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Die Fuldaer Zeitung hat eine Erklärung des emeritierten Bischofs Heinz Josef Algermissen veröffentlicht; er war Amtsnachfolger von Erzbischof Johannes Dyba. Hier folgen seine Erinnerungen im vollen Wortlaut: 

Erzbischof Dr. Dr. Johannes Dyba, mein Vorgänger auf dem Fuldaer Bischofsstuhl, ist heute vor 25 Jahren gestorben, indes noch vielen in Erinnerung. Erzbischof Johannes war ein leidenschaftlicher Verkündiger der österlichen Botschaft des Lebens.

Von daher verteidigte er konsequent und kompromisslos die unantastbare Würde des menschlichen Lebens in allen Lebensphasen.

Seinen Einsatz besonders für das unbedingte Lebensrecht des noch nicht geborenen Menschen, seine warnende und mahnende Stimme hinsichtlich manch zweifelhafter bis verlogener Kompromisse, die ich in der Gesellschaft zunehmend feststelle, kann ich nicht vergessen.

BILD: Bischof Algermissen im Gespräch mit Regina Einig (DT-Redakteurin) beim Kongreß „Freude am Glauben“

In seinem Kampf gegen die „Kultur des Todes“ erfüllte er die Vorgabe des hl. Bonifatius – in einem seiner überlieferten Briefe zur Sprache gebracht: „Wir wollen nicht stumme Hunde sein… und schweigend zuschauen…“

Erzbischof Johannes wollte Zeit seines Bischofsamtes den „Leuten aufs Maul“ schauen, ohne ihnen nach dem Mund zu reden.

Das brachte ihn mitunter in heftige Konflikte, die sogar in der Bischofskonferenz zur Sprache kamen.

Wenn man, wie ich selbst erfuhr, mit ihm hart diskutierte, so konnte er nach etlichen Minuten eines heftigen Wortgefechts doch auf einen zukommen, die Hand reichen und sagen : „Und jetzt ist es gut ; jetzt trinken wir beide ein Glas Bier.“ – Keine Beleidigung, keine Verknotung blieben zurück. Er war und blieb ein herzlicher Mitbruder.

Wenn in diesen Tagen angesichts des veröffentlichten Abschlussberichts „zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Fulda“ in unserer Stadt über den vor zweieinhalb Jahrzehnten verstorbenen Erzbischof diskutiert und sogar die Umbenennung einer nach ihm benannten Straße am Dom gefordert wird, möchte ich daran erinnern, wie problematisch es ist, aus der Distanz heraus ein nachträgliches Urteil zu fällen, ohne dem Beurteilten die Möglichkeit einer Stellungnahme zu geben.

 

Kommentare

7 Kommentare

  1. Bier sollte sollte insbesondere ein Christ überhaupt nicht trinken, weil das Biertrinken eine Kulthandlung – eine Götzenanbetung – ist. Dr. phil. Siegfried Paul Posch

    1. Diese Erkenntnis scheint an Martin Luther total vorbeigegangen zu sein. Im Hause Luther wurde sogar, von seiner Frau Käthe, Bier gebraut. Vielleicht erweitern Sie es ja noch um das „Wein trinken“. Obwohl Jesus Christus selbst bei der Hochzeit zu Kanaa zugegen war und dabei für den fehlenden Wein gesorgt hat…

      1. JESU WORTE: daß der alte Wein gut ist. Der Firma bei der Maut Graz-Andritz, bei der wir den Rechner kauften, auf dem ich mit meiner linken Hand tippe, kauften wir eine Flasche Wein. Unbeantwortet aber, sauf erreur, französisch, wenn ich mich nicht irre, unsere FRAGE, wann Wein alt ist. Dr. phil. Siegfried Paul Posch

          1. WAS wäre wirr? Sie richten an mich den Vorwurf des Pfingsttags aus „Apostelgeschichte“, „2,11“. Sie müßten sich eher fragen, ob nicht seit dem „19. Jahrhundert“ JESU WORTE „Mt. 18,6“ tatsächlich über das KIND IN DEUTSCHLAND WEGEN DES BIERALKOHOLISMUS zu uns gesprochen sind.

          2. @S.B.P.F. Posch: Es liegt mir nichts ferner, als Sie zu beleidigen, verstehen Sie mich da nicht falsch. Aber Sie schweifen sehr oft in Ihren Beiträgen vom Artikel-Thema ab. Philosophische Didaktik mit These, Antithese, These, Antithese – und irgendwann vielleicht einmal Synthese, was bringt das? Ist Ihnen nicht daran gelegen, dass der/die Leser/in Ihre Beiträge versteht? Selbst mir gelingt das nicht, obwohl ich ganz sicher (allgemein-)gebildet bin. Was bringt`s denn, wenn man von „der Maus“ spricht, und landet am Ende „beim Elefanten“?

  2. Viele Weltreligionen glauben an die Seelenwanderung, die Wiedergeburt, nur totalitäre Religionen nicht. Das ist eine heikle Angelegenheit, besonders wenn man nicht davon betroffen ist. Ich habe aber auch mitbekommen, dass Frauen, die sich Kinder wünschen, deren Wunschkind und Embryo vor der Geburt stirbt, wo es nicht zur Geburt kommt, darunter sehr leiden. Von daher ist es völlig plausibel, dass man auch für die Seelen betet, die das Licht der Welt nicht erblicken konnten.

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