https://static.uni-graz.at/fileadmin/kath-institute/Neues-Testament/Apg17_28.pdf
Die Apostelgeschichte, Kapitel 17
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg17.html
Apg 17,28 „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.“
Justin der Märtyrer knüpfte mit seiner Logos-Theologie an dieses Zitat des Apostels Paulus (neben dem Logos-Begriff des Johannes-Evangeliums im NT und der „Weisheitsliteratur“ des alten
Vielen Dank für diese großartige Zusammenfassung der Ansprache des großartigen Freiheitskämpfers Carlos A. Gebauer!!
Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie werden nicht nur durch die Politik der Marionetten der globalistischen Oligarchen und Hochfinanz allgemein gefährdet, sondern noch viel bedrohlicher und essentieller durch die KI-Welt, wenn sie nicht transparent und demokratisch gesteuert wird.
https://www.youtube.com/watch?v=eAej6fttAL4
Top-KI-Forscher geben heimlich zu: Wir könnten die Kontrolle bereits verloren haben
https://www.youtube.com/watch?v=-I9V6n7aX44
KI Welt: EU geht voran! Giga-Factory in Deutschland soll massive KI-Rechenleistungen stemmen
Auch deshalb brauchen wir die authentische Demokratie auf christlicher Grundlage zurück.
Wahrheit und Menschenwürde fordert der Pressekodex.
https://blog.bastian-barucker.de/der-pressekodex-und-die-corona-berichterstattung/
Dem „Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott …“ hat sich das Deutsche Volk im Grundgesetz verschrieben.
Menschen, die sich in Studien, Statistiken und investigativen Medien selbst informieren und andere aufklären, wissen ja, dass es bei den Billionen-Geschäftsmodellen und Agenden wie Corona, Klimawandel, Ukrainekrieg usw. um Kontrolle und KI-digital-finanzielle Beherrschung der Bevölkerung geht, die mit Hilfe gesteuerter Angstszenarien in Krieg und Totalitarismus hineingetrieben wird.
https://www.youtube.com/watch?v=xHCgvtLrOG0
Corona-Enquete: Wird jetzt wirklich aufgeklärt?
Corona-enquete-Kommission: AfD Fraktion grillt Drosten! Christiana Baum & Kay-Uwe Ziegeler
https://www.youtube.com/watch?v=ghXJDnp93EQ
Tom Lausen: Warum das geplante Kontrollsystem scheitern wird – Enquete-Kommission zu Corona
https://tkp.at/2024/07/21/studie-30,9-millionen-zusaetzliche-todesfaelle-durch-corona-massnahmen-und-impfkampagne/
https://www.youtube.com/watch?v=OE501XP6duc
„Technologischer Totalitarismus“ – Punkt.Preradovic mit Prof. Dr. Max Otte
Hier wird es wieder einmal so sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass Medien unabhängig berichten, relevante Hintergründe beleuchten, Zusammenhänge aufzeigen, alle relevanten Aspekte und Perspektiven berücksichtigen und damit den Nutzern Impulse zum Selberdenken liefern.
Ein wichtiger juristischer Grundsatz lautet:
Audiatur et altera pars (Auch die andere Seite soll gehört werden.)
So wird Aufklärung und Deeskalation ermöglicht.
Wenn Medien sich für Propagandazwecke andienen, führt das zu Eskalation, Beschädigung der Demokratie und Förderung des Totalitarismus.
Bevor der Weg in den Totalitarismus unwiderruflich wird und die Falle endgültig zuschnappt, sollten die Wähler sich zurückbesinnen, worauf die Demokratie basiert:
Im Vorspruch der Verfassung von Rheinland-Pfalz nach dem zweiten Weltkrieg wird es deutlich:
„Im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott, dem Urgrund des Rechts und Schöpfer aller menschlichen Gemeinschaft, von dem Willen beseelt, die Freiheit und Würde des Menschen zu sichern, das Gemeinschaftsleben nach dem Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit zu ordnen, den wirtschaftlichen Fortschritt aller zu fördern und ein neues demokratisches Deutschland als lebendiges Glied der Völkergemeinschaft zu formen,
hat sich das Volk von Rheinland-Pfalz diese Verfassung gegeben: …“
Die Bibel ist voll schärfster Kritik an denjenigen, die sich nicht an die unabhängigen Grundsätze halten und aus Pragmatismus oder anderen Gründen mit der Macht paktieren bzw. dem Mammon dienen und sich damit nicht um die Einhaltung der Goldenen Regel bemühen.
Der bekannte Medienwissenschaftler Prof. Norbert Bolz hat die Zusammenhänge zwischen ideengeschichtlichen Grundlagen einer Gesellschaft und dem Verhalten in Gesellschaft und Politik immer wieder deutlich gemacht und in diesem kurzen Video auf den Punkt gebracht:
Verrat am Kreuz – Der Untergang des Abendlandes – YouTube
Woher sonst sollen wir in unserer Kultur die Werte ableiten, nach denen wir Fehlverhalten beurteilen können, wenn wir die christliche Basis mit den Zehn Geboten und der Goldene Regel (Mt. 7,12) ablehnen bzw. deren Anwendung auf unseren gesellschaftlichen und politischen Alltag als „Missbrauch“ bezeichnen?
Wie könnten wir diese Maßstäbe benutzen, um Menschenwürde, Menschenrechte, Rechtsstaaatlichkeit und Demokratie zu fördern, ohne dass wir die Grundlage dieser Maßstäbe akzeptieren?
Wie wollen wir Machtmissbrauch beurteilen, wenn wir dazu keine von der weltlichen Macht unabhängigen Werte habe?
Siehe das Böckenförde-Diktum, das Carlos A. Gebauer auch erwähnt:
Böckenförde-Diktum – Wikipedia
Das Deutsche Volk hat sich „dieses Grundgesetz“ „[i]m Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ gegeben.
Die Menschenwürde als Basis des demokratisch-freiheitlichen Grundordnung laut Artikel 1 GG leitet sich aus der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ab.
Die rheinland-pfälzische Verfassung mit ihrer Präambel (dem Vorspruch) basiert auf Gott als Urgrund allen Rechts.
Die bayerische Verfassung ist angesichts des Trümmerfelds geschaffen worden, die eine gottlose Regierung verursacht hat.