Von Pastor Anton Behrens
Wir erleben tragische Vorgänge in der Kirche. Besonders deprimierend: die Auflösung der gewachsenen Gemeinden, in denen jeder seine grundlegende Beheimatung in der Kirche fand. Nun gibt es in vielen Gemeinden und ihren Kirchen nicht einmal mehr eine einzige Meßfeier am Samstag/Sonntag. 
Die Kirchen, die mit viel Mühe und Glaubenskraft inmitten der Gemeinden und Stadtteile errichtet wurden, veröden und erkalten mehr und mehr. Sie sind das Herz des kirchlichen Lebens – und dieses Herz hört auf zu schlagen.
Und die Bischöfe und überörtliche Gremien bevördern diese Entwicklung mehr und mehr. Wo sind denn die Priester? Sie sind wohl da, werden aber immer weniger gebraucht.
Kardinal Rainer M. Woelki hat bei der Chrisam-Messe in der Karwoche in Köln einen innigen Apell an alle Priester gerichtet, ihrem Beruf und ihrer Berufung zu folgen und jeden Tag die Hl. Messe zu feiern – und am Samstag/Sonntag auch zwei oder drei; sie alle sollten das Zeugnis ablegen, daß die Hl. Messe für die Kirche mehr ist als alles andere.
Nein, die Hl. Messe kann nicht durch „Wortgottesfeiern“ ersetzt werden! Sie ist Gipfel und Quelle allen kirchlichen Lebens. Sie ist Herz und Seele der Kirche. Beten wir, daß die Priester ihrer Sendung mit allen Kräften treu bleiben! Beten und kämpfen wir für die Kirche in jeder Gemeinde!
Titelbild: Anton Leuter






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14 Kommentare
„…die Auflösung der gewachsenen Gemeinden, in denen jeder seine grundlegende Beheimatung in der Kirche fand.“
Es wundert mich, dass ein Gemeindepfarrer sich so äußert. Ich bin katholisch sozialisiert und schon über 60 Jahre alt, bin aber noch nie einem Menschen begegnet, der sagte, dass er seine Pfarrgemeinde als „Beheimatung“ wahrnimmt.
Ihr lieben Pfarrer, wahre Beheimatung finden die Gläubigen im überlieferten Glauben und in den Sakramenten! Der örtliche Bezug zur Gemeinde ist weit weniger wichtig als oft behauptet. Auch bei älteren Menschen finde ich im Blick auf die Gemeinde allenfalls eine gewisse emotionale Anhänglichkeit und ein wehmütiges Rückblicken auf frühere Lebensphasen („früher war alles besser…“). Aber wer noch im Glauben steht, hat diesen längst auf andere Weise, also unabhängig von der Pfarre, gefestigt.
Ich weiß nicht, ob es dem Heil der Seelen dienlich ist, die Wort-Gottes-Feiern so zu verteufeln.
Wir haben früher immer eine ältere Frau aus unserem Dorf mit dem Auto mitgenommen zur hl. Messe in der Pfarrkirche. Bei anderen Leuten war es nicht anders; es fand sich immer eine Mitfahrgelegenheit.
Ich habe darüber nachgedacht, wer aktuell aus unserem Dorf noch regelmäßig zum Sonntagsgottesdienst in der nunmehr neuen Pfarrei aus 8 ehemaligen Pfarreien fährt: 2 Familien. Womit sollten denn Menschen, die zur Kirche in einem anderen Ort möchten, noch mitfahren? Kinder oder Enkel ist es anscheinend auch nicht der Mühe wert, Mutter oder Großmutter zu fahren. Busverkehr ist hier an Sonn- und Feiertagen keiner.
Ob es da dann doch nicht segensreicher ist, statt vielleicht alleine eine Messe vor dem Fernseher anzusehen, in Gemeinschaft, und sei sie noch so klein, miteinander eine Wort-Gottes-Feier mitzufeiern?
Wenn die Kirche die Menschen zur Teilnahme an der Messfeier verpflichtet, ob die Kirche ihrerseits dann auch nicht dazu verpflichtet ist, den Menschen die Erfüllung ihrer Pflicht auch zu ermöglichen?
Das ist inzwischen eine sehr traurige Entwicklung, geschuldet einer satanischen Zeitgeist-Kirche, der die Gläubigen davon rennen! Unter die Räder kommen auch durch den Oberhirtenverein klerikaler Mainstream-Kirchen intakte Glaubensgemeinden, die diesem kranken Zeitgeist geopfert werden. Die Kirchen als Finanzspieler, die nicht mehr Gott, ihrer anvertrauten christlichen Herde dienen wollen, sondern dem satanischen Zeitgeist und der klerikalen Gier der Oberhirten.
Wo Ideologie wichtiger ist als das Wohl des Menschen und des christlichen Glaubens. Wie warnte Prophet Micha im Alten Testament vor „Heilspredigern und Priestern dem Opfer-Glauben (Ideologie) hörig“. Das Sagen haben die christlichen Kirchenverräter, leider. Mit nahezu boshafter Verachtung des christlichen Glaubens, wo sie als Pharisäer die eigene Herde verraten und sich das teuer löhnen lassen. pfui Deibel.
Wen wundert das alles noch? Bei solchen ‚HIRTEN‘:
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2026/queere-kirche-schepers/
Es wird kaum noch ein Unterschied gemacht zwischen einer Messe und einer Wortgottesfeier. Die Kommunion wird auch bei der Wortgottesfeier bzw. Andacht von einem Laien ausgeteilt, obwohl man der hl. Eucharistie beiwohnen muß, um die Kommunion würdig zu empfangen. Dadurch ist der Unterschied fast gleich null. Eine würdige hl. Messe in der deutschen Sprache mit den altehrwüdigen Gebeten wäre die Lösung ohne das viele weltliche Geplapper. Die Theaterstücke, welche während der hl. Messe oft aufgeführt werden, sind unangebracht.
Ist das so richtig?
Empfangen die Menschen in den Krankenhäusern, Alteneinrichtungen, die alten oder kranken Menschen, die in ihrem Zuhause die Kommunion empfangen diese dann alle unwürdig, da sie nicht der Messfeier beiwohnen?
Und das kaum noch ein Unterschied zwischen einer Messfeier und einer WortGottesFeier gemacht wird, kann ich hier bei uns nicht feststellen.
Zudem sind die Menschen, die die WortGottesFeier mitfeiern froh und dankbar, dass sie eben in ihrer vertrauten Kirche miteinander Gott anbeten, ihn loben und preisen können. In der Kirche, in der sie sich eben beheimatet fühlen.
Und der Unterschied kann nicht fast gleich null sein: Die Konsekration, das Hochgebet usw., dass alles fehlt. U-Bootchristen wird das am Ende nicht auffallen, die Menschen, die bei uns die WortGottesFeier mitfeiern, die wissen um den Unterschied sehr genau.
Unser alter Pfarrer hat seinerzeit meist am Sonntagnachmittag eine eucharistische Andacht gehalten.
Mit Kommunionempfang war dabei aber auch nix.
In welcher Andacht wird die Kommunion gespendet?
Eine Ordensschwester aus unserem Haus war einmal im Urlaub in Polen; dort sei am Ende der Maiandacht die Kommunion gespendet worden.
Bei uns habe ich noch nie erlebt, dass beim Kreuzweg, Maiandacht, Oktoberrosenkranz usw. je eine Kommunionfeier integriert gewesen wäre.
Es ist EINZIG und ALLEIN der „Kultur- Marxismus“ , der alle diese VERWERFUNGEN verursacht !!!
Wer B E E N D E T das endlich ???
Dieser Prozess einer Entkirchlichung wurde von den Priestern und Bistümer im Jahre 2020 in der Coronakrise massiv gefördert.
Man tat genau das Gegenteil von dem, was eigentlich geboten war. Man schloss die Kirchen zu und Ostern 2020 fiel aus.
2021 war zu den Osterfeierlichkeiten auch schwierig. Die meisten Gläubigen waren ja noch nicht geimpft.
Mir kam es vor, als hätten die Priester Gefallen daran, ihren Dienst nur noch auf die Hälfte auszuüben.
Die Christen, die vorher „nur“ ihre Sonntagspflicht erfüllt haben, sind nicht wieder zurück gekommen.
Und jetzt im Jahre 2026 versucht man, den angerichteten Schaden durch Zusammenlegung und pastorale Räume (Gemeindezusammenarbeit in bis zu 13 Kilometer Umkreis) gerecht zu werden.
Und wieder gehen die Priester und Bistümer in D. auf den falschen Weg. Dazu noch diese unerträglichen modernen Messen, wo der Einzelne keine Andacht findet.
Jeder sucht sich mittlerweile seine Oasen, wo er pastoral und liturgisch gut versorgt ist.
Leider fühle auch ich mich in meiner Gemeinde nicht mehr beheimatet. Um nicht ganz zu verschwinden, bete ich noch Samstags in der Gemeinde die Laudes mit einer Gebetsgruppe und gehe hin und wieder in eine Messe.
Dies sind eben die Folgen der liturgischen Katastrophe der Abschaffung der alten tridentinischen Messe als „Heiliger Messe aller Zeiten“ (siehe auch die „Zeugen der Wahrheit“ (ZDW) Website dazu). Ohne eine zentrale Liturgie – die dem „Logos“ entspricht – bricht alles zusammen und schwindet der Glaube.
Stattdessen wird nur noch dem Zeitgeist gehuldigt und politisch korrekt Politik gemacht. Auch der Heilige Geist mit seinen Charismen und Gnadengaben wurde sträflich vernachlässigt. Die Folgen sind eben auch die Entartungen und Missbräuche und Fehlentwicklungen im aufblühendem Charismatismus.
Das vernachlässigte spirituelle Bedürfnis sucht sich dann eben Irrwege und gerät auf falsche Pfade und erliegt irrgeistigen Versuchungen.
Der gesamte Modernismus und die gesamte liberale Theologie sind relativistische und zersetzende ideologische Geistmächte, mit denen versucht wird, die Kirche zu „dekonstruieren“ bzw. zu zerstören und zu infiltrieren. Die Freimaurerei mit ihren Vorfeld-Organisationen wie den Rotary-Clubs der Lions und Kiwanis und Round-Table und Service-Clubs und Odd-Fellow-Orden ist längst auch in die Kirche eingedrungen. Mit all den ideologischen Folgen und Fehlern.
Zitat:
Kardinal Rainer M. Woelki hat bei der Chrisam-Messe in der Karwoche in Köln einen innigen Apell an alle Priester gerichtet, ihrem Beruf und ihrer Berufung zu folgen und jeden Tag die Hl. Messe zu feiern – und am Samstag/Sonntag auch zwei oder drei; sie alle sollten das Zeugnis ablegen, daß die Hl. Messe für die Kirche mehr ist als alles andere.
Frage: Auch dann zwei oder drei Messen, wenn – wie bei uns – in der letzten verbliebenen Sonntagsmesse die Kirche höchstens zu 20 Prozent gefüllt ist??
Gegenfrage: Sind die 20% das nicht wert?
Ach Woelki….. hatte sicher gerade mal Zeit, bevor er wieder Schlepperschiffe segnet….