Von Lucia Tentrop
Gibt es jenseits von Europa eine Musikkultur, in der sich die Natur der menschlichen Singstimme so hoch entwickelt hat wie hier? 
Seit Jahren habe ich die innere Vorstellung, dass Christus bei seinem Sieg über das Totenreich den gescheiterten Sänger Orpheus daraus erlöst und so die Grundlage einer unvergleichlichen Musikkultur geschaffen hat, in der sich die melodische Stimme über den Gesang der frühen Mönche bis zur stimmlich anspruchsvollsten Oper voll entwickeln konnte.
Aber erst um 1950 entdeckte der Heidelberger Anatom Kurt Goerttler das Melos schaffende muskuläre Prinzip im Zentrum des menschlichen Kehlorgans und damit die Tatsache, dass die spezifische Singstimme ein eigener muskulärer Bereich ist und sich von jeder anderen Stimmgebung unterscheidet (Frederick Husler).
Singen gehört zur Gattung Mensch – auch wenn nicht jeder seine Singstimme findet. Melos ist vor allem ein Ausdruck des Vertrauens. Darüber hinaus ist Singen ist ein körperlicher Akt weitläufiger Muskulaturen, der der Gesundheit und einer gehobenen seelischen Gestimmtheit dient.
Noch um 1950 war unser allgemeines Vorbild der Sänger unserer Kultur, der vom Volkslied bis zur Oper alles sang.
Die ersten Italien-Urlauber konnten da noch an jeder bedeutenden Straßenecke Natursänger hören, die ohne nennenswerte Ausbildung opernreif sangen. Autos gab es ja kaum. Erst mit der Verallgemeinerung des Mikrofons bis in die Schulen hinein entstand eine Unterhaltungsindustrie, die fehlende stimmliche Fähigkeiten durch Technik ersetzte und zum Vorbild der Allgemeinheit geworden ist. 
Während der Sport durch Training und Wettbewerb den Maßstab des potenten Sportlers erhält, ist die Singfähigkeit dank technisch gewonnener Bequemlichkeit in wenigen Jahrzehnten geschrumpft und die melodische Stimme mitsamt ihrem großen Umfang und ihrer gemüthaften Bedeutung nicht mehr zeitgemäß.
Kultur unterscheidet sich aber von der Bequemlichkeit durch bewusste Erhaltung der NATUR – wie ein guter Gärtner, der nicht nur erntet, sondern die Natur auch pflegt.
In diesem Sinne leistet der Sänger unserer KULTUR einen weltweit unterschätzten Beitrag zur Erhaltung unserer menschlichen NATUR. 
Wir haben uns an die Stimme der Dekadenz gewöhnt. Die voll entwickelte NATUR der Singstimme gilt als künstlich, weil sie selten ist, die Mikrofonstimme als natürlich, weil sie der Mehrheit entspricht.
Stimmbildung ist heute Regenerierung natürlicher Fähigkeiten, die wir mit zunehmender Zivilisation und Intellektualisierung verloren haben. Umso bedeutsamer ist die Leistung des echten Sängers zu bewerten.
Aber wer glaubt denn noch daran, dass unsere großen Musik-Werke seit eh und je ohne Mikrofon gesungen werden? Die Mikrofonstimme ist mehrheitlich normal geworden. Keine Schüleraufführung ohne technische Unterstützung.
Auch in der Kirche, in der der Priester Jahrtausende lang raumfüllend singen und sprechen konnte, geht nichts ohne Mikrofon. Die letzte Opernbesucherin, die ich befragte: „Glauben Sie, dass die Sänger hier wirklich noch ohne Mikrofon singen?“ antwortete mir: „Um Himmels willen! Sowas hat heute keiner mehr nötig!“
Ein bayerischer Bassbariton sagte mir einmal: „Wir können uns nicht dagegen wehren.“ Und auf wen oder was richtet sich dann die wehrlose Abwehr des Sängers gegen die Herabsetzung seiner Leistung auf dem Musikmarkt? 
Wen interessiert denn noch der himmelweite Unterschied zwischen einem Mikro-Song und Siegfrieds Notung-Szene mit anschließendem „Rest“ der Oper?
Das Mikrofon ist für uns so selbstverständlich geworden, dass man kaum noch auf die Idee kommt, ohne technische Hilfe öffentlich zu singen oder zu sprechen. Warum wird dennoch die Leistung der menschlichen NATUR, hier des Sängers unserer europäischen Kultur, verschleiert – statt öffentlich hervorgehoben? Wem dient das?
Könnten wir die Erfolge der Olympischen Spiele noch wertschätzen, wenn unsere Sportler mit technischer Hilfe über die Latte gehoben würden, damit sie nicht so ins Schwitzen kommen?
Und welcher Bio-Bauer würde seine liebevoll gezogenen Natur-Produkte mit künstlich getriebener Massenware zusammen vermarkten?
Das Mikrofon nützt nur der Normalstimme. Sogar wenn beide Gesangstypen gemeinsam ins Mikro singen würden, ginge das Hörerlebnis des zeitlos natürlichen Sängers verloren. 
Mein Vorschlag:
Wenn die führenden Vertreter unserer Kirchenmusik, Konzerte und Opernhäuser in ihren Ankündigungen, Programmen und Foyers darauf hinweisen, dass bei ihnen die unverstärkte NATUR der Singstimme zu hören ist, könnte man die gesangliche Spitzenleistung von der technischen unterscheiden und sie damit auch schützen.
Der Sänger unserer christlich-abendländischen Geisteswelt dient ja nicht nur einer zeitlosen Art von Musik, sondern auch der Erhaltung unserer menschlichen NATUR.
Dieses Selbstbewusstsein könnte die Attraktivität unserer ehrlichen Musikkultur für ein größeres Publikum und eigenen Nachwuchs wiederbeleben und die Sensibilität des Hörens von der Lautstärke auf andere Qualitäten lenken.
Literatur: Frederick Husler und Kurt Goerttler
Unsere Autorin Lucia Tentrop aus Berlin ist katholische Theologin, Musikerin, Malerin und Pädagogin; hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de





Total views : 10991065
17 Kommentare
Vieles wird richtig sein in dem Artikel, aber der Anfang ist Aberglaube, Mythos….:
„Seit Jahren habe ich die innere Vorstellung, dass Christus bei seinem Sieg über das Totenreich den gescheiterten Sänger Orpheus daraus erlöst und so die Grundlage einer unvergleichlichen Musikkultur geschaffen hat,…“
Wenn`s so wäre, würde die Bibel dazu was sagen….
Guten Tag,
nach meinem Eindruck ist diese „innere Vorstellung“ eher symbolisch/allegorisch gemeint und nicht als theologische Behauptung zu verstehen.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Stimmt, die „innere Vorstellung“ kann eine persönliche, aber ungewisse Vermutung sein, ein „Glaube daran“ wäre etwas festes, eine persönliche Gewissheit. Und doch denke ich, „die innere Vorstellung“ läge irgendwo dazwischen, mit der TENDENZ zum Glauben…Gehört nicht zum Glauben auch „die innere Vorstellung“ dazu? Wenn ich biblische Geschichten lese, und glaube, habe ich immer eine innere Vorstellung davon. Obwohl, das muss ich zugeben, mir die Geschichten immer „in meiner Kultur“ vorstelle, und später denke ich dann: Diese Sachen spielten sich alle im (vorderen) Orient ab…. nicht in Deutschland!
Die Assoziation der menschlichen Singstimme mit dem christlichen Glauben entstand ja bei mir nur durch den Gebrauch des Namens „Christus“ zu Beginn des Artikels. Angedeutet wird damit, dass die menschliche Singstimme göttlichen Ursprungs sei. Dem stimme ich natürlich vollkommen zu. Ist der Mensch Geschöpf Gottes, dann auch seine Singstimme.
Guten Tag,
die Autorin ist Künstlerin und drückt sich anders aus als ein Dogmatiker bzw. systematischer Theologe.
Die menschlichen Talente und Fähigkeiten sind Gaben des Schöpfers, womit wir Früchte bringen sollen.
Auch die Musik kann viel zur Ehre Gottes leisten.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Mein Kritikpunkt ist der: Die Vermischung von Christologie und Mythologie. „dass Christus bei seinem Sieg über das Totenreich den gescheiterten Sänger Orpheus daraus erlöst ..“ Christus gab und gibt es tatsächlich, Orpheus ist eine griechische Sagengestalt. Die Vermengung von beidem wird weder dem Theologischen noch dem Säkularen gerecht. Ich habe gelernt: Geistliches muss geistlich behandelt/beurteilt werden. Sieht man das auf katholischer Seite nicht so? Wir sind doch hier in einem christlichen Portal…
Christus und Orpheus sind nicht zusammenzubringen. Aber natürlich gehört Ihnen das letzte Wort, es ist Ihr Forum.
Guten Tag,
gewiß sind das zwei verschiedene Ebenen (das schrieb ich bisher schon), natürlich weiß ich, daß Orpheus eine mythische Gestalt ist.
Ich zensiere aber keine Beiträge von Gastautoren, nur weil ich selber einen Satz formulieren würde.
Zudem hat die Verfasserin von ihren subjektiven Eindrücken gesprochen und keine theologische Behauptung aufgestellt.
Sicherlich wollte sie dabei nicht den Glauben der Leser an einen „Orpheus“ wecken…
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Nein, Gastautoren zensieren Sie nicht, dafür umsomehr mich, warum auch immer… So, ich steige an dieser Stelle jetzt aus. Außer einem Dauerdialog zwischen uns beiden scheint nichts dabei herauszukommen. Interesse von anderer Seite am Austausch = 0, oder fast 0. Ich denke mal, ich bin hier fehl am Platze.
Guten Tag,
ich habe reihenweise Ihre Kommentare freigeschaltet, die kritischen ebenfalls (wie man hier und auch woanders sieht) – wo ist da die Zensur?
Zudem bin ich auch diesmal auf Ihre Einwände mehrfach eingegangen.
Daß andere Leser sich nicht direkt an unserem Dialog beteiligen, hat ebenfalls mit „Zensur“ nichts zu tun.
Das Thema hier in dem Artikel ist nun einmal sehr spezifisch und interessiert daher wohl nur ein begrenztes Spektrum.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Sie verstehen es nicht und wollen es einfach nicht verstehen. Immer nur ablenken… Ihre Zensur bestand darin, meine Beiträge unentwegt zu zensieren. Mir ist das nie begegnet wie bei Ihnen, dass sich ein/e Betreiber/in eines Forums selbst so in den Debatten echauffiert. Andere zurechtweist. Sie scheinen es sehr nötig zu haben… Warum?
Sie sollten sich zurückhalten, nicht dauernd reingrätschen…
Bei Ihrer, wie Sie schrieben, knapp bemessenen Zeit. Und dann schreibt man weit über 6.000 eigene Kommentare…Passt auf, wie ein Schießhund, was die Leute schreiben. Um das eigene Ego zu befriedigen. Vielleicht steckt ja auch mehr dahinter. Dass ein mehr oder weniger katholisches Portal hier versucht – wie es sehr gut in die Zeit und in die Strategie der katholischen Kirche passen würde-, Evangelische zurück in die katholische „Mutterkirche“ zu holen. Alles ökumenische läuft doch darauf hinaus. Nur noch eine Kirche – die katholische. Natürlich werden Sie das abstreiten, doch GENAUSO ist es. Ich werde nicht darauf hereinfallen. Da können Sie sicher sein!
Guten Tag,
wenn ich Ihnen auf Ihre Einwände oder Fragen reagiere, ist das doch keine Zensur, sondern ein Meinungsaustausch, denn Ihre Beiträge habe ich erstens freigeschaltet und zweitens nicht gekürzt. (Streichen oder Kürzen von Kommentaren versteht man üblicherweise unter Zensur – und nicht, wenn man lediglich auf sie antwortet.)
Zudem haben Sie auf mein Echo tagelang interessiert und positiv reagiert, sonst hätte ich Sie nicht weiter „behelligt“.
Ich passe keineswegs „wie ein Schießhund auf“, was die Leute hier schreiben, geschweige kann von „dauernd reingrätschen“ die Rede sein.
Normalerweise lasse ich den Dingen ihren Lauf.
Gestern forderten Sie mich quasi zu einer Antwort auf mit dem Hinweis, ich hätte nun das letzte Wort.
Wenn ich dann reagiere, ist es auch wieder nicht recht.
Hätte ich nicht geantwortet, hätten Sie den Dialog als willkürlich abgebrochen werten können.
Sodann: Auf dutzende evangelische Gastautoren habe ich Sie bereits hingewiesen.
Wir verschicken zudem seit über 30 Jahren drei bis viermal im Jahr ca 1000 Rundsendungen an Freunde und Interessenten und legen Infos oder Seminarangebote von katholischen sowie evangelischen Verbänden und Verlagen bei – für die jeweiligen Gruppen ist unser Service völlig kostenlos. In der Regel kommt die Hälfte der Beilagen von evangelikaler Seite.
Dieser echt ökumenische und zudem ehrenamtliche Einsatz Jahr für Jahr dient vermutlich aus Ihrer Sicht auch nur dem Zweck einer katholischen Rückkehr-Absicht.
In Wirklichkeit geht es dabei um eine Bekenntnisökumene, einen Schulterschluß zwischen katholisch und evangelikal bei Themen wie Lebensrecht, Zehn Gebote und Schöpfungsordnung, in denen sich beide Seiten im wesentlichen einig sind.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Wissen Sie, das ganze Hin-und-Her zwischen Ihnen und mir, wissen Sie, wem das nur schadet? IHNEN, Ihrem Forum. MIR schaden sie nicht, wie sollten sie? Hier sind Dinge abgelaufen, die einfach nicht hierher gehören. Die wären besser unter der jeweiligen privaten E-mail-Adresse gelaufen…So was hat es, meine Vermutung, hier noch nicht gegeben. Dass Sie sich so an einem Diskutanten festbeißen… Und die Leute reiben sich die Augen..vielleicht klatschen sich sogar einige auf die Schenkel…. Öfter mal was Neues…. Wenigstens haben wir die Leute belustigt… Kostenlose „christliches-forum“-Peep-Show..
Guten Tag,
nun mal halblang: Wir haben Argumente, Bibelstellen und verschiedene Meinungs ausgestauscht.
Warum diese Dramatisierung?
Wo soll das Problem sein?
Meinem Forum schaden solche Debatten keineswegs.
Übrigens ist es durchaus nicht die erste kontroverse Diskussion dieser Art, es gab sie zudem auch schon unter anderen Lesern – und zwar noch länger andauernd.
Echt mal bitte alles tiefer hängen!
Sodann: Niemand hat Sie daran gehindert, mich persönlich per E-Mail anzuschreiben.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Ich hab Sie so verstanden, dass Ihr Tag so vollgepackt ist, dass Ihnen für sowas die Zeit fehlt. Dass Sie sich schmerzlich die Zeit abgerungen haben, mir so vielfach zu antworten. Ehrenwert. Aber wissen Sie, wo Ihr eigentliches Problem liegt? Dass Sie IMMER das letzte Wort haben müssen.. Es gelingt Ihnen einfach nicht, einfach mal etwas so stehen zu lassen, wie es Ihnen ein Diskutant sagt. Einfach mal drüber nachzudenken. So wertvoll Sie sein mögen, ja, zu mir äußerten Sie sich vielfach nett, danke dafür, aber ich komme wirklich nicht mit Menschen klar, sorry, die partout immer das letzte Wort haben müssen. Es muss doch auch mal aufhören, oder nicht? Sagen Sie einfach: „JA“, dann soll endgültig der Deckel drauf sein…
Stimme Lucia Tentrop aus Überzeugung und mit voller Begeisterung zu.
Hierzu ein kleiner Beitrag:
Leider muss die in allem kostenlose, gemafreie Internetseite meines so gut wie immer mikrofon- und verstärkerfreien, mit der natürlichen Kinderstimme singenden Kinderchors „Die Goldbachzeiserl“ aus technischen Gründen voraussichtlich noch Mitte August geschlossen werden. Bin 73, r.k. und endspurte, so gut es geht, auf der Zielgeraden meines Lebens.
Noch können die etwa 80 Liedblätter und einige mp3-Dateien unter nachstehenden Voraussetzungen heruntergeladen, gespeichert, gehört und gesungen werden:
Die Seiten dürfen nur zum privaten Gebrauch sowie in Kindergärten, gemeinnützigen Vereinen und Schulen verwendet werden.
Nicht gestattet ist es, Seiten oder Ton-Dateien gewerbsmäßig zu verkaufen oder gewerbsmäßig Eintrittsgeld für Aufführungen der Lieder zu verlangen.
Änderungen der Lieder und Texte dürfen nicht vorgenommen werden.
Etwa 20 % der Texte sind schriftdeutsch, etwa 80 % in bairisch-österreichischer Mundart.
http://www.gswalliser.musin.de/hs/HS_Lieder/HS_Lieder.htm
http://www.gswalliser.musin.de/hs/hs.php
Bezahlt wird mit Freude. Beim Erfinden vieler Lieder haben meine Frau Gabriele und unser Sohn Michael Johannes mitgeholfen.
Die Mundart geht ins Gemüt und berührt die Seele. Wenn Kinder in Mundart und Schriftsprache, also zweisprachig aufwachsen (Singa is‘ sche‘ = Singen ist schön), fällt es ihnen zum Beispiel leichter, weitere Sprachen zu erlernen. Davon bin ich überzeugt. Bekam wie mein Sohn Michael Johannes das Geschenk des Himmels, Schüler der begnadeten Münchner Klavierpädagogin Anna Stadler (1922 – 2003) sein zu dürfen.
Sie lehrte nach dem Klavierspiel-Prinzip des „Inneren Hörens“ von M. Beata Ziegler, Klavierpädagogin im Kloster der Englischen Fräulein in Bad Aibling.
Auch dem großen, unvergessenen Musikpädagogen Leo Rinderer sei herzlich gedankt für sein kostbares musikalisches Lebenswerk, zu dem die Internationalen Schulmusikwochen in Salzburg gehören.
Habe versucht, das Prinzip des „Inneren Hörens“ auf das Singen zu übertragen:
Die Kinder bemühen sich um eine ideale Klangvorstellung. Sie werden motiviert, Töne innerlich vorauszuhören, sie bewusst und natürlich zu formen, beim Singen hörend zu kontrollieren.
„Durch das bewusste Erzeugen klangschöner Töne wird das Spiel erst seelenvoll“,
schrieb M. Beata Ziegler.
Dem entsprechend bemühte ich mich um das klangschöne, seelenvolle Singen der Kinder. Damit sie lernten, sich Töne innerlich vorzustellen, sie innerlich vorauszuhören und hörend zu kontrollieren, ist mein Gehör-Übungsspiel (= „Hör-Spiel“) „Der kleine Tonmeister“ entstanden (siehe Link „Übungen“ auf der Internetseite).
Damit nicht allzu vielen das Hören und Singen ohne Mikrofon vergeht, sei noch einmal meine große Freude über den brillanten Beitrag der katholischen Theologin, Musikerin, Malerin und Pädagogin Lucia Tentrop bekundet.
Hans Schnitzlbaumer
Ich finde Ihren Beitrag genauso interessant wie jenen von Frau Tentrop, die ich auch sehr schätze.
JESU WORTE: „Mk. 14,26“ – Jesu Gesang bei Jesu letztem Abendmahl. In der Pfarre Graz-Graben ist Jahren der Streit nicht beigelegt, daß mir entgegenhalten wurde, Jesus singe nicht. Nun erhielten wir in der regelmäßig stattfindenden Schriftlesungsversammlung in Graz-Andritz ein Antwort-SMS auf ein SMS zur Schriftstelle „2 Samuel 2,12ff.“, die ich der Versammlung vorlas: wegen des Sohnes der Zeruja und Laura Dahlmeier. Dies führte zu meiner Teilnahme an der Prozession von „Österreich betet“ durch die Innenstadt von Graz. UND BEI DER PROZESSION VOM DEUTSCHEN LEITENDEN BEKLAGT, DASS NICHT BEI DER GLEICHFALLS REGELMÄSSIG ALLE PAAR MONATE STATTFINDENDEN PROZESSION EIN M I K R O F O N ZUR VERFÜGUNG STAND WIE SONST.
Hinweisen müssen wir aber darauf: daß GLUCK – zu ORPHEUS – doch zur abendländischen Musik gehört, wie sie sich seit dem „17. Jahrhundert“ abgehoben gegenüber allen anderen Kulturkreisen einmalig und mit einer einmaligen – EBEN VIELLEICHT MIT AUSNAHME DER SINGSTIMME JESU – Handhabung der menschlichen Stimme entwickelte, an der Wende zum „19. Jahrhundert“ weltweit auffallend.
Gesungen wurde übrigens auch bei der Prozession.
Dr. phil. Siegfried Paul Posch