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Gebete sind keine „Gehsteigbelästigung“

Von Pfarrer i.R. Anton Behrens

Die NOZ (Neue Osnabrücker Zeitung) vom 11. April 2024 schreibt auf Seite 4 unter dem Titel „Mehr Schutz vor Abtreibungsgegnern nötig? Was meinen Betroffene?“ zur geplanten Abtreibungsfreigabe der Ampelregierung unter anderem folgendes:

„Die Reform ist eine sehr gute Idee“, sagte die für die Organisation Pro Familia tätige Sexualtherapeutin Barbara Wittel am Mittwoch im ARD- Morgenmagazin. Sie erlebe vor ihrer Beratungsstelle in Münster seit Jahren Fälle von Gehsteigbelästigung. „Klientinnen, die zu uns kommen, haben Probleme, sind in einer Ausnahmesituation – und dann laufen sie an singenden und betenden Menschen mit Embryo-Bildern vorbei.“ Das sei für die Betroffenen sehr verstörend, so Wittel. Der Gesetzgeber müsse einschreiten, um derart belastende Konfrontationen zu unterbinden.“

Dazu hier meine persönliche Stellungnahme:

Ich nehme seit längerer Zeit mit einigen Mitstreitern unserer Gemeinschaft an diesen Aktionen in Münster teil. Frau Wittel erweckt den falschen Eindruck, als würden wir uns direkt vor dem Gehsteig ihrer Einrichtung positionieren und dort Frauen belästigen.

Wahr ist, daß wir jeweils am 22. eines Monats, dem Todesdatum des Kardinals von Galen, der als Bischof von Münster gegen die Mordprogamme der Nazis (Tötung „unwerten Leben“) seine Stimme erhob, von der Lamberti-Kirche aus betend durch die Innenstadt zum Ludgeriplatz pilgern und uns dort seitlich in ca. 50 Metern Abstand vom Eingang der Pro-Familia-Beratungsstelle aufstellen und dort einfach den Rosenkranz beten.

Wir schließen ab mit einem „HERR-erbarme-dich“-Gesang und dem „Großer-Gott“-Lied. Irgendeine Belästigung von unserer Seite findet nie statt – es sei denn, man empfindet das ruhige Beten als Belästigung.

Danach gehen wir genauso betend zum Dom, verweilen dort in der Anbetungskapelle, um uns dann zum Grab des Kardinals zu begeben und das Abschlußgebet zu halten.

Die einzige wirklich aggressive Belästigung, die dabei regelmäßig stattfindet, ist die gegen uns: von Lamberti bis zum Ludgeriplatz und dann zurück zum Dom werden wir ständig von einer Gruppe, mit Megafon ausgestattet, als Radikale und Fundamental-Katholiken sowie mit einschlägigen Parolen beschimpft.

Übrigens werden wir jedes Mal von der Polizei begleitet und beschützt (siehe Foto). Das zeigt am deutlichsten, wer hier wen belästigt und wer Schutz braucht: Betroffene Frauen jedenfalls nicht!

Fotos: Felizitas Küble

Kommentare

11 Antworten

  1. Grüß Gott

    „Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.“ Epheser 6:11-13 (Einheitsübersetzung)

    Jeder Christ, jede Christin muss wissen, wie sie das Böse bekämpfen kann. Gott hat uns ausführliche Anweisungen dafür gegeben.

  2. Radikale – von lateinisch „Wurzel“ – ohne diese kann kein Baum Bestand haben, und die wollten die „Grünen“ doch schützen?? Viele Bäume machen einen

    W w.
    A ktion-
    L eben.
    D e –
    In diesem Wald kann man anrufen: Tel. 06201-2046 und gratis/gegen Spende Infomaterial anfordern, auch gegen die sog. „Pille“, frühabtreibend durch Gestagene.
    Überhaupt verstehe ich die Dichotomie der Grünen hinsichtlich des zu Schützenden nicht – der Mensch, ein Teil der Natur, die „Krone“ der Schöpfung, um beim Bild des Baumes zu bleiben – ist doch erst recht zu schützen, viel mehr als Pflanzen und Tiere. Nur aus einem Selbsthaß gegen das Menschliche, gegen den Humanismus kann man Abtreibung widerspruchslos hinnehmen – wollen wir so etwas? Dann gehe ich doch auch aktiv auf andere hin und spreche sie an, weil sie mir eben NICHT egal sind! Wer dieses versucht zu verbieten, verhindert mündige Bürgerschaft – wollen die entsprechenden Politiker lieber die Folgekosten der Abtreibungen tragen und umrechnen? Ohne ein Fundament – seien es die 10 Gebote, sei es das Grundgesetz, gerät das Gebäude „Staat“ ins Wanken; wenn es einstürzt, sind wir gezwungen, ein neues zu bauen. Wer ist dann noch da und hilft mit?

  3. Mich wundert, dass Söder, Prien, Wüst und Co nicht schon da sind…..Niemand Sympathisiert so offen mit diesem antichristlichen Angriff auf unser Grundgesetz (In Verantwortung vor Gott) wie diese Personen.

  4. Ich würde vorschlagen, den Aufenthalt der meist betenden Lebensschützer nicht in Sichtweite der betroffenen Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, zu wählen. Die Frauen stehen sicher unter einem besonderen psychischen Druck. Der muss nicht erhöht werden.
    Besser finde ich es, für diese Frauen im Dom zu beten und zu singen.
    auch ein Rosenkranzgebet wären zu empfehlen und dabei Gottvater, Jesus, und die Gottesmutter Maria zu bitten, auf die Abtreibungsentscheidung einzuwirken, ebenfalls Kardinal von Galen um Mithilfe bitten. Ich bin da voller Gottvertrauen, dass der Himmel ganz andere Möglichkeiten hat, Abtreibungen zu verhindern. Im Dom würden sich bestimmt mehr Beter einfinden und unser Anliegen verstärken. Radikale blieben weg und Polizeischutz wäre auch nicht nötig.

    Hilfsangebote von Lebensschützern an betroffene Fraue sollten über Zeitungen und Handzettel, auch über Briefkästen, bekannt gemacht werden, so dass jeder in Münster informiert ist.

  5. Pro familia scheint ja besonders aktiv in der Sache zu sein.
    Es ist die einzige Beratungsstelle, die ständig von der Politik herangezogen wird. Typisch Ampelkoalition.
    Dabei gibt es noch so viele andere Beratungsstellen. Diese regen sich nicht auf. Dulden das Beten vor der Beratungsstelle.
    Und mal bemerkt, soweit ich informiert bin, gibt in D. nur 5 Städte, in denen vor einer Klinik oder Beratungsstelle gebetet wird.
    Pro familia will doch nur nicht, daß sich Gebet um die schwangeren Frauen ausbreitet. Die Beratung von denen ist so schlecht, da sollte mal die Politik ein Auge drauf werfen.
    Ich hörte von 2 Frauen, dass die ihnen sofort den Schein mitgegeben hätten.
    Die Schwanger musste quasi nach einer Beratung, die genauer ist, fragen. Dann hätte sie schnelle Antworten von der Beratungsstelle bekommen.
    Man liest auch , daß schon am Empfang gefragt wird, geht es um die Beratungsbescheinigung (es soll doch erst eine Beratung stattfinden), dann einen Moment bitte . Man hätte den wahrscheinlich auch schon am Telefon bestellen könnnen. In C.-Zeiten war es ja so. Alles telefonisch geklärt.

    Ich hoffe, es geht weiter den juristischen Weg, wie die CDU es ja ankündigte, und die Beter dürfen weiterhin ihr wirkungsvolles Gebet abhalten.

    Aggressives Verhalten, wenn es das vor der Klinik oder Beratungsstelle gab, ist sowieso ein Strafbestand der Nötigung und kannn in jedem Fall zur Anzeige gegeben werden. Das gab es immer schon. Dafür braucht es kein neues Gesetz.

  6. „Das sei für die Betroffenen sehr verstörend!“

    „Der Gesetzgeber müsse einschreiten, um derart belastende Konfrontationen zu unterbinden.“

    Nicht der geplante (!) Mord sorgt bei ihnen für die Verstörung!
    Der Gesetzgeber muss sie deshalb schützen, damit sie diesen gefahrlos und möglichst schwebeleicht in die Tat umsetzen können. Sie wollen nicht an Gott erinnert werden, weil sie insgeheim wissen, dass es IHN gibt und ER dereinst Rechenschaft fordern wird.
    Sie finden Gebete und die friedliche Mahnwache nur deswegen belastend, weil sich dadurch das Gewissen meldet, welches sie zur Tat doch vorhatten abzuschalten!
    Zudem geschahen die „Erinnerungen“ aus angemessener (nicht verstörender) Entfernung.
    Wow, verrückte Welt!

  7. Die Hampel mal wieder im zügellosen Sexrausch. Ich kann mir vorstellen, Kompromisse zu machen bei Vergewaltigungsopfern oder stark psychisch belasteten Opfern, die Suizidgefährdet sind. Was die Ampel aber will mit ihrer Freigabe, ist, dass die von ihnen gehassten deutschen Familien aussterben zugunsten anderer Ethnien. Die Ex-Grüne Jutta Ditfurth kennt nur ihr Liebesvergnügen, die Verantwortung kennt sie nicht und hat Abtreibung zu ihrem Sport gemacht.
    Eine generelle Erlaubnis löscht die Verantwortung füreinander aus und reduziert den Menschen als reines Lustobjekt, der je nach Laune von Leihmüttern ein Baby auf Katalog bestellt, Missbrauch der Frauen pur und Verantwortungslosigkeit gegenüber den Kindern. Da kann man ja gleich von einer Euthanasie beinahe sprechen, wo andere entscheiden, ob ein geliebtes Kind zur Welt kommen darf oder nicht.
    Natürlich sollte man auch nicht vergessen, dass unsere importierten Gebärsklavinnen zum Abfassen von Kindergeld und Sozialleistungen Kinder als Kapitalobjekt missbrauchen. Der Missbrauch unserer Sozialsysteme muss aufhören.

  8. Ja, ein schlechtes Gewissen und Hilflosigkeit müssen übertönt werden, deswegen müssen diese Gegner auch immer schreien. Tief im Inneren wissen sie nämlich, dass sie Unrecht haben…
    selbst als ich noch nicht gläubig war, konnte ich von meiner Abtreibung niemandem erzählen, hätte es nicht gewagt … und einmal habe ich eine Frau als Bekannte verloren, der ich es erzählt habe.
    Sie hatte sich immer sehnlichst ein Kind gewünscht und nie eins bekommen …

    Und ich bewundere die Lebensschützer …Gott segne sie!

    Ich danke auch der Polizei, jedem Einzelnen und schliesse sie immer wieder in meine Gebete ein …

  9. Was von den Betroffenen als Belästigung angesehen wird, ist nichts anderes als die Berührung des eigenen Gewissens und Moral. Schließlich ist man dabei, ein ungeborenes Menschenleben auszumerzen b.z.w. den lebenden Fötus durch einen „Zerhäcksler“ zu töten. „Zerhäcksler“, ich kann es kaum fassen, was für ein Aufschrei, der grün/roten (u.a. leider auch die CDU) Teile unserer Gesellschaft, wenn dies mit Küken und anderem Getier geschehen würde. Diese HEUCHELEI ist unerträglich.

  10. Mit Belästigung ist gemeint die Frauen anzusprechen ihnen irgendwelche Embryo Puppen zu zeigen alles hier in Wien schon gesehen
    nicht gutzuheißen aber verständlich, dass einem Begleiter einer Frau mal der Geduldsfaden gerissen ist und er die“ Lebensschützerin“ sehr unsanft weggestoßen hat, da sie die Dame belästigt hat durch die direkte Ansprache

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