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Heftiger Streit zwischen LSVD und Alice Schwarzer über Gender/Transsexuelle

Von Felizitas Küble

Die bekannte Feministin Alice Schwarzer wendet sich seit Jahren in ihrer Zeitschrift EMMA gegen den ausufernden Genderismus und kritisiert dabei auch Judith Butler, die Gründerin dieser Strömung, die behauptet, das sogenannte „soziale Geschlecht“ (=Gender) sei für jeden Menschen frei wählbar (Transgeschlechtlichkeit), so daß eine männlich geborene Person sich gleichsam zur „Frau“ erklären kann und umgekehrt etc.

Diesem immer mehr um sich greifenden Transgender-Trend widerspricht die klassische Frauenbewegung  –  jedoch nicht alle „Flügel“ im derzeitigen Feminismus, von denen sich ein Teil auch „queer“ und ideologisch intersexuell versteht.

Nun hat der Lesben- und Schwulenverband Deutschlands (LSVD) heute eine Pressemitteilung gegen einen von Alice Schwarzer und ihrer Mitstreiterin Chantal Louis herausgegebene Streitschrift „Trans-Sexualität“ (siehe Foto), die am 30. März 2022 erscheint, veröffentlicht.

Gleich im Titel der LSVD-Stellungnahme wird schweres Geschütz aufgefahren: „Alice Schwarzers Sammelband ist für trans* Menschen gefährlich“

Das Buch der EMMA-Herausgeberin wird als u.a. als „Angriff auf Verbesserung der rechtlichen Anerkennung, der gesundheitlichen Versorgung und der gesellschaftlichen Akzeptanz von trans* Menschen“ kritisiert und ihr Standpunkt als „grundlegend falsch und unverantwortlich“, als „gefährlich und trans*feindlich“ beklagt.

Zudem wird Schwarzer vorgeworfen, ihr Sammelband „heizt eine Debatte weiter an, deren negative Auswirkungen trans* Menschen zu spüren bekommen“.

Im Unterschied zu der prominenten Feministin bestehe aus Sicht des LSVD „kein Widerspruch zwischen der Anerkennung von trans* Menschen und dem Aufbrechen stereotyper Geschlechtervorstellungen“.

Es handelt sich bei dieser scharfen Kontroverse somit um einen Streit innerhalb emanzipationsbewegter Kreise, die sich beide jeweils auf ihre Weise gegen „Diskriminierung“ wenden.

Während jedoch Schwarzer und mit ihr die klassische Frauenbewegung  – und auch ein Teil des Homosexuellen-Spektrums –   grundsätzlich noch von einer klaren Mann/Frau-Unterscheidung ausgeht, ist dies in der Gender- und Transsexuellen-Bewegung sowie dem LSVD nicht mehr angesagt, weil die „sozialen Geschlechter“ austauschbar seien und willkürlich gewählt werden können.

An dieser Auseinandersetzung wird einmal mehr deutlich, daß sich die grundlegende Kritik am Genderismus und „Genderwahn“ nicht auf konservative Kreise beschränkt, sondern weitgehend auch von der herkömmlichen Frauenbewegung vertreten wird.

 

 

Kommentare

3 Antworten

  1. Die Menschheit hat sich so weit von ihrem Schöpfer entfernt, dass sie teilweise nicht mehr wissen, ob sie männlich oder weiblich sind.

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