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England: Beim Ketchup-Streit gehts rund – Fußballer „üben“ gesunde Ernährung

Dass Tomatenketchup nicht zur täglichen Portion Obst zählt, die man pro Tag zu sich nehmen sollte, ist bekannt. Der Fußballtrainer Antonio Conte geht aber noch einen Schritt weiter und möchte seinen Spielern beim englischen Erstligisten Tottenham Hotspur den Genuss der roten Würzsauce komplett verbieten.

So war es zumindest öffentlichkeitswirksam in der Presse zu lesen. Die Spieler des Premier League-Vereins sollen nämlich besser auf ihre Ernährung achten  – und da hat die Zuckerbombe Ketchup nichts mehr auf dem Speiseplan verloren.

So ganz Unrecht hat er da wohl nicht, schließlich sind die Kicker des 1882 gegründeten Fußballvereins Spitzensportler und für sie spielt Ernährung eine bedeutende Rolle. Besonders, wenn man nochmal den Titel im englischen Pokalwettbewerb FA Cup holen will. Das gelang den Nord-Londonern das letzte Mal in der Saison 1960/61 und ist schon ein wenig her.

Was dann folgt, ist Reputationsmanagement „at its best“:

Den Sturm in der Ketchupflasche hat sich der Saucenhersteller Curtice Brothers zu Nutze gemacht. Das Unternehmen schaltete in der lokalen Presse eine ganzseitige Anzeige, in der sie Antonio Conte in einem offenen Brief darüber aufklärten, dass Ketchup nicht gleich Ketchup sei und ihr Produkt ohne Zuckerzusatz auskäme. Also so gesehen der perfekte Spieler auf Tottenhams Kantinentischen wäre.

Zusätzlich schickte man dem Team eine Kiste des Produkts zu. Quasi für ein Probespiel.

Die großen Media-Outlets griffen die Geschichte auf, der britische Boulevard-Riese „Sun“ berichtete begeistert über den PR-Coup, der auch in den Sozialen Medien seinen Niederschlag fand. Ob der Ketchup seinen Weg in die Vereins-Kantine geschafft hat, ist nicht überliefert, aber auch völlig nebensächlich.

Denn über Nacht sprach ganz England über einen Ketchuphersteller, den vorher niemand gekannt hatte, und das mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand. Die rote Sauce findet man nämlich, zumindest bis jetzt, in keinem Supermarktregal, sie kann einzig und allein über das Internet bezogen werden.

Perfektes Timing, ein Gespür für Trends und eine gute Prise Humor waren die entscheidenden Faktoren für diesen PR-Coup, der mit bescheidenden Mitteln mehr erreicht hat als so manche kostspielige Kampagne mit Plakaten und Anzeigen.

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: https://www.faktenkontor.de/corporate-social-media-blog-reputationzweinull/ketchup-marketing-wunder/

Foto: Dr. Edith Breburda

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