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Foto: www.vatican.va
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Er spürte täglich mehr des Amtes Bürde.
Die Kräfte ließen unverkennbar nach.
Er wusste auch: Das Schifflein Petri würde
ins Schlingern kommen, wenn es ihm gebrach

an starker Führung in dem rauen Meer
der Zeit, die längst schon schneller lief als er.
Da lag es nah, die Konsequenz zu ziehen.
Das Steuer war ihm schließlich nur geliehen.

Er tat exakt das, was er tun musste,
und was doch, wie er selbst am besten wusste,
so manchen Gläubigen zutiefst verstörte,

weil es für einen Papst sich nicht gehörte:
Er trat zurück. Und zeigte in der Blöße
erst seine Menschlichkeit und wahre Größe.

© Arnd Herrmann

Gedichtveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von: http://josbrunonis.blogspot.de/

Kommentare

Ein Kommentar

  1. Das Gedicht gefällt mir. Ich habe mich nie – obwohl ich nicht katholisch bin – in die Reihen der Spötter, Schreier und Verleumder gegen katholische Kirche und Papsttum gestellt. Hört sich vielleicht jetzt pharisäisch an, aber so denke und handle ich eben. Ein solches Tun würde mich ja als Christin nicht besonders adeln.

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