Papst Benedikt beim Angelus am 8.2.2009:
Jesus läßt keine Zweifel: Gott – dessen Antlitz ER selbst uns offenbart hat – ist der Gott des Lebens, der uns von allem Bösen befreit. Die Zeichen dieser seiner Macht der Liebe sind die Heilungen, die ER vollbringt:
ER zeigt so, daß das Reich Gottes nahe ist, indem ER Männer und Frauen ihre volle Unversehrtheit im Geist und im Leib zurückerstattet.
Ich sage, daß diese Heilungen Zeichen sind: sie führen hin zur Botschaft Christi, sie führen uns hin zu Gott und lassen uns verstehen, daß die wahre und schlimmste Krankheit des Menschen die Abwesenheit Gottes ist, des Quells der Wahrheit und der Liebe.
Foto: Prior Michael Gebhart OSB





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8 Kommentare
Die Erklärung von Frau Küble ist wichtig. Sonst könnte man denken – gemäß dem letzten Satz – der Mensch könne quasi hinterrücks von der „Krankheit der Abwesenheit Gottes“ befallen werden und wäre darin machtlos gefangen und rettungslos dem Untergang geweiht. Aber Gott ist nie und nirgends abwesend, auch wenn man sich – bewusst oder unbewusst – von ihm abwendet, denkt, man sei komplett verlassen oder seine Anwesenheit nicht wahrnimmt. Der Papst hat hier also wohl (hoffentlich wirklich) das bewusste Ablehnen Gottes gemeint, also eine Art hartnäckiges Ignorieren wider besseres Wissen, wie es unsere heutige Zeit oft kennzeichnet.
Ergänzung: siehe Psalm 139, bes. VV 11-12 (alte EÜ (roter Einband)).
„Aber Gott ist nie und nirgends abwesend….“ Ihr Satz. Also auch nicht in der Hölle?
Die endgültige Hölle gibt es ja noch nicht. Aber jetzt schon das Totenreich der Verlorenen…. Ist Gott auch da?
Jemand, der mit aller Kraft Gott ausschließen WILL, ist in der „Hölle“, er hat sich selbst dahin versetzt. Solange er lebt hat er jederzeit die Möglichkeit, das zu ändern. Katholischer Glaube besagt aber dass, wenn er in diesem Zustand (absichtlich selbst und bewusst von Gott getrennt und also in Gottesferne) stirbt, dort in Ewigkeit bleibt. Heutzutage wird in der Regel ein Hintertürchen für eine eventuelle göttliche Gnade nach dem Tod in diesem Zustand offengehalten, da man ja nicht weiss ob im Moment des Todes doch noch eine Art Umkehr stattfindet. Aber – wie Frau Küble schon ausführte – der Zustand der Gottesferne ist selbst gewählt, es wird niemand gezwungen.
Psalm 139,8
Lutherbibel 2017
„Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. (Am 9,2)“
Ich las einmal, dass DAS die eigentliche Höllenqual der Verlorenen sein wird: Die ewige Gottverlassenheit. Ewig ohne einen liebenden Gott sein zu müssen. Auf ewig nur sich selbst überlassen zu sein im eigenen Elend. Ohne jegliche Hoffnung. Ob „der ewige Feuersee“ wohl nur das symbolische Bild dafür ist?
Guten Tag,
ja, das eigentliche Wesen der Hölle ist die Abwesenheit Gottes.
Freilich ist diese „Qual“ selbstgewählt, gleichsam die Fortsetzung der irdischen Entscheidung gegen Gott und seine Gebote.
Andernfalls müßte Gott im Himmel eine Zwangsbeglückung mit Marionetten durchführen.
Zur Liebe gehört aber die Freiheit, denn anders kann sie gar nicht existieren.
Die Hölle ist so gesehen von innen her verschlossen – durch den Willen jener, die GOTT nicht dienen wollen, weder hier noch im Jenseits.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Ja, genauso sehe ich es. Danke für Ihre Sicht!