Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 80 (79),2ac.3bc.15-16.18-19.
Psalm 80 (79),2ac.3bc.15-16.18-19.
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Du Hirte Israels, höre!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine!
Wecke deine gewaltige Kraft
und komm zu unserer Rettung!
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Gott der Heerscharen, kehre doch zurück,
blicke vom Himmel herab und sieh,
sorge für diesen Weinstock!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine!
Wecke deine gewaltige Kraft
und komm zu unserer Rettung!
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Gott der Heerscharen, kehre doch zurück,
blicke vom Himmel herab und sieh,
sorge für diesen Weinstock!
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Beschütze, was deine Rechte gepflanzt hat,
und den Sohn, den du dir stark gemacht!
Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten,
über dem Menschensohn,
und den Sohn, den du dir stark gemacht!
Deine Hand sei über dem Mann zu deiner Rechten,
über dem Menschensohn,
den du dir stark gemacht.
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Wir werden nicht von dir weichen.
Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.
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Wir werden nicht von dir weichen.
Belebe uns und wir rufen deinen Namen an.





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4 Antworten
Thomaschristen haben wie andere Religionsgemeinschaften in Indien eine eigene alte Tradition von Meditationspraktiken (Dhyanam).
https://www.angelfire.com/wi/inroads/meditation.html
Developing a Practice of Orthodox Christian Meditation Practice. A Christian Dhyanam from the East. Mission Society of St. Gregorios of India, Madison, Wisconsin (USA).
@Anonym:
Die 4 Tierwesen bzw. 4 Tiergesichter oder 4 Tiergestalten um Gottes Thron herum in den Propheten-Visionen des Alten Testamentes (auch in leicht veränderter Form in der Johannes-Offenbarung) waren auch anderen Völkern als Symbolik bekannt. Sie standen für die 4 Elementar-Herren, die jeweils den 4 Elementen bzw. den jeweils einem dieser Elemente zugeordneten drei Tierkreiszeichen von den 12 Sternzeichen des Zodiaks entsprachen bzw. zugeordnet waren. Dies war Priester-Wissen der Eingeweihten in den Mysterien-Kulten des Orients. Es handelte sich um eine astrale Symbolik. Der Prophet Daniel wurde zum „Rab-Mag“ am Hofe des Königs ernannt.
„Und Mose wurde in aller Weisheit der Ägypter gelehrt und war mächtig in Worten und Werken.“ Apostelgeschichte 7,22
https://www.bibleserver.com/de/verse/Apostelgeschichte7,22
Diese Weisheitslehren und Weisheitstraditionen finden sich auch in der jüdischen Thronwagen- bzw. Merkaba-Mystik und in der Henoch- und Hekhaloth-Literatur.
Der Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel zitiert aus dem äthiopischen Henoch-Buch, welches bis heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens bzw. der koptisch-äthiopischen Tewahedo-Kirche gehört.
Ist mir bekannt, Herr Jahndel. Danke trotzdem.
„Der Du auf den Kerubim thronst“.
Die Cherubim werden in der Bibel von den Engeln unterschieden. Sogar in der Offenbarung werden sie stets separat von den Engeln erwähnt (s. Offenbarung 5, 11 ff und 7, 11 ff). Während die Engel Boten, Gesandte Gotte sind und im Alten Testament ungeflügelt und meist in Menschengestalt erscheinen, sind die Cherubim geflügelte Wesen und sie sind immer da, wo Gott persönlich anwesend ist und sich in seiner Herrlichkeit offenbart. In Psalm 18 schildert David eine Gotteserscheinung, in der er u. a. erwähnt:
„Er (Gott) neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Fittichen des Windes…“ Psalm 18, 10. 11)
In den Visionen Hesekiels sind sie u. a. Träger und Fortbeweger des Gottesthrons. Beispielsweise Hesekiel 1. „Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her mit einer großen Wolke voller Feuer, das gewaltig glänzte, und mitten im Feuer war es lichthell. Und darin war es gestaltet wie vier Tiere und dieselben waren anzusehen wie Menschen. Und ein jegliches hatte vier Angesichter und vier Flügel. Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren gleich wie Rinderfüße und glänzten wie helles, glattes Erz.“ (Hesekiel 1, 4-8) „Aber oben über den Tieren war es gestaltet wie ein Himmel, wie ein Kristall, schrecklich, gerade oben über ihnen ausgebreitet … und über dem Himmel, der oben über ihnen war, war es gestaltet wie ein Saphir, gleichwie ein Thron; und auf dem Thron saß einer, gleichwie ein Mensch gestaltet. Und ich sah, und es war lichthell, und es war wie ein Feuer ringsum: Von seinen Lenden ausgehend sah ich nach oben und unten ringsum Feuer glänzen. Gleichwie der Regenbogen in den Wolken steht, wenn es geregnet hat; also glänzte es um und um. Dies war das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn. Und da ich es gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.“ (Hesekiel 1, 22-28)
Die Offenbarung beschreibt diese 4 Gestalten noch eingehender als direkt in Gottes Nähe und an seinem Thron befindlich.
„Und vor dem Thron (Gottes) war ein gläsernes Meer gleich dem Kristall, und um den Thron vier Tiere, voll Augen vorn und hinten. Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das andere war gleich einem Kalb, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem Adler. Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel, und sie waren außen herum und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt.“ (Offenbarung 4, 6-8)
Als die Träger Gottes sind die Cherubim immer Zeugen von Gottes Gegenwart. Wo sie sich befinden, da ist Gott selbst in seiner Herrlichkeit aus dem Himmel herabgekommen. Deswegen sind Abbilder der Cherubim der Hauptschmuck sowohl in der Stiftshütte Israels und danach auch im Tempel Salomos. Und auf der Bundeslade im Allerheiligsten, da überschatteten zwei Cherubim mit ihren Flügeln den Thron Gottes.
Als Wächter und Beschützer waren einige zeitweise [bis hin zur Sintflut] mit blinkendem und dreinschlagendem Schwert am östlich gelegenen Eingang zum Paradies postiert worden, um den Menschen den Zugang zum Baum des Lebens zu verwehren (1. Mose 3, 24).