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England: Vier anglikanische Bischöfe sind im Vorjahr katholisch geworden

Der ehem. anglikanische Bischof von Chester, Peter Forster, wurde Ende 2021 laut Angaben der „Church Times“ in die katholische Kirche aufgenommen, nachdem mit Michael Nazir-Ali, Jonathon Goodall und John Goddard bereits in den Monaten zuvor weitere frühere Diözesanbischöfe der „Church of England“ ihren Übertritt zum Katholizismus bekanntgaben.

Forster war bereits 2019 als damals dienstältester Bischof der Kirche von England aus der Diözese Chester aus Altersgründen zurückgetreten. Zuvor war er auch einer von 26 Bischöfen, die im britischen Oberhaus tätig waren. 

Wie es in dem Bericht von „Church Times“ hieß, habe Forster sich in seiner Amtszeit gegen eine Legalisierung der gleichgeschlechtlichen „Ehe“ und gegen die Ordination praktizierender homosexueller Geistlicher ausgesprochen.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2022-02/grossbritannien-anglikaner-bischof-katholiken-uebertritt-forster.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

Kommentare

8 Antworten

  1. Mir fällt auf, dass einige dieser Konvertiten ihren Übertritt in die katholische Kirche nach einer „Karriere“ in der vorherigen Kirche und nach Renten/Pensionseintritt vollziehen. Dann sind die „Kosten“ des Übertritts überschaubar. Man denke hier auch an Klaus Berger.

    Wenn es sich dabei um eine Gewissensentscheidung handeln sollte, ist es natürlich besser, sie wird spät als nie vollzogen. Mich würden immer die konkreten persönlichen Gründe mehr interessieren als abstrakte theologische Gründe.

  2. Den umgekehrten Weg, vom Katholizismus zum Anglikanismus, findet man auch, nach meinem Eindruck vielleicht seltener: Zum Teil handelt es sich dabei um linke Katholiken, die in anglikanischen Linkskirchen äußerlich Katholisches behalten wollen, etwa bei einem homosexuellen Minister der sehr stark von Katholiken geprägten Regierung des Katholiken Biden oder der leitenden Bischöfin Schiori der größten und linken anglikanischen Us-Kirche. Ganz andersa der Vorsitzende der Christen in der AfD, Joachim Kuhs, der zu einer betont konservativen angklikanischen Kirche in Baden-Baden wechselte. Zwischen der ja weitgehend linken EKD und der katholischen Kirche in der BRD gibt es recht wenig Konversionen, seit Jahrzehnten fast immer mehr von „Rom“ zur EKD denn umgekehrt. Mir sind aber viele Ex-EKD-ler bekannt, die sich als engagierte konservative RömischeKatholiken einen Namen machen. Der eventuell bekannteste evangelikale Ex-Katholik könnte sein Dr. Lothar Gassmann, der erst zur EKD und dann ins Freikirchliche wechselte, heute Bibelgemeinde Pforzheim. Auch andere betont (evangelisch)-konservative Gemeindeleiter, die ich kenne, waren Katholiken.

  3. Dieser Konvertit hat sich (Quelle: Katholisch-Konservativer Nachrichtendienst) als Bischof auch für Priesterinnen ausgesprochen, was innerhalb des Katholizismuzs umstritten ist, aber verboten. Immerhin dürfen Frauen in katholischen Gottesdiensten außerhalb der Eucharistiefeier predigen, sitzen in örtlichen Kirchengremien (und Bistumsleitungsämtern nichtpriesterlicher Art), dürfe diese Pfarrgemeinderäte wählen. Die kleine, konservative, sehr (männer-)demokratische Evangelisch-Lutherische Freikirche (der deutsche Protestantismus ist stark lutherisch) kennt weder Pastorinnen noch weibliche Synodale noch Frauen in Kirchenvorständen noch ein Wahlrecht für Frauen noch ein Rederecht in Mitgliederversammlungen für Frauen. Gemeindliche Predigt und Leitungsämter binden alle evangelisch-konservativen Kirchen /Konfessionen ans männliche Geschlecht.

    1. Das ist unvollständig:

      „Forster war zwar anfangs ein Befürworter der Frauenordination, sogar auf der Bischofsebene, wandte sich aber zunehmend dem römisch-katholischen Lager zu. Im Jahr 2006 kritisierte er den „Rochester-Bericht“ über weibliche Bischöfe, weil er nicht genügend auf die Einwände der römisch-katholischen Kirche einging. 2012 äußerte Forster die Befürchtung, dass durch die Frauenordination „die sakramentale Einheit des Episkopats faktisch zerstört wird“.“

      Aus https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_R._Forster#Konversion_zum_Katholizismus

      1. Anonymous/Onkel Guido: Danke für Ihren Hinweis!. Ich zitierte nur. Hat er damit seine Befürwortung der Frauen-„Ordination“ zurückgenommen, was ich gern sähe? Man unterscheidet ja erstens im Anglikanismus zwischen weiblichen Geistlichen und weiblichen Bischöfen (siehe Bistümer der größten anglikanisch-konservativeren Kirche der USA). Zweitens sprach er ja „nur“ von der faktischen sakramentalen Einheit des Episkopats“ und drittens „nur“ von einer „Befürchtung“. Onkel Guido: Sie haben recht: Viele „Hochkirchler“, meine ich, sollten zu „Rom“ wechseln.

        1. Ich nehme mal an, daß er sich als Konvertit verpflichtet sieht die Lehren der katholischen Kirche zu glauben, wozu auch gehört, daß Frauen kein Weiheamt haben können.

          1. Bei dem Bischof könnte Ihre Annahme gut stimmen, denke ich- mir sind andere prominente Konvertiten bekannt, bei denen das wohl nicht gilt… (von Geburtskatholiken bis hin zu Bischöfen und Kardinälen zu schweigen)

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