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Aus dem liturgischen Stundenbuch vom Sinai (9. Jahrh.):

Die Anmaßung des Todes ist gebrochen, Adam ist nun befreit und allen menschlichen Geschöpfen eröffnet sich Lebensgeist in unendlichem Licht  –  dank der Auferstehung Christi, während den Frauen, die wohlriechende Salben trugen, Freude zuteil wurde, ebenso wie allen Gläubigen, die in Liebe singen: „Gepriesen bist du und über allen Lobpreis erhaben, Gott unserer Väter und unser Gott!“

Die Gräber öffneten sich, o Heiland, bei deinem Erwachen, und die Seelen der Gerechten feierten in Freude deine Auferstehung, o Christus: Denn du, Meister, der du in deiner menschlichen Natur verstorben bist, hast durch deine göttliche Natur das Reich des Todes vernichtet und uns Sterbliche befreit, o Allmächtiger.

Wir verkünden deine beiden Naturen, o Christus, da du Gott und Mensch bist, und mit Hingabe singen wir dir: „Gepriesen bist du und über allen Lobpreis erhaben, Gott unserer Väter und unser Gott!“  

Foto: Bistum Regensburg

Kommentare

11 Kommentare

  1. Wie stehen wir da, können wir singen, Gott unserer Väter und unser (?) Gott?
    Wir, die wir den Bestand unseres Volkes durch Verhütung und Abtreibung bekämpfen.
    Wir, die wir unser Ackerland durch Miß-Stromanlagen und Maisanbau für „Biogas-Erzeugung“ mißbrauchen.

  2. Der Tod und die Erbsünde sind damit überwunden und gehören in den Schrott!

    Die Darstellung eines getöteten Christus ist damit falsch!

    Ein auferstandener, gen Himmel schwebender Christus zeigt klar die Erlösung und ist die richtige Darstellung!

    Christus spricht:
    Ich bin das A und das O, Anfang und Ende, die Kreuzigung ist nun eine abgearbeitete Station dazwschen.

    1. Guten Tag,
      Christus ist auch im Himmel als das Opferlamm weiter unser Hohenpriester und Mittler vor Gott, wie es im Hebräerbrief heißt.
      Zwar hat Christus die Schuld der Erbsünde getilgt, aber die FOLGEN der Erbsünde bestehen weiter, nämlich die Neigung des Menschen zur Sünde, seine moralisch und auch geistig geschwächte Natur.
      Und das Heilsopfer Christi ist keine „abgearbeitete Station dazwischen“, denn immerhin ist Christus seinen Aposteln nach der Auferstehung mit seinen Wundmalen erschienen, worauf Thomas geglaubt hat. Zugleich lebt Christus im Himmel natürlich verklärt als verherrlichter Gottmensch.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

    2. Sie sprechen die Frage an, mit welchem Christus es der Gläubige heute zu tun hat. Und Sie beantworten diese sogleich, zwar etwas salopp aber m. E. grundsätzlich korrekt. Haben wir es mit demjenigen zu tun, der leidend und dann tot am Kreuz hängt? Mit demjenigen der tot im Grabe liegt? Oder mit demjenigen, der auferstanden ist, der als Geistwesen lebendig geworden zum Vater aufgefahren ist, und dort zu dessen Rechten sitzt?
      „Ist [nämlich] Christus nicht auferstanden, so ist auch euer Glaube [an ihn] sinnlos, denn dann seid ihr noch in euren Sünden. So sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.“ (1. Korinther 15, 17. 18) Ohne Auferstehung wäre das Opfer Christi nicht vollständig gewesen. Denn das auf Christus hinweisende Versöhnungsopfer des alten Bundes (3. Mose 16, 15 -28) war erst dann vollendet, als es verbrannt, also die feste Materie des Opfertiers in einen zum Himmel aufsteigenden Rauch übergegangen war. Das vormalige Versöhnungsopfer musste außerhalb der Stadt Jerusalem verbrannt werden (s. v. a. 3. Mose 16, 27. 28), wie auch Christus (unsere Versöhnung) sein Leben am Kreuz außerhalb der Stadttore Jerusalems aufgeopfert hat. Im selben Sinne war Christi Versöhnungsopfer erst mit seinem Erscheinen in seiner neuen unsterblichen Gestalt im Himmel wirklich vollendet.
      Seither sitzt er zur Rechten des Vaters (z. B. Markus 16, 19; Psalm 110, 1). Er ist aktiv dabei, dessen Willen umzusetzen. Daher kann die o. g. Frage nur so beantwortet werden: „Denn die Liebe Christi dringt uns so, weil wir folgendermaßen urteilen, dass, so einer [Christus] für alle gestorben ist, so sind alle [die an ihn glauben, mit ihm] gestorben; und er ist deswegen für alle gestorben, damit diejenigen die (von nun an dies glaubend) nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und a u f e r s t a n d e n ist. Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und ob [selbst wenn] wir auch Christus gekannt haben nach dem Fleisch [ihn damals zu seinen Lebzeiten hier auf der Erde gesehen und mit ihm gelebt hätten], so kennen wir ihn doch [so – nach dem Fleisch, welches auch am Kreuz hing und im Grab lag] nicht mehr. Darum ist jemand [heutzutage in dem lebendigen Christus], so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden.“ (2. Korinther 5, 14-17) Das bedeutet, dass durch das Versöhnungswerk Christi alles, insbesondere das Leben des gläubig gewordenen Menschen auf eine neue Grundlage, auf die des lebendigen Christus, gestellt wurde. „Das alles aber [geschieht] von Gott her, der uns [die Gläubigen] mit sich selbst [dem Vater] versöhnt hat durch Christus Jesus…“ (Vers 18)
      Kreuzestod, Grablegung und Auferstehung Jesu Christi sind für den neuen Weg eines Christen nur als Einheit zu akzeptieren.
      „Wisset ihr nicht, dass alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod [am Kreuz] getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in einem neuen Leben wandeln sollen. So wir aber mit ihm zusammen zum gleichen Tod gepflanzt werden so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein [wenn die Gläubigen zu Geistwesen verwandelt sind, wie er auch]. “ (Römer 6, 3-5)

      1. Dissenz gibt es immer wieder, das ist normal. Über die „richtigen Wege und Erkenntnisse“ wurde seit jeher gestritten, ja es wurden darüber sogar Kriege geführt. Soweit muß es ja hier nicht kommen. Ich schlage Ihnen aber vor: Folgen Sie dem Rat der Frau Küble und lesen Sie den ganzen Hebrärbrief, vor allem aber die Kapitel 9 und 10. Außerdem lege ich Ihnen ans Herz, mal einen Blick auf Römer 5, 12 – 21 zu werfen. Dort ist alles zu Ihrem Lieblingsthema „Erbsünde“ gesagt.

        1. Guten Tag,
          meinen Sie mit Ihrer Antwort wirklich „Preußenopa“ – und nicht „Uwe“?
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

          1. Ja, Frau Küble, ich meine Preußenopa. Ihren Rat sollten wir in diesem Falle, eben auch Preußenopa, befolgen.

  3. Wissen plus Wahrheit gleich Weisheit für Sonnabend den 11. April 2026

    Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
    Psalm 38,5

    Der Übeltäter sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
    Lukas 23,42-43

    —————————————————————
    Alles was zu Christus lenkt, bringt den Heiligen Geist und das lebendig Leben.

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