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Dümmliche Kampagne gegen Bischof Voderholzer mit geheuchelter „Empörung“

Von Felizitas Küble

Unsereins ist schon lange Kummer gewohnt beim öffentlich-rechtlichen „Rotfunk“ und sonstigen linksgerichteten Medien, doch der jetzige Shitstorm gegen den Regensburger katholischen Oberhirten ist nicht „nur“ dreist, sondern dämlich noch dazu.

Allenthalben saust gerade eine geradezu absurde Empörungskeule gegen Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nieder, die nur dadurch einen „Sinn“ bzw. Unsinn ergibt, indem man seine Äußerungen genau andersherum (mist)versteht, als er sie offensichtlich gemeint hat.

Der Kirchenmann, der vor seiner Amtszeit als Professor wirkte, hat sich in einer Erklärung zum WSW-Gutachten  – die wir heute bereits vollständig dokumentiert haben  –  bewußt in wissenschaftlich-neutraler Weise ausgedrückt und sich darauf konzentriert, einen zeitgeschichtlichen Sachverhalt betont sachbezogen und ohne allzu direkte Wertung und Kommentierung darzustellen. Er erwähnt auch ausdrücklich, er habe selber damit begonnen, diese „wissenschaftliche Analyse“ vorzunehmen.

Dabei ist völlig klar – sowohl vom Text wie vom Kontext und der Aussageabsicht her gesehen – daß dieser kirchentreue Bischof sich in  k r i t i s c h e r  Weise mit der linksliberalen (!) Strafrechtsreform von 1973 (unter der SPD/FDP-Regierung!) befaßt, durch die der Kindesmißbrauch seinerzeit nicht mehr als Verbrechen definiert, sondern vielmehr relativiert und liberalisiert wurde. Er beklagt zudem ausdrücklich in seiner Stellungnahme, diese Vorgänge würden „kleingeredet“ und „kleingeschrieben“ (auch im WSW-Gutachten).

Sodann weist Dr. Voderholzer in wissenschaftlich erläuternder (!), nicht etwa in zustimmender Absicht darauf hin, daß man damals in „sexualwissenschaftlichen Urteilen“ davon ausgegangen sei, „dass für die betroffenen Kinder und Jugendlichen die Vernehmungen wesentlich schlimmer sind als die im Grunde harmlosen Missbrauchsfälle“.

Es liegt auf der Hand, daß der Regensburger Bischof damit nicht etwa diese „Missbrauchsfälle“ als harmlos verniedlichte, sondern mit seiner Darlegung jene verkehrte Denkweise darstellte, dies aber in „neutraler“ Sprache formulierte, weil er wohl gerade eine Art „konservative Rechthaberei gegen links“ vermeiden und sich betont sachlich-akademisch ausdrücken wollte.

Mit anderen Worten: Er ist mit der heuchlerischen Entrüstungswelle, die ihm folgte, das Opfer einer besonders wohlmeinenden Absicht geworden.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 

Kommentare

5 Antworten

  1. Der Tod ist ein Meister aus Deutschland, dieser Gedanke kam mir spontan, als ich die Überschrift im Focus-Artikel las „Bischof empört mit Aussagen zum Missbrauch – und spricht dann von Missverständnis“. Das ist die gleiche Niedertracht, mit der man den Irrtum Benedikts als Lüge und Falschaussage bezeichnete. Dabei steht bereits in der seit Jahren lesbaren Benedikt- Biografie von Peter Seewald, dass er bei der fraglichen Sitzung dabei war. Also wirklich ein Irrtum, eine fehlerhafte Recherche der Mitarbeiter Benedikts.
    Der Nachsatz der Journalisten zu Bischof Voderholzers Missgeschick „-und spricht dann von Missverständnis“ ist empörend! Ihm praktisch zu unterstellen, dass er im Nachhinein von Missverständnis gesprochen habe, obwohl er vorher etwas völlig anderes gesagt habe und auch dieser Meinung sei, ist wieder die Insinuierung einer Lüge! Man will Menschen, die verletzt am Boden liegen, endgültig erledigen. Mich hat das erinnert daran, dass Häftlinge in verschiedenen KZs, niedergeschlagen und fast ohnmächtig am Boden liegend, mit sprungbereiten Militärstiefeln – man sprang mit beiden Beinen mit Anlauf auf den Brustkasten des Unglücklichen – erledigt wurden. Nach wenigen Stunden waren sie in der Regel tot. Die Zeugen berichten vom Knacken der Rippen und Blutsturz aus dem Mund!
    Dabei hat Voderholzer schon vielfach betont, dass er an der Seite der Opfer stehe und ihr Leid klar sehe. Aber die Öffentlichkeit weiß das ja alles nicht! Man glaubt, wenn man im Fernsehen Sendungen hört, dann sei man informiert. Wichtig sind daher kath.net, TAGESPOST und andere konservative Netzwerke wie das Christliche Forum mehr denn je!

  2. Die Wölfe in der Kirche „fressen“ die an Gerechtigkeit interessierten Bischöfe.

    Man hat bei dieser ausgezeichneten Stellungnahme von Bischof Vorderholzer wieder so etwas erwarten müssen.
    Und immer sind es Betroffene aus den früheren Jahren, die sich dem Shitstorm anschliessen.

    Liebe Betroffene des sexuellen Missbrauch, versucht, eine Versöhnung herzustellen.
    Nur die gegenseitige Verzeihung (wenn noch möglich) wird Euch befreien von der Bitterkeit und dem Leid. Nicht medial aufgezogen, sondern mit Experten und auch mit Priestern. Dafür sind die Sakramente und das persönliche Gespräch mit Geistlichen da.

    Bischof Bätzing ist meines Erachtens ein Schwächling.

    1. Bischof Bätzing ist nicht nur ein Schwächling.
      Bei seinen fortwährenden entschuldigungsgeilen Bücklingen vor den Großinquisitoren der deutschen „Selbstbezichtigungskirche“ und der Zeitgeistmedien muss er aufpassen, dass er nicht versehentlich seine Hose verliert.
      Das wäre dann eine öffentliche Entblößung.

  3. Wundert das hier jemand noch ? Der zeitgeistige Schwachsinn, der nicht mehr erkennen will und kann, was Sache ist und was Propaganda, hat halt auch die Kirche erreicht.
    Bischof Voderholzer ist ein integrer und vorbildlicher Mann, ganz im Gegensatz zu seinen Gegnern. Ich persönlich bin froh, im Bistum Regensburg zu leben.

  4. Bischof Voderholzer hat heute bei der Synodalversammlung die „Berufung auf sexualwissenschaftliche Thesen, wonach die Vernehmungen den Kindern mehr Schaden zufügten als der Missbrauch selbst“ eigens thematisiert, woraufhin er sofort von Missbrauchsopfern verbal angegriffen wurde, die prompt bei Bischof Bätzing empörte Unterstützung fanden (https://www.tagesschau.de/sendung/tagesschau/; ab 5:28).
    An diesem Vorfall kann man exemplarisch das ganze Elend der synodalen Debatten ablesen, wo Teilnehmer geistig überfordert und nicht mehr in der Lage sind, zwischen einem Zitat aus einer bestimmten Zeit (im Dienst der hermeneutischen Aufhellung) und persönlicher Bewertung des Zitierenden in der Jetztzeit zu unterscheiden, sondern diesen in böswilliger Absicht missverstehen.
    Der Passus des Tübinger Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie Reinhard Lempp (damals eine Koryphäe auf seinem Gebiet), auf den Bischof Voderholzer Bezug nimmt, erschien im Rahmen eines Interviews zwischen dem „Spiegel“ und dem Staatssekretär im Bundesjustizministerium Alfons Bayerl am 23. August 1970.
    Er lautet:
    „Die selbstverständliche Annahme einer seelischen Schädigung der Kinder durch sexuelle Delikte geht in Wirklichkeit auf eine tradierte besondere Tabuierung des Sexuellen überhaupt zurück und auf die bemerkenswerte Überbewertung der Verwerflichkeit sexueller Handlungen außerhalb ehelicher Beziehungen … Allein über solche sexuellen Dinge vor einem Kreis erwachsener Menschen reden zu müssen belastet solche Kinder mehr als die Tat selbst, ja, es belastet die Kinder oft ganz allein“ (https://www.spiegel.de/politik/kein-mensch-kann-im-schlaf-so-was-machen-a-a89bea4d-0002-0001-0000-000044904790?context=issue).

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