Von Felizitas Küble
Mehrfach haben wir im CHRISTLICHEN FORUM über die ebenso originelle wie traditionelle Kutschenwallfahrt berichtet, die seit langem alljährlich an Christi Himmelfahrt in dem beschaulichen Städtchen Telgte unweit von Münster stattfindet.
Dorthin pilgern Gläubige seit Jahrhundeten zur „Pieta“, der Schmerzhaften Madonna, die ihren göttlichen Sohn auf ihrem Schoß trägt. Die uralte Marienfigur steht in der sog. Gnadenkapelle, in der auch Andachten und hl. Messen gefeiert werden.
Leider ging diesmal die letzte Kutschenwallfahrt vonstatten, wobei immerhin noch dutzende Planwagen, Gespanne und Kutschen samt Fahrern und Passagieren die Innenstadt der Pilgerstätte ansteuerten. Der Startplatz hierfür ist die Planwiese am Rande von Telgte. Dort wird zurvor unter freiem Himmel eine Festmesse zelebriert – manchmal sogar mit einem Bischof.
Adelheid Terberl aus Münster-Hiltrup, die Vereins-Stellvertreterin unseres Christoferuswerks, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, war an Christi Himmelfahrt dabei und hat uns diese Fotos zugesandt.
So steht uns buchstäblich ein Bild vor Augen über diese einmaliges Brauchtum im Münsterland, das Jahr für Jahr viele Wallfahrer, Touristen und Schaulustige anlockte, natürlich vor allem Pferdefans aus nah und fern.
Auch Adelheid bedauert, daß diese schöne Tradition nicht mehr fortgeführt wird, weil – wie es heißt – immer weniger Kutschen und Planwagen zur Verfügung ständen.
Der Kutschenkorso, der am frühen Nachmittag durch die historische Altstadt von Telgte fährt und auch an der Marienkapelle vorbeikommt, knüpft an frühere Zeiten an, als Bauern und Handwerker noch mit Pferden und Gespannen zur Kirche fuhren.
Auch diesmal waren die Plätze und Straßen von erstaunlich vielen „Zaungästen“ und Pilgern bestückt – und das sogar trotz eines ziemlich verregneten Tages. Eben deshalb fand diesmal die Festmesse ausnahmsweise nicht auf der Planwiese statt, sondern in der Stadtkirche St. Clemens. Erfreulicherweise wurde es genau passend wieder trocken, als der Kutschenkorso begann.
HIER gibt es eine Petition für die Weiterführung der Kutschenwallfahrt: https://www.change.org/p/erhaltung-der-kutschenwallfahrt-in-telgte-2027






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5 Kommentare
Wir dürfen doch nicht naiv sein: wo Kirchensteuer-Kirchen und CDU/CSU das Sagen haben, sterben die Traditionen und Rituale, wie Schnee in der Sonne schmilzt. Söder läßt ja schon einen zum Wintermarkt umbenannten Weihnachtsmarkt von einem Muezzin eröffnen. Und jener Münchner bemitleidenswerter „Kardinal“ nannte „christliches Abendland“ für einen ausschließenden (!) Begriff. Peter Hahne hat in seinen Büchern vor 20 Jahren den Finger in die Wunde gelegt, auch von „alternativen“ Medien belächelt. Jetzt haben wir den Salat…. Das in diesen Stunden das Herforder- bzw Paderborner Pils stirbt, ist ein weltliches Zeichen für den Untergang von Tradition. Im Wahlkreis dieses woken Linnemann von der CDU.
Zitat:…Leider ging diesmal die letzte Kutschenfahrt vonstatten….
Dem kann man nur zustimmen. Eine schöne Tradition.
Vielleicht wird es doch noch in ein paar Jahren wieder veranstaltet.
Denn auch der Stadt Telgte hat diese Kutschwallfahrt einen Bekanntheitsgrad eingebracht. Die Stadt war immer rappelvoll mit Besuchern von nah und fern.
Ebenso einmalig in Münster ist der Umstand, dass die zentrale Antoniuskirche „für einen Euro verkauft werden“ soll an die „Koptisch-orthodoxe Gemeinde“, weil das Bistum Münster die Unterhaltungskosten mit einem „mittleren fünfstelligen Betrag pro Jahr“ nicht mehr tragen will für eine denkmalgeschützte Kirche, die – wegen der „seit Jahren hohen Zahl der Kirchenaustritte“ – bislang hauptsächlich rege genutzt wird von der spanischen und polnischen Mission und Tamilischer und Eritreischer Gemeinde, wobei die Kirche seit Jahrzehnten „Heimat der Spanischen Mission im Bistum Münster“ (ist), zu der rund 5.000 Gläubige gehören“ und wo jeden Sonntag bis zu drei Gottesdienste mit 300, manchmal 400 Gäubigen“ gefeiert werden und von der polnischen Mission, die „Anlaufstelle für 21.000 polnischsprachige Christen aus dem gesamten Bistum (ist)“ und über deren vielfältige Aktivitäten eine ehrenamtlich Engagierte berichtet: „Es heißt immer wieder: Die Kirche sei tot. Wir zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist“ (siehe Westfälische Nachrichten vom 16. Mai.2026).
Ich verstehe nicht, dass diese schöne Tradition stirbt. In dem Pferdeland Westfalen müsste es doch genug Kutschen und Planwagen geben. Vielleicht kann in einigen Jahren dieses Brauchtum wiederbelebt werden.
Meine Zustimmung. Das Münsterland ist ein Reit-und Kutschenland.