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Deutschjüdischer Historiker Michael Wolffsohn plädiert für eine Dienstpflicht

„Es müsste eine allgemeine Dienstpflicht geben. Das ist nicht nur funktional, sondern auch ethisch ganz wichtig“, erklärt Prof. Dr. Michael Wolffsohn (siehe Foto).

Der deutschjüdische Historiker und Bestsellerautor hat vor acht Jahren deutlich vor einer Abschaffung der Wehrpflicht gewarnt (siehe hierzu unser damaliger Bericht: https://charismatismus.wordpress.com/2013/12/04/bundeswehr-als-soldnerheer-nein-danke/).

Seinen aktuellen Vorschlag erläutert der Geschichtswissenschaftler folgendermaßen:

Hier geht es um eine grundsätzliche Perspektive: zwischen dem einzelnen Bürger / der Bürgerin dieser Republik und dem Staat. Es hat sich in der westlichen und in vielen anderen Gesellschaften eingebürgert, dass nur der Staat für die Bürger da sei. Eine sehr sympathische Sicht, die man historisch und psychologisch verstehen kann.

Aber für das, was eine Gemeinschaft ebenfalls braucht, nämlich ein Wir-Gefühl, dafür ist diese Dienstleistungsfunktion des Staates allein ein großes Problem. Wir brauchen Menschen, die für Dienste an der Allgemeinheit verfügbar sind, das sieht man ja nicht zuletzt an der Bekämpfung der Pandemie.

Siehe hierzu auch die Diskussion im Hörfunksender SWR2 am 24. März 2020 zum Thema: „10 Jahre ohne Wehrpflicht – Erlahmt die Streitkraft?“

Wir veröffentlichen diese Stellungnahme mit freundlicher Erlaubnis von Prof. Wolffsohn

Quelle (Text / Foto): https://www.wolffsohn.de/cms/800-swr2-allgemeine-dienstpflicht.html

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