Jochen Bohl: „Es geht auch um die Weitergabe des Lebens“
In der Debatte um das „erweiterte“ Familienbild der EKD hat der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Jochen Bohl (Dresden), sich nachdrücklich für eine besondere Stellung von Ehe und Familie ausgesprochen.
Im „Orientierungspapier“ rückt die EKD von der Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das u.a. auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt. Bohl plädiert dafür, daß die Ehe als verbindliche Grundlage der Familie weiter einen besonderen Schutz genieße: „Wir tun das, weil wir davon überzeugt sind, dass die Ehe als Leitbild dem Willen Gottes für das Zusammenleben von Mann und Frau entspricht.“
Zur Frage, ob die Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften geöffnet werden solle, erklärte der Landesbischof, zweifellos gebe es auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen Menschen verlässlich und verbindlich füreinander einstünden. Aber nur die Verbindung von Mann und Frau eröffne die Möglichkeit zur Fortpflanzung:
„Die Bibel denkt die Ehe nicht ohne die Bedeutung der Weitergabe des Lebens. Damit ist eine Differenz zu jeder Verbindung von zwei Menschen des gleichen Geschlechts gegeben, die eine unterschiedliche Gestaltung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft rechtfertigt.“
Quelle: www.idea.de





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