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Von Pastor Anton Behrens

„Der Mai ist gekommen…“-  Dieses Lied von Emanuel Geibel aus dem Jahre 1841 drückt den Grundzug unseres Mai-Verständnisses aus: Der Wonnemonat ist in unseren Breitengraden stärker als der März der eigentliche Frühlingsmonat.

In vielen Kulturen der Welt ist der März der erste Monat des Jahres, so auch ursprünglich im alten Rom und auch im Volke Israel.

Bei uns aber ist der Mai der eigentliche Frühlingsmonat, der das Grünen und Blühen der Natur bringt. Er wurde immer schon gerne mit Mai-Tänzen und Mai-Bäumen gefeiert.

Seit dem Beginn des Industriezeitalters im 19. Jahrhundert aber hat die organisierte „linke“ Arbeiterbewegung den 1. Mai erobert. So gab es in vielen Ländern der Erde Aufstände und Streiks zur Einführung des 8-Stunden-Tages für die Industriearbeiter.

1886 erklärte die internationale kommunistische Arbeiterbewegung den 1. Mai zum „Kampftag der Arbeiterklasse“ –  und er wurde durch die Gewerkschaftsbewegung in vielen Ländern zum nationalen Feiertag erhoben (1919 auch in Deutschland).

In den kommunistischen Ländern, vor allen Dingen in der Sowjetunion nach der Oktoberrevolution, wurde der 1. Mai zum höchsten Feiertag, der mit pompösen Umzügen begangen wurde. In Deutschland gab es in den 30er Jahren durch die Nazis eine Zäsur: Nun wurde er der „Tag der nationalen Arbeit“, verbunden mit den heidnischen Naturkulten der Nazis, die sich vor allen Dingen im Maibaum widerspiegelten: jetzt wurde der ewige Kreislauf der Natur und die Urkraft des völkischen Lebens gefeiert.

Nach 1945 und vor allen Dingen nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft in der Sowjetunion verblasste der politische Aspekt des ersten Mai immer mehr. Gewerkschaftskundgebungen sind relativ gering besucht, gehören aber immer noch zum Bestand des 1. Mai

Das Christentum und die katholische Kirche ist inmitten dieser Bewegungen einen anderen Weg gegangen. Sie hat beide Aspekte, den des Frühlingsmonats als auch den der Arbeiterschaft aufgegriffen – aber gleichzeitig verwandelt:

Der Mai wurde durch die Kirche zum Marienmonat, so daß nicht ein gottloser Naturkult befördert, sondern Maria als das herrlichste Schöpfungswerk Gottes betrachtet und gefeiert wird. Mai-Andachten gehören zum Kernbestand des kirchlichen Lebens.

1955 gab Papst Pius XII. auch eine Antwort auf den „Tag der Arbeit“:
Er erklärte den 1. Mai zum Tag „Josefs, des Arbeiters“. Damit wurden einerseits die Rechte und die Würde der Arbeiter hervorgehoben, andererseits aber auch Arbeit in eine ganz neue Dimension gestellt. Arbeit ist nicht nur Broterwerb und Steigerung des Wohlstandes, sondern nach dem Vorbild des Heiligen Josef vor allem Mitwirkung am Reich Gottes in der Welt.

Arbeit soll auch dem Wohl der christlichen Familie und der Sicherung des christlichen Lebens in der Gesellschaft dienen, also auch der Kirche und ihren religiösen und caritativen Werken.

Kommentare

11 Kommentare

  1. „….Maria als das herrlichste Schöpfungswerk Gottes betrachtet…“ Wo hat der Pastor Behrens DAS denn her? Mal nicht aus der Bibel. DER MENSCH – und nicht explizit Maria- ist die Krone von Gottes Schöpfung. Ich wüsste nicht, warum Maria hier „für den Menschen“ stehen sollte. Biblisch wäre da nur Adam. Lt. Römer 5.

    1. Guten Tag,
      Maria wird vom Engel Gabriel als Gnadenreiche begrüßt: Der HERR ist mir Dir – sagt er außerdem.
      Nicht nur als Wunsch wie sonst im AT: „Der HERR sei mir Dir“.
      Und Elisabeth nannte Maria die „Mutter meines HERRN“ und würdigte sie, erfüllt vom Heiligen Geist, als „Gesegnete unter den Frauen“, weil sie geglaubt hat, was der HERR ihr sagen ließ.
      Gerade angesichts der GOTTHEIT Christi ist die Erwählung Mariens als Gnadenakt Gottes ein besonderes Geschehen.
      Das erkannte auch die Madonna selbst: „Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter, denn der Allmächtige hat Großes an mir getan“.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Frau Küble, Sie wollen mir doch nicht im Ernst Ihre Begründung für glaubhaft verkaufen für den Satz „..Maria als das herrlichste Schöpfungswerk Gottes betrachtet..“ Ich bitte Sie, ich appelliere an Ihre Erkenntnisfähigkeit als Journalistin, aber wirklich…. Ich darf doch daran erinnern, was der HERR SELBST über Johannes, den Täufer, sagte… Nicht präsent? Dann lesen Sie es nach. Also: Es gibt biblische Aussage über eine Frau, Maria, und einen Mann, Johannes d.T. Die sich in der Qualität nicht viel nehmen… Und ich wüsste nicht, dass Johannes d.T. jemals jemand als „das herrlichste Schöpfungswerk Gottes“ bezeichnet hätte… Ich will noch hinzufügen: Fast jeden Tag gegen Abend schalte ich auf den TV-Sender k-tv, den katholischen Bibelsender. Tag für Tag, um die gleiche Zeit, nur: Maria, Maria, Maria. Maria bitte für uns, und…und…und…. Und all die Rufe zu Maria sind alle ins Nirwana gesprochen. Maria ist tot, Maria hört nichts… !! Das ist SICHER. Nun, Sie glauben es nicht, weiß ich, darum kann ich Ihnen und den Millionen Katholiken auch nicht helfen. Die Ewigkeit wird es zeigen, dass all die Maria-Anrufungen rein GAR NICHTS bewirkt haben. Doch, sie hatten negative Wirkung vor dem HERRN, waren zum Schaden derer, die es getan haben! WIE TRAGISCH!

        1. Guten Tag,
          der Sender K-TV ist nicht amtlich-katholisch, sondern ein frommer Privatsender, auch mir gefällt er nicht sonderlich, obwohl es dort durchaus viele gute Vorträge gibt.
          Aber religiös ist er mir teils zu kitschig, teils zu pseudomystisch.
          Natürlich ist Maria nicht tot, sondern lebt im Himmel – genau wie z.B. Moses, der Prophet Elias (beide sind Christus auf dem Berg Tabor erschienen), wie Abraham und die weiteren Gerechten des Alten Bundes, die von der kath. Kirche auch liturgisch verehrt werden.
          Natürlich stand Maria als Mutter des HERRN unserem Erlöser noch näher als Johannes der Täufer, sein Verwandter, ein großer Glaubensheld und Märtyrer zweifellos.
          Dessen Mutter Elisabeth freilich war es, die zu Maria sagte: „Du bist die Gesegnete unter den Frauen“ – und: „Selig bist Du, weil Du geglaubt hast“ usw.
          Damit würdigte und begrüßte der Alte Bund gleichsam den Neuen Bund, denn Elisabeth war die Ehefrau des AT-Priesters Zacharias.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

          1. Wir haben hier nicht „wortzuklaubern“. Wir reden allgemein von „den Verstorbenen“ – ihre SEELE lebt, was die Gläubigen betrifft, im Himmel weiter, die Seelen der Ungläubigen im Totenreich. In beiden Fällen jedoch NICHT im Auferstehungsleib. Es ist für die irdisch noch Lebenden von der Bibel her verboten (steht in den Mosebüchern), mit den, wie wir zu Recht sagen, Verstorbenen, Kontakt aufzunehmen. Und dazu zählt auch Maria. Die katholische Kirche kann darüber denken, wie sie will. Entscheidend ist, ob es biblisch begründet ist – oder nicht. Biblisch ist, dass Henoch und Elia körperlich in den Himmel aufgefahren sind. Und trotzdem wäre es unbiblisch, mit diesen, was uns betrifft, Kontakt aufzunehmen. Es wäre reine Spekulation, durch nichts begründet, dass Henoch und Elia, in welchem Leib auch immer, zur Zeit im Himmel sind. Die Bibel sagt nichts anderes, als dass wir den Kontakt mit Gott, dem Vater -über den Sohn- oder mit dem Sohn selbst in Kontakt treten dürfen, sollen. Übrigens spricht der HERR niemals selbst in der Art über oder zu Maria, wie Sie es hier darlegen, sie sagt es von sich selbst – oder andere sagen es über sie. Im Unterschied dazu hat der HERR SELBST über Johannes d.T. geredet.
            Sie werden das immer abstreiten als gläubige Katholikin. So, wie vieles von der römisch-katholischen Kirche an Außerbiblischem -oder Bibel-konträrem- gelehrt wird. Nach meinem Bibelverständnis Falschlehre. Damit beende ich dieses Thema an dieser Stelle.

          2. Guten Tag,
            Henoch und Elias wurden leiblich in den Himmel aufgenommen, aber direkt nach der Auferstehung Christi sind weitere Gläubige aus ihren Gräbern erstanden und sogar den ersten Christen erschienen, wie Sie im Matthäus-Evangelium nachlesen können.
            Wenn schon diese alttestamentlichen Gerechten sozusagen „vorzeitig“ in der Vollendung leben dürfen, weil es Gottes Recht ist, Ausnahmen zu ermöglichen, dann gilt das erst recht für jenen Menschen, der den HERRN selbst geboren und gemeinsam mit dem hl. Joseph aufgezogen hat – und ER war seinen Eltern gehorsam, heißt es in dem Bericht über den 12jährigen Jesus im Tempel.
            Es steht im Lukas-Evangelium ausdrücklich, daß Elisabeth „vom Heiligen Geist erfüllt“ war, als sie zu Maria sprach.
            Dasselbe gilt erst recht von ihr selbst, zumal der Engel Gabriel ihr bei der Verkündigung Christi bestätigt hat: Du Gnadenreiche, der HERR ist mit Dir.
            Und der Engel sprach zu Maria ausdrücklich als Bote Gottes und in seinem Auftrag und nicht als irgendwer.
            Diese Aussagen über Maria – auch ihre eigenen – sind himmlisch legitimiert.
            Freundlichen Gruß
            Felizitas Küble

          3. Kleine Ergänzung: Was den TV-Sender k-tv angeht, hier Auszüge von dem, was in wikipedia darüber steht. Privat-Sender hin oder her, Sie betreiben ja auch ein privates Forum – mit römisch-katholischem Schwerpunkt. Und würden sich sicherlich auch nicht als aus römisch-katholischer Sicht nicht ernstzunehmen charakterisieren!

            K-TV ist ein 1999 von Pfarrer Hans Buschor gegründeter privater katholischer Fernsehsender. Träger ist seit 2011 die Kephas Stiftung gGmbH mit Sitz in Opfenbach.

            Programm

            Das Programm orientiert sich an der Lehre der katholischen Kirche.[15] K-TV versteht sich als rom- und papsttreuer Sender mit Schwerpunkten in der Eucharistie und Marienverehrung.[7]

          4. Guten Tag,
            ich hatte gar nicht behauptet, der Sender sei nur deshalb, weil er sich in privater Trägerschaft befindet, nicht ernstzunehmen.
            K-TV ist natürlich in seinem Selbstverständnis konservativ-katholisch, das weiß ich auch, jedoch werden dort z.B. auch Marienerscheinungen propagiert, die kirchlich nicht gebilligt sind.
            Das kommt hier bei mir nicht in die Tüte.
            Freundlichen Gruß
            Felizitas Küble

        1. Guten Tag,
          freuen Sie sich nicht zu früh, gemeint ist damit: „alle Generationen“, man spricht auch von der Geschlechterfolge oder „früheren Geschlechtern“ usw.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

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