Nur gut drei von zehn Deutschen (31 Prozent) halten Abtreibung für schlimmer als männliche Küken zu schreddern. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Erfurter INSA-Meinungsforschungsinstituts, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde.

Die Aussage, zu der die Befragten sich äußern sollten, lautete: „Für mich ist es schlimmer, Kinder abzutreiben, als männliche Küken zu schreddern.“
37 Prozent waren gegen diese Aussage; 17 Prozent sind unentschieden. Männer teilen die Aussage häufiger als Frauen (35 zu 27 Prozent).
Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil derjenigen, die Abtreibung für schlimmer halten als das Schreddern männlicher Küken – wenn auch nur geringfügig.
Bei den 18- bis 29-Jährigen sind noch 25 Prozent dieser Meinung; bei den 40- bis 49-Jährigen stimmen 28 Prozent der Aussage zu; in der Gruppe der über 65-Jährigen sind es 37 Prozent. Die älteste Befragtengruppe ist die einzige, in der die Zustimmung zur Aussage über der Ablehnung liegt – zumindest knapp (37 zu 35 Prozent).
Von den katholischen Befragte sind 42 Prozent der Meinung, dass die Abtreibung von Kindern schlimmer ist als das Schreddern von männlichen Küken. 28 Prozent der Katholiken sehen dies nicht so.
Unter Protestanten sind Zustimmung und Ablehnung gleichermaßen verteilt (je 34 Prozent), bei freikirchlichen Befragten ist das Verhältnis wieder klarer (41 zu 29 Prozent).
Islamische Befragte stimmen der Aussage zu 42 Prozent zu (21 Prozent Ablehnung). Konfessionslose finden zu 23 Prozent Abtreibungen schlimmer als Kükenschreddern (47 Prozent Ablehnung).
Während bei den Wählern der Union, (41 zu 33 Prozent), der SPD (37 zu 34 Prozent) sowie der FDP (35 zu 34 Prozent) die Meinung überwiegt, dass Abtreibung schlimmer ist als das Schreddern männlicher Küken, sind AfD-Wählern in zwei gleich große Lager gespalten.
Die Ablehnung der Aussage (Abtreibung ist schlimmer…) fällt bei Anhängern der Linken (16 zu 60 Prozent) und der Grünen (26 zu 43 Prozent) höher aus als die Zustimmung.





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13 Kommentare
Ich finde es weit erschreckender, dass so viele Menschen Abtreibung schlimmer finden als Küken schreddern. Mir wäre es recht, wenn der Anteil derer, die Abtreibung schlimmer finden als Kükenschreddern auf Null sinken würde.
Das Ergebnis bei der AfD spricht Bände. Wo das doch angeblich so eine christliche Partei sein soll.
Guten Tag,
noch mehr Bände spricht das Ergebnis bei den Grünen, wobei doch gerade kirchliche Kreise – nicht zuletzt in der EKD – diese Partei soo gerne würdigen.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Was man in den letzten Jahren beobachten kann, ist eine maßlose Überbewertung von Tieren. Für Tiere sind viele Leute bereit, auf vieles zu verzichten und Entbehrungen auf sich zu nehmen, und in der öffentlichen Meinung werden Tiere oft genauso hoch (oder noch höher) bewertet wie Menschen.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht unverständlich, dass solche Meinungen entstehen.
Abtreibung wurde schon 1971 salonfähig gemacht, als berühmte Schauspielerinnen in einer bekannten Illustrierten sich zum Schwangerschaftsabbruch bekannten. („Ich würde nach dem Krankenhaus sofort in Gefängnis gehen!“.)
Zu den prominenten Frauen, welche für die Tötung unbeborenen Lebens Werbung machten „Wir haben abgetrieben“, gehörte die zweifache Mutter Senta Berger, Romy Schneider (hatte gerade einen Karriere-Knick und hoffte, wieder mal ins Gespräch zu kommen), Sabine Sinjen (die Schauspielerin, die später so bemitleidenswert krebskrank um ihr eigenes Leben kämpfen musste) und die „Mutter“ der Nation, Inge Meysel. Letztere setzte sich auch für die aktive Sterbehilfe ein und behauptete, ihre Giftkapsel immer bereit zu haben. Als Frau Meysel ein Pflegefall wurde, war von der Giftkapsel natürlich nicht mehr die Rede. Ihr gehobener Lebensstandard sicherte ihre eine gute Pflege. Daß sie in ihrem Zustand einem Wunderheiler aufgesessen war, ist nicht verwunderlich. Das heilende „Mondwasser“ sollt Frau Meysel Leben verlängern. Und wie hat sie vorher laut getönt über Abtreibung und Sterbehilfe! Es ist halt menschlich, dass man zuletzt doch an seinem eigenen Leben hängt.
Diese Aktion von 1971 „Wir haben abgetrieben“ hat in Deutschland die Abtreibung salonfähig gemacht. Romy Schneider – Senta Berger – Sabine Sinjen – Inge Meysel und Co.
Diese Frauen haben natürlich nicht erzählt, welche Folgen eine Abtreibung haben kann und wie eine Abtreibung vor sich geht. Wußten sie das nicht?
Solche Frauen haben es geschafft, dass Abtreibung verharmlost wird.
Der Vergleich mit Inge Meysel liegt neben der Sache. Frau Meysel kämpfte für das Recht auf Sterbehilfe, nicht aber für die Pflicht hierzu. Wenn Frau Meysel sich was ihre Person anbelangt dafür entschied, die Sterbehilfe nicht in Anspruch zu nehmen, dann bedeutet das nochh lange nicht, dass andere Leute von der Sterbehilfe Gebrauch machen können.
Frau Benz wirft den Frauen von der Aktion „Wir haben abgetrieben“ vor, Abtreibung „verharmlost“ zu haben. Ich sage diesen Frauen Danke, dass sie die Abtreibung enttabuisiert, meinetwegen auch „verharmlost“ haben.
Kaum überraschend, in Politik und Medien wird das Thema konsequent negiert und – falls überhaupt – am Rande als Steckenpferd für schrullige Randexistenten („sogenannte Lebensschützer“) erwähnt. Nun beginnt auch der deutsche Funktionärskatholizismus wieder, die „Schein“-Beratung verstärkt ins Gespräch zu bringen und die karriereorientierten CDU/CSU-Apparatschiks sehen darin ohnehin kein wählerwirksames Thema.
Unglaublich, das Ergebnis dieser Umfrage. Ich kann mir nur vorstellen, dass den Befragten nicht wirklich bewusst ist, was bei einer Abtreibung geschieht.
Es wird ja im allgemeinen Schangerschaftsabbruch genannt. Das suggeriert eine harmlose Sache, die unter besseren Umständen wieder aufgenommen werden kann.
Es ist wohl nicht allgemein bekannt und in den Köpfen der Menschen, dass es sich um ein Kind handelt.
Ansonsten würde jeder Mensch menschlicher denken.
Es war schon immer das Ziel der Abtreibungslobby, den Leuten und besonders den Frauen klar zu machen oder – besser ausgedrückt – sie zu belügen, es ist nur Schwangerschaftsgewebe, nichts Lebendiges und schon gar nicht ein Baby, das im Mutterleib heranwächst.
Die Aussage hätte eindeutiger formuliert sein müssen: „Für mich ist es schlimmer, Menschenkinder zu schreddern durch Abtreibung als Küken zu schreddern“. Die meisten Zeitgenossen wissen gar nicht, wie Abtreibung „funktioniert“, geschweige von „halfbirthabortion“ …
Pardon, ich finde eine solche Gegenüberstellung einfach nur unglaublich geschmacklos! Was für ein Sinn ergibt sich daraus? Für mich ist beides ein unglaublicher Eingriff in die Schöpfungsordnung und zeigt die Überheblichkeit des Menschen sogar gegenüber dem Schöpfer. Es ist eine Verächtlichmachung des Schöpfers, der auch die Tiere in unsere Verantwortung und nicht in unsere Willkür gegeben hat. Will man damit ggf. auch unglaublich grausamen Tiertransporte relativieren? Eine solche Fragestellung lässt bittere, hässliche hässliche Rückschlüsse auf den Fragesteller zu, weil eine Geschöpf verachtende Haltung zu Grunde liegt; ansonsten würde einem eine solche Frage überhaupt nicht einfallen. Selbst die Beurteilung des Befragten ist Unrecht. Kein Geschöpf ist vom Schöpfer unserer Willkür unterworfen, sondern uns in die Verantwortung gegeben. Mit Christsein hat das nichts zu tun!
Man sollte mal erwähnen, daß für die Tötung der unschuldigsten Geschöpfe überhaupt die Unions-Parteien verantwortlich sind, die unter der Kanzlerschaft Helmut Kohls 1995 hierfür votierten. Bezeichnend für den schon damals bestehenden Werteverfall war wohl der im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung zitierte Ausspruch vom heutigen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, daß es nicht sein könne, daß an der Abtreibungsfrage die deutsche Einheit scheitere.
Wen wundert das noch? – rotgrüner Volkssport Volksvernichtung