Nach dem Überraschungsangriff auf den Iran am 28. Februar stellt sich die Frage, wie es dort weitergehen könnte. IDEA hat dazu den Vorstandssprecher der Inter-nationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), Valerio Krüger, um eine Einschätzung gebeten.
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Reza Pahlavi sieht sich als möglichen Anführer einer Übergangszeit zu einer Republik oder parlamentarischen Monarchie mit Trennung von Religion und Staat, freien Wahlen, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit. 
Sehr viele Iraner weltweit erhoffen sich den Wandel mit seiner Hilfe, aber es gibt auch Iraner, die ihm kritisch gegenüberstehen.
Die richtigen Schritte und Instrumente nach dem finalen Sturz der Mullahs umzusetzen wird keine einfache Aufgabe sein, weder für ihn – sollte er dann die Person sein, die den Wandel federführend gestaltet – noch für das iranische Volk.
FOTO: Exil-Iran in Münster demonstrieren für die Freiheit ihres Heimatlandes
Wir sollten das iranische Volk aber nicht unterschätzen und nicht alleine auf einzelne Personen blicken. Im Iran gibt es viele, die sich für Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gleichberechtigung und Säkularismus eingesetzt haben – viele wurden dafür verfolgt, inhaftiert und getötet.
Die DNA dieses Freiheitskampfes ist bei ihnen allen präsent und jede künftige Regierung wird sich daran messen lassen müssen.
Quelle und weitere Infos dazu hier: https://www.igfm.de/interview-der-iran-braucht-mehr-als-eine-intervention/





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4 Kommentare
Wir haben es ja in den letzten Jahrzehnten immer wieder gesehen: Demokratie lässt sich nicht herbeibomben.
Aber es gibt im Iran einen massiven Trend der Bevölkerung zum Islam. Der sollte international auf alle förderliche Art und Weise unterstützt werden.
Der christliche Glaube steht trotz der massiven Unterdrückung und Bekämpfung bis auf den Tod in hohem Ansehen.
https://www.ref.ch/news/iran-proteste-kundgebungen-menschenrechte-frauenrechte-religion-islam/
https://de.catholicnewsagency.com/news/23517/christen-im-iran-nach-kriegsbeginn-laut-hilfswerk-open-doors-stärker-bedroht
Erratum: Es muss natürlich heißen:
„Aber es gibt im Iran einen massiven Trend der Bevölkerung WEG VOM ISLAM.“
Ich kann mir den Reza Pahlevi gut als neuen Schah vorstellen. Er sollte natürlich nicht die Fehler seines Vaters wiederholen, der ein autoritärer Alleinherrscher war. Sein Bestreben sollte sein, eine parlamentarische Monarchie nach dem Vorbild Japans (auch ein Kaiserreich) sowie der europäischen Königreiche und des Großherzogtums Luxemburg oder der Fürstentümer Andorra und Liechtensteins zu errichten. Ich möchte daran erinnern, dass auch Afghanistan ein friedliches und zumindest in den Großstädten relativ modernes Land war, bis König Zahir abgesetzt wurde. Leider haben sowohl die Kommunisten als auch die fanatischen Moslems bewirkt, dass Afghanistan in die tiefste Barbarei zurückgestoßen wurde. Bei einem Fortbestehen der Monarchie wäre dies nicht passiert. Aber das verdrängen viele Menschen im Westen.
Bekannt ist ja, dass vor dem Sturz des Schahs von Persien 1979 die Menschen zu Hunderttausenden dort auf den Straßen waren – sie wollten den Schah weg haben.. Es muss also klar sein, dass sein Sohn, der Kronprinz Reza Pahlavi, nicht dort weitermacht, wo sein Vater damals aufhörte. Im Gespräch ist ja auch der Sohn des kürzlich ermordeten Khamenei. Auch dort müsste klar sein, dass auch er nicht dort weitermacht, wo Khamenei aufgehört hat… Es ist und bleibt vorerst, was die Regierung im Iran werden könnte, eine „Wundertüte“ unklaren Inhalts…