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Die Ehe nach dem islamischen Recht beinhaltet Sklaverei für die Frau

Von Dr. Christoph Heger

Unsere linken „Aufklärer“ sind in ihrem Eifer, „Vorurteile“ zu bekämpfen  –  die sie natürlich nie selber haben  – , sehr darum bemüht, dem verbreiteten „Vorurteil“ zu widersprechen, dass der Islam frauenfeindlich sei.

Da dürfte Al-Ghazalis berühmte Schrift „Wiederbelebung der Religionswissenschaften“ (iḥyāʾ ʿulūm al-dīn) wirklich aufklärend sein. Sie enthält auch ein „Buch über das richtige Verhalten in der Ehe“ (kitāb ʾadāb al-nikāḥ).

Abū Ḥāmid al-Ghazālī († 1111) ist ein gefeierter islamischer Theologe, Jurist und Sufi-Denker. Man übertreibt nur wenig, wenn man sagt, dass seine Stellung im (sunnitischen) Islam jener des Thomas von Aquin in der römisch-katholischen Kirche vergleichbar ist.

al-Ghazālī  –  wie überhaupt das islamische Recht –  stützt sich in seinen Urteilen weniger auf den Koran als auf die (angebliche) Überlieferung (ḥadīt), die darüber berichtet, wie der Prophet Mohammed gehandelt und gesprochen haben soll.

Das vollständige Buch iḥyāʾ ʿulūm al-dīn kann hier in Übersetzung gelesen werden: http://www.ghazali.org/site/ihya.htm. Wer des Arabischen mächtig ist, kann es auch im Arabischen lesen: https://books.google.de/books?id=GdBHCwAAQBAJ&lpg=PT39&pg=PT44&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

Eine lesbare Zusammenstellung von Al-Ghazalis Lehren bringt der Beitrag „Women in al-Ghazali’s Book on the Etiquette of Marriage“ der Internetseite „A second reading“ (https://asecondreading.wordpress.com/2016/05/31/women-ghazali/).

Darin werden Zeile für Zeile der arabische Text und eine englische Übersetzung für einschlägige Passagen aus Al-Ghazalis Buch vorgestellt: https://asecondreading.wordpress.com/2016/05/31/women-ghazali/.

Der Beitrag gliedert sich in die Kapitel:

  1. Unfruchtbarkeit und schwarze Hautfarbe العقم والسواد
  2. Tolerierung von Frauen الصبر على النساء
  • Die Übel der Frauen شرار النساء
  1. Männliche Dominanz الهيمنة الذكورية
  2. Disziplin und Furcht التأديب والخوف
  3. Frauen zu Hause halten حبس النساء في البيوت
  • Ehe und Sklaverei النكاح والرق

Der hier folgende Text beschränkt sich in der Wiedergabe dieses Beitrags auf zwei die Frau betreffende, besonders schwerwiegende Aspekte des von al-Ghazālī vorgestellten islamischen Rechts:

  1. Der Koran [Quran 4:34] erlaubt nicht (nur), sondern gebietet dem Mann, seine Frau(en) bei Besorgnis der Aufsässigkeit zu schlagen, wenn seine Ermahnungen und sein Fernbleiben von deren Bett nicht erfolgreich sind.
  2. Die Ehe ist für die Frau eine Form der Sklaverei (al-nikāḥ riqq النكاح رق).

al-Ghazālī sieht die Pflicht des Mannes, die Frau zu schlagen, gegeben, wenn Zank ausschließlich von der Frau kommt. Denn dann „sind Männer für die Frauen verantwortlich“ [Quran 4:34]. Also ist es Sache des Ehemannes, sie zu bestrafen und über sie herzufallen, bis er sie zum Gehorsam zwingt.

waʾammā ʾidhā kāna nushūz min al-marʾah khāṣahan fa al-rijāl qawwāmūna ʿalā al-nisāʾ fa-lahu ʾan yuʾaddibhā wa yuḥammilhā ʿalā al-ṭāʿah qahran

وإما إذا كان النشوز من المرأة خاصة فالرجال قوامون على النساء فله أن يؤدبها ويحملها على الطاعة قهرا

Auch wenn die Frau aufhört zu beten, hat er sie mit Gewalt (qahran قهر) zum Beten zu zwingen.

al-Ghazālī ist allerdings gegen brutales Schlagen. Die Schläge sollen „nicht extrem“ sein: Es soll für die Frau schmerzhaft sein, aber ohne einen Knochen zu brechen oder ihren Körper bluten zu lassen. Und er soll ihr nicht ins Gesicht schlagen, denn das ist verboten.

fa-ʾin lam yanjaḥ dhālika fīhā ḍarabahā ḍarban ghayr mubarriḥ bi-ḥayth yuʾlimihā wa lā yaksir lahā ʿaẓman wa-lā yudmī lahā jism wa lā yaḍrib wajhihā fa-dhālika manhī ʿanhu

فإن لم ينجح ذلك فيها ضربها ضربا غير مبرح بحيث يؤلمها ولا يكسر لها عظما ولا يدمي لها جسم ولا يضرب وجهها فذلك منهي عنه

al-Ghazālī glaubt, dass Frauen für den Mann Sklaven sind. Er schreibt: „Der Prophet hat gesagt: Verheiraten ist Versklavung; jeder von euch sollte sich sorgfältig überlegen, wo er seine Tochter hingibt.“

qāla ṣallā llāhu ʿalayhī wa-sallama al-nikāḥ riqq fa-li-yanẓur ʾaḥadakum ʾayna yaḍaʿ karīmatihi

قال صلى الله عليه وسلم: النكاح رق فلينظر أحدكم أين يضع كريمته

al-Ghazālī wiederholt diese Einordnung in einem anderen Teil des Buches: „Die maßgebliche Aussage hier ist, dass die Ehe eine Art Sklaverei ist.“

ʾinna al-nikāḥ nawʿ riqq والقول الشافي فيه أن النكاح نوع رق

Es ist angebracht, diese Sicht von „Ehe“ mit der christlichen zu vergleichen.

Jesus Christus lehrt im Markus-Evangelium, Kap. 10: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und wird seiner Frau anhangen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch.“

Hier darf „ein Fleisch“ nun nicht im Sinne der bloßen leiblichen Vereinigung der Ehegatten verstanden werden. Vielmehr hat das hier mit „Fleisch“ übersetzte hebräische Wort nach Ausweis des Alten Testaments die Bedeutung „Geschöpf“, „Schöpfung“. Die Ehepartner sind also ein (neues) Geschöpf.

Der Philosoph Johann Gottlieb Fichte (1762 – 1814) hat – nach meiner Kenntnis erstmalig – „Interpersonalunion“ zum Gegenstand einer philosophischen Untersuchung gemacht und gefolgert, dass Personen zu einer wirklichen Personalunion kommen können. Das ist und war vielleicht schon immer dem liebevollen Ehemann bewusst, der bekanntlich seine Frau „meine bessere Hälfte“ nennt. Also nicht „die bessere Hälfte von uns beiden“, sondern eben die „bessere Hälfte“ von sich selbst.

Es versteht sich, dass diese Union in dieser Welt keine polygame sein und nur durch ein Unrecht aufgehoben werden kann.

Kommentare

3 Antworten

  1. Sure 8:17 Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, und damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm unterziehe. Gewiß, Allah ist allhörend und allwissend.
    Der Islam hat sich sicher Vorteile für Diener Allahs vorbehalten. Um das aber mit Liebe Gottes zu vergleichen, ist da noch enorm viel Raum nach oben offen.
    So manche Theologen haben auch Islamwissenschaftlen studiert und hegen ihr Islamverstehen als Verdienstmöglichkeit. In keiner Weise sind durch das Studium der Isamwissenschaft oder angebliche Islamversteher in Europa irgendwelche Vorteile für Frauen dabei heraus gekommen.
    20 Jahre in Afghanistan Krieg und die Flüchtlinge bestehen hier auf ihrem Islam wie in Afghanistan. Die kleinen Mädchen sollen Kopftuch tragen in der Spielgruppe. Da fängt die Sexualisierung und Apartheid an.
    Ich hatte mal im DLF einen Beitrag von einem Islamkenner gehört, der es hoch erotisch fand, in Saudi Arabien die voll verhüllten Frauen zu sehen und die Sprache der Augen war für ihn hoch erotisch. Ich denke, es sind die Männerphantasien, die hier bedient werden, in dem man die Frau für andere Männer als verbotene Frucht exponiert. Die Töchter werden so jung wie möglich da auch mit einbezogen.
    Wenn das Islam ist , dann müßten Männer sich auch verhüllen. In Deutschland ziehen sich Muslime leichte Sommerkleidung an und die Frauen müssen teils alles bedecken, nur das Gesicht und die Hände sind zu sehen.
    Wer ist so frei und spricht die Menschen auf der Straße an , dass eine demonstrative Islamisierung die Gegenseite stärkt, was ja nicht unser Wunsch ist. Jede Frau mit Kopftuch bezeugt , dass Jesus nicht ins Fleisch gekommen ist . Welche christliche Welt läßt sich das bieten ? Jeder darf ja glauben, was er möchte .Es ist jedoch nicht rücksichtsvoll, damit öffentlich zu bekennen, dass sie meinen Gott nicht respektierteren. Jesus bekommt im Islam lediglich als lieben Prophet eine Rolle zugeteilt. Keine Religion ist so antichristlich geprägt wie der Islam, weil selbst der Kreuzestod Jesu geleugnet wird .
    „Wer mich bekennt, den werde auch ich vor dem Vater bekennen.“

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