DER WUNDE RITTER
Ich weiß eine alte Kunde,
Die hallet dumpf und trüb:
Ein Ritter liegt liebeswunde,
Doch treulos ist sein Lieb´.
Als treulos muß er verachten
Die eigne Herzliebste sein,
Als schimpflich muß er betrachten
Die eigne Liebespein.
Er möcht in die Schranken reiten
Und rufen die Ritter zum Streit:
Der mag sich zum Kampfe bereiten,
Wer mein Lieb eines Makels zeiht!
Da würden wohl alle schweigen,
Nur nicht sein eigner Schmerz;
Da müßte er die Lanze neigen
Wider’s eigne klagende Herz.
Heinrich Heine
Titelbild: Helga Sorge





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2 Kommentare
„Ritter“ ist ein schönes Wort… am schönsten klingt`s bei „RITTER SPORT“! 🙂 🙂
Kann man singen auf die Melodie „Es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb…“ Übrigens: Wer manchmal schwermütig ist: Singen, singen, singen!
Ich weiß, wovon ich rede. Singen, musizieren ist die beste Arznei!