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„Hilfesuchende dürfen nicht auf der Strecke bleiben!“

Evangelikale Stellungnahme zum Preis für Dr. Christl Vonholdt und Markus Hoffmann

Die „Christliche Bildungsstiftung“, eine evangelikale Initiative, verleiht am 22. Oktober 2011 je einen Förderpreis an Frau Dr. Christl Vonholdt (Leiterin des DIJG) und Markus Hoffmann (Leiter von „Wüstenstrom“), die sich um  Heilung von Homosexuellen bemühen, die dies selber ausdrücklich wünschen. Darüber haben wir kürzlich berichtet:  http://charismatismus.wordpress.com/?s=w%C3%BCstenstrom

Dieses Therapie-Angebot wird von Seiten homosexueller Interessengruppen scharf attackiert, ebenso die angekündigte Würdigung dieser beiden Persönlichkeiten und ihrer Verbände.

Hierzu folgt nun ein Kommentar von Dennis Riehle aus Konstanz:

„Nicht unerwartet, aber dennoch mit ihrer Deutlichkeit wieder einmal so manches Vorurteil bestätigend, prasseln die Kritiken auf die Preisverleihung der „Deutschen Bildungsstiftung“ ein.

In diesem Jahr soll die Ehrung an die seit langer Zeit in der Beratung von Homosexuellen tätigen Dr. Christl Vonholdt  vom DIJG („Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft“) und Markus Hoffmann („Wüstenstrom“) gehen. Mit der Würdigung soll unterstrichen werden, dass sich beide trotz anhaltenden Gegenwindes derer angenommen haben, die in ihrer homosexuellen Lebensweise eine Veränderung wünschen.

Verständlicherweise wird der größte Protest von Homosexuellen-Organisationen laut, wenn es um die Verleihung des Förderpreises der Bildungsstiftung geht, die der  „Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis“ nahesteht.

So spricht der Lesben- und Schwulen-Verband von „fragwürdigen und teuren Therapien“, mit denen „Umpolung“ betrieben werde. Man empört sich darüber, dass das „unverantwortliche Handeln“ von Vonholdt und Hoffmann „belohnt wird“. Mit einem eigenen Netzwerk „Mission Aufklärung“ wolle man gegen die „Umpolungspropagandisten“ vorgehen und über deren „unseriösen Angebote“ informieren.

Erneut zeigt solch ein Streit, wie bei der Auseinandersetzung von Ideologien die eigentlich Hilfesuchenden auf der Strecke bleiben. Hierbei werden unterschiedliche Ansichten darüber vertreten, wie mit homosexuell lebenden Menschen umgegangen werden soll, die mit ihrer sexuellen Orientierung Schwierigkeiten haben, sie nicht mit ihren innersten Gefühlen und Werten vereinbaren können oder durch äußerliche Anfeindungen den Wunsch äußern, von ihrer Homosexualität Abstand nehmen zu können.

Mit polemischen Schlagworten wie „Umpolung“ spotten Gegner der Arbeit von DIJG oder  „Wüstenstrom“ den Bemühungen, das Ansinnen nach persönlicher Veränderung von in Konflikt geratenen Homosexuellen ernst zu nehmen.

Die Therapieangebote der beiden zu Ehrenden sind zweifelsohne ein elementarer Einschnitt in die Lebensgeschichte von Betroffenen  –  der Weg, sich von der Homosexualität zu entfernen, kann immer wieder auch mit Begleiterscheinungen einhergehen, die nicht gewollt sind. Gleichermaßen sind die wissenschaftlichen Darlegungen, mit denen gegen den Versuch angelaufen wird, Homosexuellen mit einer Betreuung, die auf Ursachen, Gründe und Persönlichkeitsstrukturen blickt, zu helfen, wenig aussagekräftig.

Ebenso unterschätzen jene, die diese als „reparative Therapie“ verschrienen Behandlungswege diffamieren, die Eigenständigkeit des Klienten. Dieser entscheidet selbst und aus seinem Willen heraus, welchen Weg er gehen möchte.

Aufklärung über ihre Arbeit geben sowohl das DIJG wie auch „Wüstenstrom“ in transparenter Form. Ziel ist keine „Umpolung“, sondern die Entwicklung einer alternativen sexuellen Orientierung aus dem Verständnis der eigenen Individualität und innerer Emotionsbarrieren heraus.

Dr. Vonholdt und Hoffmann haben sich eindrücklich mit dem Wesen der Homosexualität befasst   –  und umfangreiche Erklärungsmuster herausgearbeitet, die auch auf einen psychosozialen, kognitiven und edukativen Anteil des homosexuellen Empfinden hinweisen, die als veränderbar gelten dürften.

Vom Gedanken, wonach Homosexualität in der Sache als Krankheit und damit als behandlungsbedürftig eingestuft wird, sind auch die beiden Einrichtungen weit entfernt. Niemand zwängt Homosexuellen Hilfe auf, die ihre Lebensform mit sich in Einklang bringen können.

Doch das Verschweigen von Nöten, die Homosexuelle nicht nur in Form der „Ich-Dystonie“ treffen, ist rücksichtslos. Für sie Anlaufstelle zu sein, nehmen alle in großer Verantwortung wahr, die orientiert am christlichen Glauben seelsorgerisch tätig sind. Das zeigt sich schon allein in der Annahme jedes Homosexuellen, auch im Respekt vor seinen Gefühlen. Dass im biblischen Christsein die praktizierte Homosexualität weiterhin als Sünde gilt, ist auch ein klares Zeichen für die Ablehnung gegenüber der Sexualisierung in unserer Gesellschaft.

Selbst viele Homosexuelle finden in der schwul-lesbischen Welt immer häufiger Anstoß am Verfall von Sitten und Normen, der sich nicht nur an CSD-Veranstaltungen klar zeigt.

Wenn Liebe auf die reine Sucht nach Befriedigung reduziert wird, wenn die gegenseitige Empfindung lediglich noch durch Fetische gestärkt werden kann und wenn es um Sexualpraktiken geht, die Gesundheit gefährden und Lust zum Alltag verkommen lassen, bleibt das Suchen nach Umkehr verständlich   –   nicht nur für Homosexuelle.  Damit werden Vonholdt und Hoffmann auch für ihr Eintreten um Rückbesinnung in sexualethischer Sicht geehrt. (…)“

Dennis Riehle
Vorsitzender von „ Christliche Lebensberatung e.V.“
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
www.riehle-dennis.de

Kommentare

Eine Antwort

  1. Das sind sehr treffende und differenzierte Aussagen zum Thema „Reparative Therapie“ – vielen Dank, Herr Riehle! Die Propagandisten der „Umpolungs“-Theorie können so etwas natürlich nicht begreifen und schreien wie Kinder im Trotzalter ihre Vorurteile heraus.

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