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Dr. Hartl kritisiert „Verschwörungstheorien“ auf zeitgeistlicher Wellenlänge

Von Felizitas Küble

Am heutigen Montag (7. Februar) berichtete die evangelische Nachrichtenagentur IDEA über ein Instagramm-Gespräch mit dem katholischen Theologen Dr. Johannes Hartl aus Augsburg: https://www.idea.de/artikel/hartl-manche-christen-sind-anfaelliger-fuer-verschwoerungstheorien

Der ökumenisch orientierte Familienvater leitet das charismatische Gebetshaus Augsburg, das die bekannte MEHR-Konferenz organisiert, die in der Vor-Corona-Zeit alle Jahre stattfand und ein schwarmgeistiges Spektakel mit lautstarker „Lobpreis“-Musik und schrillen Disco-Showeffekten zum Besten gab.

Wir haben darüber mehrfach berichtet, insbesondere hinsichtlich der MEHR-Rednerlisten, denn Dr. Hartl hat einige Male bizarre Starprediger –  etwa aus den USA –  eingeladen, bei deren Sonderlehren und verstiegenen Praktiken sogar gemäßigte Charismatiker ihre Augen verdrehen. 

Aber nun zu Dr. Hartls jüngstem Anliegen, nämlich seiner oberschlauen Kritik an „Verschwörungstheorien“.

Abgesehen davon, daß diese Strömungen inzwischen weithin als „Verschwörungsmythen“ bezeichnet werden, ist es recht wohlfeil und zeitgeistbeflissen, sich quasi von oben herab über die scheinbar naiven Frommen auszulassen, die auf „sowas“ hereinfallen, weshalb sie einer etwas tantenhaften Belehrung bedürfen.

Zunächst stellt der 43-jährige Theologe fest, „sehr konservativ gläubige“ Christen (ob evangelikal oder charismatisch) seien besonders anfällig für „Verschwörungstheorien“. Allerdings wird dabei nicht geklärt, ab wann denn eine  – sagen wir mal  – bestimmte Minderheitenmeinung schon „igitt“ als eine solche V-Theorie anzusehen ist. 

Wenn Hartl erläutert, einer der Gründe für die beklagte „Anfälligkeit“ sei die in fromm-christlichen Gruppen verbreitete  „Grundskepsis gegenüber dem Mainstream“, dann sollte er klarstellen, wie berechtigt eine solche Haltung vielfach tatsächlich ist. Insbesondere eine medienkritische Einstellung ist nicht nur für Gläubige, sondern durchaus für alle unabhängigen Geister empfehlenswert.

Daß es einen gewissen „Narrensaum“ auch in diesem Spektrum gibt, ist kein seriöses Argument gegen eine skeptische Einstellung hinsichtlich der Manipulationsgefahren in Politik und Medien, wobei man freilich stets Besonnenheit und Nüchternheit bewahren sollte.

Oberflächliche Sprachblasen bietet Hartl auch mit seinem Hinweis, konservative Christen seien „vorsichtig gegenüber bestimmten wissenschaftlichen Erkenntnissen“, was dann „bis hin zur Wissenschaftsfeindlichkeit“ führen könne.

Was wohl mit jenen „bestimmten“ wissenschaftlichen Erkenntnissen gemeint sein mag  – aktuell betrachtet vermutlich eine gewisse Skepsis gegenüber genbasierten Impfstoffen?  – Dr. Hartl sollte nicht so tun, als gäbe es „die“ Wissenschaft, denn wie sich gerade in den Corona-Debatten zeigt, finden wir z.B. unter Virologen sehr unterschiedliche Auffassungen und ein Dr. Drosten oder Mister bzw. Minister Lauterbach ist durchaus nicht der Nabel der medizinischen Welt.

Vielmehr wurden die sogenannten „Verschwörungsmythen“ doch gerade dadurch befeuert, daß sie sich später teilweise als zutreffend erwiesen. So hat z.B. auch die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht erwähnt, jene Skeptiker, die schon länger eine Impfpflicht befürchtet hatten, seien als Schwurbler und V-Theoretiker ins dumpfe Eck gestellt worden.

Dann gab es diesbezüglich einen massiven Wortbruch der politischen Eliten, der einen entsprechenden Vertrauensverlust zur Folge haben wird – was sonst?

Warum kritisiert Dr. Hartl nicht derartige reale Vorgänge, sondern macht es sich gemütlich mit seiner zeitgeistkonformen Besserwisserei, wobei er genau weiß, daß er mit solchen Allerweltsweisheiten im rotgrünen Mainstream nicht anecken wird.

Der Theologie kritisiert sodann mit einer gewissen Berechtigung eine starke Vermischung von Glaube und Politik, vor allem bei Predigten. Er meint: „Ich weiß nicht, wie du aus der Bibel herleiten kannst, dass du dich impfen lassen oder nicht impfen lassen sollst.“

Warum erwähnt er hierbei nicht z.B. die Impf-Aktionen im Wiener Stephansdom (kath.) oder im Ulmer Münster (evang.) – oder war das etwa keine  einseitige und geradezu verheerende Verquickung von Kirche und Politik?!  – Einmal abgesehen davon, daß derart provozierende Vorgänge einen spalterischen (Un-)Geist in die Christenheit tragen, der sich bestimmt nicht „aus der Bibel herleiten“ läßt.

Erst recht ist die ständige Benachteiligung von nichtgeimpften Bürgern alles andere als fair und daher auch nicht christlich. Oder würde Christus heute etwa sagen: „Kommt alle zu mir, die ihr geimpft und geboostert seid…“

Eines der Hartl-Bücher trägt den typisch enthusiastischen Titel „In meinem Herzen FEUER“.  – Aber wenn es darum geht, wie hier bei aktuell heißen Themen couragiert zu widersprechen, ist von „Feuer“ wenig zu sehen – da könnte man sich sonst die Finger verbrennen….

Wenn also Dr. Hartl schon nicht den Mut besitzt, Roß und Reiter zu nennen, hätte er besser geschwiegen – er wäre zwar trotzdem kein Philosoph geblieben, hätte aber wenigstens keine derart schillernden bis irreführenden Signale gesetzt.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

Kommentare

22 Antworten

  1. Was für eine gehaltlose fruchtlose Kommentarediskussion.
    Immer mehr stelle ich fest, dass die sogennant selbstständig Denkenden, die in der Mehrheit gegen den Staat sind, in sehr vielem egal ob Impfung oder Politik, selbst dermaßen intolerant sind und sofort dazu neigen, den Anderdenkendrn abzukanzeln, und ihnen Staatshoerigkeit und somit Ungehorsam Gott gegenüber beweisen
    Welche Arroganz und Überheblichkeit.

    Ich habe ebenso meine Schwierigkeiten mit Hr Hartl, aber er versucht wenigstens die Dinge zu beleuchten und bietet dazu viel Material, und sagt vieles Bedenkenswerte.
    Man muss fem ja nicht zustimmen, kann aber seine Person in Ruhe lassen und sich anderen Themen zuwenden.
    Es ist ein Merkmal hier in diesem Forum, dass man auf ungrnehmen Leuten herumhackt.
    Dann soll man doch nichts über diese Personen schreiben, weder Artikel und auch keine Kommentare dazu, oder eine sachlich-nuechterne Auseinandersetzung führen.

    Die Debattenkultur in Deutschland war leider schon immer ärmlich, und sie wird immer ärmlicher, besonders unter jenen, die sich aufgeklärter und weiser wähnen.

    Am Ende müssen wir alle uns einzeln vor GOTT rechtfertigen, und nicht für einen anderen.

    Und egal ob Impfung, Zivilisationskrankheiten, Syphilis, Contergan Skandal, Pestizide, Kriege…. Es wird NIE einen Himmel auf Erden geben, und keinen Gottesstaat… Und das beweist uns Gott, bzw wir uns selbst momentan jeden Tag.
    In dieser ach so fortschrittlichen Welt gibt es mehr Kriege, Leid, Krankheiten und sexuelle Abartigkeiten, Hungerndr und Ausbeutung denn je.

    „HERR, schenke uns ein reines Herz.
    Bilde unser Herz nach deinem Herzen.“
    Und dann schenke uns Stille, und Schweigen und Ruhe in dir.

    Wie betete Pater Pio einmal:
    …. Ich bitte nur um einen Ort der Ruhe in Deinem Herzen…
    im Gebet zu Jesus um Kraft.

    Dem schließe ich mich sehnsüchtig an.

    1. Guten Tag,
      Sie beschweren sich hier eins ums andere über die „Arroganz und Überheblichkeit“ der anderen, über jene hier im Blog, die „dermaßen intolerant“ seien und „dazu neigen, Andersdenkende abzukanzeln“.
      Was tun Sie denn hier Absatz für Absatz? Ist das etwa kein „Abkanzeln“?
      Dann fordern Sie uns auf, Hr. Hartl „in Ruhe zu lassen“, aber es sei ja „ein Merkmal hier in diesem Forum, dass man auf unangenehmen Leuten herumhackt“.
      Die Debattenklutur in Deutschland sei ja „schon immer ärmlich“ und werde immer ärmlicher, „besonders unter jenen, die sich aufgeklärter und weiser wähnen“.
      Sie sitzen hier auf einem vermeintlich sehr hohen Roß,
      ziehen pauschal nicht nur über diesen Artikel her (in dem es gar nicht um die Person von Dr. Hartl geht, sondern um bestimmte öffentliche Äußerungen von ihm), sondern gleich über den ganzen Blog.
      Wenn das CF so wenig taugt, warum lesen und kommentieren Sie denn darin?
      Übrigens finde ich Ihren polemischen Rundumschlag nicht so passend zu Ihren frommen Ruhegebeten am Schluß.
      Ja, wir müsswen uns alle einst vor Gott rechtfertigen, das stimmt allerdings – Sie nämlich ebenfalls, obwohl Ihre überheblichen Zeilen den Eindruck erwecken, als ständen Sie da „voll drüber“.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Sehr geehrte Frau Kueble,
        es ist hoffnungslos mit Ihnen.
        Pwmischer und gekraenkter s Sie kann man nicht antworten, und damit liefern Sie den Beweis.
        Ich nehme mir Ihre „Antwort“ zu Herzen und meide CF forthin.
        Freundliche Grüße.

        1. Guten Tag,
          schon klar: „hoffnungslos“ sind immer die anderen.
          Damit bestätigen Sie für Ihre eigene Haltung genau das, was Sie Andersdenkenden so gerne vorhalten.
          Übrigens habe ich nicht „gekränkt“ reagiert, sondern Ihnen den nötigen Spiegel vorgehalten.
          Mir scheint, gekränkt sind Sie darüber.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

  2. Haben Sie sich vorher mit Herrn Dr. Hartl zu einem Gespräch getroffen, Frau Küble, um zu verstehen, was er gemeint hat? Oder glauben Sie, das Format eines Instagramm-Interviews sei ausreichend, um in jedem Punkt ins Detail gehen zu können?

    Ach, ich vergaß, es geht ja nur darum, die Pauschalkritik an Charismatik usw. usf. anzureichern.

    1. Guten Tag,
      warum soll ich mich eigens zu einem Gespräch mit jemandem „treffen“, der eine Person des öffentlichen Lebens ist und dessen Äußerungen von der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA verbreitet wurden?
      Gehts noch?
      Mit dieser „Logik“ dürften sich Journalisten überhaupt nicht mehr zu Aussagen anderer Personen des öffentlichen Lebens äußern – sie müßten alle vorher erst persönlich mit ihnen sprechen. Lächerlich!
      Oder treffen Sie m i c h erst zu einem Gespräch, bevor Sie mich, meinen Blog, meine Artikel – wie es seit Jahren geschieht – ständig kritisieren?
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Ich schreibe ja keine Kommentare über Sie, sondern zu Themen, die Sie aufgreifen. Aber halt nicht, indem ich Sie persönlich angreife oder Ihnen etwas unterstelle. Aber ich „spreche“ durchaus mit ihnen über dies Kommentarfunktion. Insofern ist Ihr Vergleich falsch.

        Allein richtig ist, dass Johannes vor geraumer Zeit mal erklärt hat, warum er sich an derart fruchtlosen Diskussionen nicht mehr beteiligt. Und das kann ich auch gut nachvollziehen. Er hat auch sicher Besseres zu tun. :-))

        1. Guten Tag,
          was soll diese Rabulistik und Sophistik?
          Auch ich schrieb nicht über Dr. Hartl persönlich, sondern über seine Ansichten.
          So wie Sie meine Artikel seit Jahr und Tag unentwegt kritisieren (weitaus mehr als ich diesen Dr. Hartl), so kann ich mich auch zu Hartls öffentlichen Aussagen äußern, ohne erst mit ihm „sprechen“ zu müssen.
          Oder haben Sie mich vor dem Absenden Ihres Leserkommentars vorher kontaktiert, um das Thema erst einmal mit mir selber zu besprechen?
          Natürlich nicht, das ist Ihnen noch nie eingefallen – aber mich fordern Sie dazu auf, noch dazu, obwohl ich Journalistin bin und es folglich schlicht zu meinen Aufgaben gehört, zu öffentlichen Aussagen und Vorgängen Stellung zu beziehen.
          Wenn „Johannes“ Besseres zu tun hat, dann kann er das Themenfeld gleich meiden, dann braucht er nicht über Standpunkte von Andersdenkden derart abwertend herzuziehen.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

  3. Wir müssen zwischen der Freimaurerei und den Freimaurern unterscheiden. Die Freimaurerei als solche strebt nicht nach Macht. Allerdings sind die Freimaurer tatsächlich in jeder nationalen Organisation vertreten, wo wichtige Entscheidungen fallen. Und auch in allen multinationalen Gesellschaften, die auf die wirtschaftliche und politische Macht Einfluß ausüben. Das sagte der spanische Experte Guerra Gomez, Autor des Buches „Der Freimaurer-Komplott“ (Styria-Verlag), in einem Interview mit ZENIT Anfang Juni 2007.
    Weiter sagte er: „Es ist daher richtig zu folgern, daß sie versuchen, ihre ideologischen Grundsätze – Relativismus, Athe­is­mus, extrem-liberaler Kapitalismus – weiterzugeben, wo auch immer sie sich befinden… In den englischsprachigen Nationen, in den Ländern des Nordens, in der Türkei und anderswo streben sie nicht nach Macht: Sie sind die Macht.“
    G. Gomez bestätigt in dem Interview, daß nach Aussagen des Großmeisters der Großloge von Spanien (bis März 2006), Josep Corominas, 60 % der Mitglieder des Europäischen Parlamentes Freimaurer sind: „Tatsächlich sind alle Vorschläge zu den Themenbereichen Familie und Bioethik, die der Lehre der Kirche und sogar dem natürlichen Sittengesetz widersprechen, vom Europäischen Parlament angenommen worden… Die Freimaurerei strebt danach, die soziokulturellen Zeichen in den Ländern christlicher Tradition, wie z.B. die Weihnachtskrippe oder Repräsentationen von Symbolen des christlichen Geheimnisses – etwa den Stern von Bethlehem, die Heiligen Drei Könige und so weiter – zu beseitigen.
    “Eine Mitgliedschaft von evangelischen Christen in einer Freimaurerloge ist nach dem Urteil der EKD möglich. Die katholische Kirche dagegen hält fest an der Unvereinbarkeit von Freimaurerei und christlichem Glauben.

  4. Die Coronatoten von Bergamo waren wohl alles nur Schauspieler oder selbst schuld, weil sie ihr Immunsystem nicht trainiert haben?
    Gilt das vielleicht auch für die katholischen Priester, die den Coronakranken in Bergamo beigestanden sind und selbst an Corona verstorben sind?

  5. Bei der Corona-Politik unserer Regierung geht es um Leben und Tod, und das haben die meisten Menschen noch nicht verstanden. Nur weil man die Impffolgen oft nicht gerichtsfest nachweisen kann, weil die Verstorbenen nicht seziert werden, gibt es ein Glaubensproblem.
    Zunächst einmal, wer nicht intensiv etwas für die Stärke seines Immunsystems tut, ist an den Vorerkrankungen, an der Intensität von Corona-symptomen und an den Impffolgen zumindest mitschuldig.
    Sodann hat es für die Herstellung der mRNA-Impfstoffe von Pfizer und Moderna der Ermordung etwa 3-monatiger Föten bedurft. Schon deshalb kann ein Christ diese Impfstoffe nicht nehmen, weil sie aus der Küche des Teufels stammen.
    Und schließlich sagt uns Gottes Wort, das unsere Körper „Tempel des Hl. Geistes“ sind, also höchst wertvoll für Gott, und wir sollen auf unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit achthaben.

    Nun enthalten aber die Impfstoffe neben den Giften Aluminium und Quecksilber und Graphenoxid 2 besondere Gifte, ALC O315 und ALC O159, von denen Pfizer und Moderna selbst schreiben, dass sie nicht bei Menschen angewendet werden dürfen, und sie sind nur für Experimente einzusetzen. Die Folgen, erhebliche Erkrankungen, teilweise mit Todesfolge, finden bei vielen Geimpften, besonders bei Geboosterten statt. Logisch, denn die Impfungen haben ihre natürliche Immunkraft zerstört.
    Prof. Bhakti geht davon aus, dass 20% der Geboosterten in den nächsten 5 Jahren vorzeitig an allen möglichen Krankheiten sterben werden, weil ihre Immunschwäche sie nicht mehr abwehren kann.
    Natürlich kann der Schöpfer den einen oder anderen vor solchen Erkrankungen bewahren -wir leben alle von Seiner Gnade und Barmherzigkeit – aber das ändert nichts daran, dass die Impfpflicht ein Verbrechen der Regierenden an ihrem Volk ist und ganz sicher eines Tages auch vor einem irdischen Gericht beurteilt wird.
    Als Christen haben wir nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht, die Impfparteien bei den nächsten Wahlen abzuwägen uns so uns und unser Volk vor weiteren Schäden zu bewahren.

  6. Indem Hartl das Thema sog. Verschwörungstheorien aufgreift, geht er voll in dem gegenwärtigen Trend den Mainstream-Medien mit, die jede Art von Kritik der Maßnahmen und Entscheidungen der Regierungen sofort von den selbsternannten sog. Faktencheckern mit dem Bannwort des Verschwörungstheorie belegen und so jeden Kritiker mundtot machen.
    Dieses schon staatlich verordnete Denken kommt immer mehr dem nahe, was der Roman 1984 an denkpolizeilichen Prozessen schildert. Wie schade, wenn Christen sich das in einem guten Sinne kritische und prüfende Denken sich auch verbieten lassen.
    Denn wir werden ja von Gott dazu aufgefordert, die Dinge nicht unreflektiert zu übernehmen, sondern zu prüfen. Teil davon ist es auch, den Gott gegebenen Verstand durchaus zu gebrauchen, um auch auf diese Weise Widersprüche, Ungereimtheiten und Lügen entdecken und aufdecken zu können.
    Gerade die gegenwärtige Corona-Sache ist geprägt von einer Fülle an Widersprüchen, Ungereimtheiten und Lügen, so dass Wachsamkeit ein guter Ratgeber ist.
    Oder soll man damit sich naiv zufrieden geben, dass halt ein Event201 stattfand, Merkel kurz vor Start der C-Sache noch in Wuhan auf Staatsbesuch war und die Gates Foundation auch kurz vor Beginn der sog. Pandemie bei der jahrelang erfolglosen und rote Zahlen schreibenden Fa. Biontech mit einem gößeren Geldbetrag finanziell eingestiegen ist.
    Diese Liste ließe sich noch enorm fortsetzen.
    Schlußendlich: Es verblüffte mich im negativen Sinne, wie viele Vertreter und Medien des evangelikal-konservativen Lagers sich in den vergangenen zwei Jahren auf dieses Thema der „Verschwörungstheorien“ eingeschossen und belehrend den Mitchristen ebenfalls den Mund verboten haben. Schade, dass nicht wenigstens die Mühe aufgewandt wurde, für bestimmte Themen mal 10 Minuten Recherche mit direktem Quellenstudium zu investieren, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.
    In diesem Sinne staune ich eher, dass viele Christen eher anfälliger dafür sind, die Lügen der sog. Faktenchecker (die gar nicht selten dem Antifa-Umfeld nahe stehen) zu glauben, als sich selbst kundig zu machen.
    Als Nachfolger Jesu sollten wir uns als Christen immer um ehrliche Wahrheitsfindung bemühen und tatsächlich durchaus auch in beide Richtungen hin wachsam sein, das möchte ich gar nicht in Abrede stellen.

  7. Oh, hallo hallo, Frau Küble! Endlich mal wieder was aus ihrer eigenen Produktion! Schade, dass wir nicht mehr von Ihnen hören. Mir gefällt ihr gereiftes Urteilsvermögen.

  8. Ich halte das von Johannes Hartl angesprochene Thema insofern wichtig, als dass ich mich als Christ immer selbstkritisch fragen sollte, ob ich dem Thema „Corona“ die richtige Gewichtung gebe.
    Eine skeptische Meinung zu den Mainstream diesbezüglich zu vertreten und ein passiver Widerstand, indem man nicht alles mitmacht, was hier lautstark von der politischen Führung gefordert wird, ist ja ok. Wenn ich aber das Thema „Corona“ zu meiner Mission mache, dann kann ich schnell am wesentlichen des Christentums vorbeisteuern.
    Auch die Anmerkung von Hartl „Keine Politik von den Kanzeln“ halte ich ebenfalls für wichtig, denn das primäre Ziel der Kirche sollte doch sein, den Menschen zu helfen, in den Himmel zu kommen – und da wird man wohl kaum einen Impfpass vorzeigen müssen…
    Ich stimme aber auch Felizitas zu, dass man einfach mit „Verschwörungstheorien“ nicht vernünftig differenziert. Sobald ich ja bezüglich der Corona-Maßnahmen eine kritische Haltung habe, werde ich schnell vom Mainstream zum „Verschwörungstheoretiker“ abgestempelt. Dabei haben „konservative“ Christen nicht ohne Grund eine kritische Haltung zu den Mainstream-Medien. Den mit der Berichterstattung der „öffentlich-rechtlichen“ schon vor der Corona-Zeit z. B. in Bezug auf katholische Kirche und ProLife-Bewegung hat sich gezeigt, dass diese – mal ganz gelinde gesagt – nicht objektiv sondern sehr tendenziös berichten.
    Eine Anmerkung möchte ich auch noch zu dem Thema „enges soziales Gefüge“ geben. Das Problem sehe ich generell zunehmend und einfach dadurch bedingt, weil die Leute spüren, dass sie sich in bestimmten Kreisen nicht mehr frei äußern können, da kontroverse Meinungen nicht mehr gewünscht sind. Man stellt dies ja auch z. B. auf Internet-Seiten fest: Entweder wird überwiegend die eine Meinung oder die andere Meinung vertreten. Konstruktiver Austausch verschiedener Meinungen wird zur Seltenheit.
    Die Empfehlungen von Hartl dazu sind zwar gut gemeint, aber in der Praxis schwierig umzusetzen. Meine Empfehlung: Zuhörend und freundlich den andersdenkenden gegenüber, aber auch bereit sein, in ruhiger Weise seine Meinung auch kundzutun, sobald man dazu gefragt wird. Denn noch schlimmer, als die eine oder andere Seite zu vertreten, ist, wenn man sich jeweils der Meinung einer gesellschaftlichen Gruppe anpasst.

  9. Der Kommentar von Frau F. Küble den Ausführungen Dr. Hartls in Hinblick auf die Haltung so genannter „Verschwörungstheoretikern“ gegenüber der Impfung ist in meinen Augen sehr kompetent. Wir brauchen in unseren Tagen mehr solch mutiger Stellungnahmen, die gegen den Mainstream sind und diese auch veröffentlichen.

  10. Es ist unglaublich, dass Hartl die Freiheit des Einzelnen, selbst- und eigenbestimmend leben zu dürfen, diese frohe Botschaft von Jesus Christus untergräbt. Stattdessen pauschal irgendwelche Behauptungen gegen heutige Christen, welche eine andere Erkenntnis besitzen, von sich gibt. Warum sich Hartl dazur hinreißen lässt und von Verschwörungstheorien spricht und diese anprangert, ist anscheinend nur seinem eigenen Wohl bzw. dem Wohlwollen der heutigen Obrigkeit ihm gegenüber geschuldet. Wie würde er Jesus Christus anprangern, wenn dieser heute tätig wäre?

    1. Sind Sie ein Ignorant wie meine Schwester. Die hat zwar immer recht, aber will nicht zuhören. Blockt jede Diskussion außerhalb ihres Denkens ab.

  11. Zur Coronapolitik will ich mich hier nicht äußern. Was seine Person angeht, hat der ja intelligente Herr Dr. Hartl längst festgestellt, daß sein Bekenntnis zur Pfingstlerei/Charismatik Ablehnung bei konservativen Protestanten hervorruft. Der führende deutsche Evangelikalismusexperte Prof. Dr. Stephan Holthaus definiert und kritisiert konservative Protestanten auch wegen deren Ablehnung von Zusammenarbeit mit Charismatikern.

  12. Herr Hartl täte gut daran, seine Bezeichnung „sehr konservativ gläubige Christen“ näher zu definieren. Mit Rhetorik allein ist es nicht getan.
    Was die (Zitat) „Zurückhaltung“ Jesu gegenüber der Machtpolitik Roms angeht: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört!“
    Mehr brauchte Jesus nicht zu sagen, denn mehr gibt es nicht zu sagen.
    Mein Leben gehört Gott und nicht dem Kaiser.
    Wenn nun ein Kaiser mich dazu verpflichten will, mich selber mit unausgegorenen Genstoffen zu spritzen, ist Widerstand angesagt. Widerstand nicht nur von sehr konservativen gläubigen Christen! Der schlimmste Satz in diesem Interview ist allerdings die Aussage, Hartls er habe sich angewöhnt zu sagen: „Dazu habe ich mir noch keine eigene Meinung gebildet.“
    Das sollte er allerdings schnell nachholen. Der „Kaiser“ ist ihm nämlich ein ganzes Stück voraus. Testen, testen, testen und dann impfen, impfen, impfen.

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