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Entschließung des EU-Parlaments gegen fortgesetzten Organraub in China

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüßt die „klare und umfassende“ Entschließung des Europäischen Parlaments vom 4. Mai 2022, in der die Praktiken des chinesischen Organhandels scharf kritisiert werden.

Darin drücken die EU-Abgeordneten ihre tiefste Besorgnis über die „systematische, unmenschliche und staatlich sanktionierte Organentnahme von Gefangenen der Volksrepublik China und insbesondere von Falun-Gong-Anhängern“ aus.

„Die IGFM begrüßt die Entschließung. Die Entschließung ist ein wichtiges Zeichen gegen die in China gängige Praxis der Exekution auf Bestellung. Wir engagieren uns bereits seit langer Zeit für die Aufklärung und Unterbindung des chinesischen Organhandels. Opfer sind neben Falun Gong-Praktizierenden in vielen Fällen auch Uiguren“, erklärt Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM und verweist darauf, dass weltweit jährlich 10.000 illegale Organtransplantationen durchgeführt werden.

Herkunft zehntausender Spenderorgane unklar

China ist nach den USA weltweit das Land mit den meisten Organtransplantationen pro Jahr, obwohl es dort aufgrund einer kulturell bedingten Aversion gegen Organspenden kaum freiwillige Spender gibt.

Hubert Körper, Sprecher des Arbeitsausschuss China der IGFM weist darauf hin, dass die Herkunft von zehntausenden Spenderorganen unklar ist. Körper: „Es wird angenommen, dass neben zum Tode verurteilten Straftätern besonders Gefangene aus Gewissensgründen in großer Anzahl getötet werden, um deren Organe zu verkaufen“.

Die in Frankfurt ansässige IGFM befürchtet, dass politische Gefangene weiterhin „auf Bestellung“ getötet würden, um deren Organe zu verkaufen. So fehle in China immer noch ein effektives Datenbank- und Verteilsystem. Auch verweigern die chinesischen Behörden weiterhin jede unabhängige Überprüfung.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Das EU-Parlament fordert die chinesischen Staatsorgane u. a. auf, die Einwilligung der Gefangenen zu medizinischen Untersuchungen einzuholen, eine unabhängige Kontrolle zu ermöglichen und „die Anforderungen der WHO in Bezug auf Transparenz und Rückverfolgbarkeit bei der Beschaffung von Organen in vollem Umfang zu erfüllen“.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten sollen außerdem das Thema Organentnahme in China bei jedem Menschenrechtsdialog zur Sprache bringen. Wenn die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, im Mai China besuche, solle das Thema Organhandel weiter untersucht werden.

Zum Tode verurteilte Häftlinge und Gefangene aus Gewissensgründen für die Organentnahme zu nutzen, könne ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in China

Kommentare

4 Antworten

  1. Danke Frau Stahnke. es ist wirklich so, dass ein Hirntod, noch KEIN endgültiger Tod ist.
    Ich weiss dies auch von einem Jungen, der einen Hirntod erlitt. Seine Eltern saßen ein paar Stunden an seinem Bett, um Abschied zu nehmen. Während dieser Zeit reagierte der Junge auf Berührungen.
    Wäre nun der HIRNTOD der endgültige Tod, hätte dies nicht geschehen können.

  2. KAO e.V. Kritische Aufklärung über Organtransplantation.
    Ein Verein, gegründet von Eltern , deren Kinder zu Organspendern gemacht wurden. Sie haben es bereut, ihre Zustimmung gegeben zu haben und klären nun auf , dass der Hirntod oder irreversibler Ausfall der Hirnfunktion, kein Tod ist. Menschen im Hirnversagen, auch wenn es kein Zurück gibt , sind lebende Menschen. Sie brauchen Schutz und Begleitung. Palliativmedizin. Letztlich unterscheidet sich die Transplantationsmedizin weltweit nicht wesentlich von einander. Nur die juristischen Auslegungen sind in den Ländern anders geregelt . Jede Abteilung ist eine Tötung auch wenn sie legal statt findet .Jede Organexplantation die das Überleben des Menschen nicht mit einbezieht ist eine Tötung. „Ihr werdet sein wie Gott „ Das ist in China offensichtlich, dass kein neues Leben geschenkt wird. Es wird gestohlen, um es einem anderen zu geben . Dass wir einen Hirntod erfunden haben, macht uns nicht besser . Nur weil wir einen Menschen aus der Gesellschaft der Lebenden ausschließen oder definieren, ändern wir nicht seinen Zustand , dass es ein lebendiger Mensch ist.

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