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Deutsche Kirche auf Abwegen ins Schisma?

Erklärung des Zusammenschlusses petrustreuer Vereinigungen:

Für ein Schisma bedarf es keiner Gründung, sondern nur der Distanzierung von der Grundlage des Glaubens und der gemeinsamen Basis der Kirche. Wer dies bezweifelt, lese bitte den Bericht von Burkhard Ewert in der NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) vom 18.11.2021 auf S. 3 über ein Interview mit einem nicht genannten Bischof.

Der Titel heißt den Leser „Willkommen bei der katholisch-lutherischen Kirche von Deutschland“.

Nicht Ökumene ist das Thema, sondern die unverhohlene Aufforderung, zum Vatikan auf Distanz zu gehen. Probates Mittel: Orientierung am Zeitgeist. Keine Bindung mehr an Rom, Lossagung von allen ultramontanen Bindungen, Schaffung einer deutschen Nationalkirche, da „Katholiken und Lutheraner einander in Deutschland  (…) näher (seien) als die deutschen Katholiken dem Katholizismus des Vatikans“.

Man reibt sich die Augen:

Gibt es ökumenische Zusammenarbeit nicht schon auf vielen Feldern? Zu nennen sind Religionsunterricht, Krankenhausseelsorge, interkonfessionelle Aktivitäten auf Gemeindeebene, „Konzelebrationen“ zwischen Priestern und evangelisch-lutherischen Pfarrer/innen mit gemeinsam gesprochenen Wandlungsworten, gegenseitige Einladungen zu Predigten zu besonderen Anlässen, auch an Bischofssitzen – müssen es mehr Beispiele sein?

Kernsatz des NOZ-Artikels: Es brauche keinen „klerikalen Mittler zwischen Gott und dem Menschen“. Plädiert der Verfasser oder der interviewte Bischof für den Grundsatz, dass jeder nach seiner Façon selig werden kann?

Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es der Reformen, doch diese seien „nur gegen den Vatikan und den lateinischen Katholizismus denkbar, der in Deutschland keine hinreichende Akzeptanz mehr hat“.

Frage an den interviewten Bischof: Hat Jesus für seinen Tod am Kreuz die Akzeptanz der Menschen, für die er sein Leben hingegeben hat, abgewartet, bis er diese Zustimmung erhalten hat? Wofür ist er Bischof? Hat er niemals im AT gelesen, dass Gott sein Volk selbst weiden will, weil die Hirten versagt haben?

Ist die deutsche Kirche – vorweg durch seine Repräsentanten – auf dem Weg ins große Schisma? Wer von „himmlischen Warnungen“ nichts hält, wäre er nicht besser beraten, aus vergangenen Ereignissen zu lernen? Wer aus der Geschichte nicht lernen will, muss sie wiederholen (Georges Santayana). Gerade die Kirchengeschichte bietet Anlass genug, sich über schismatische Ereignisse der Vergangenheit Gedanken zu machen.

Die Grenze zur Häresie ist eng, und viele Schismatiker endeten in der Häresie. Sind unsere Bischöfe, wenn sie einem Journalisten der NOZ ein Interview geben, Wegbereiter der Zerstörung der Kirche, die unser HERR auf den von ihm bestimmten Felsen gegründet hat?

Die petrus-treuen Vereinigungen wehren sich zu Recht gegen Tendenzen der Auflösung der Einheit, sei es ein einzelner Bischof oder seien es mehrere Episkopen, wenn auch gemeinsam in einer Deutschen Bischofskonferenz.

Reinhard Dörner, Vorsitzender

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Kommentare

3 Antworten

  1. In unserer Stadt ist schon lange Schisma! Oder wie sollte man das
    den Eltern und Kindern erklären, warum ausgerechnet ein schwuler
    evangelischer Pfarrer mit einem kath. Pfarrer in unserem Viertel den
    Eröffnungsgottesdienst für Schulneulinge zelebriert? Wenn ich mich
    beschwere, bin ICH, die Kinder- und Familienschützerin, die Böse!
    Dieser Homosexuelle war/ist übrigens AKTIVIST, macht Reklame!

  2. Ökumene ist vernünftige Zusammenarbeit im Weltlichen.
    Ökumenismus ist ideologisch begründet: Von zwei Extremen aus zur Mitte.
    Der Evangelismus – um Protestantismus zu vermeiden – ist die Reduzierung des Glaubens allein auf die Schrift. Als Petrus an Pfingsten predigte, war weder der Stadtschreiber, noch ein Notar und auch keiner mit einem Tonbandgerät dabei, aber Zuhörer mit trainiertem Gedächtnis, die auch aufgeschrieben haben. Bis hierher ist alles Überlieferung, dann kommt die Schrift. Lukas hat von der Gottesmutter die Privatoffenbarung erfahren, wie ihr der Engel Gabriel erschienen ist. Und natürlich auch vieles mehr, was sicher nicht alles im Evangelium steht.
    Die eine halbierte Seite will, daß die andere Seite, die der Neukatholischen, sich auch halbiert. Und die ist dazu bereit.

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