Zunehmende Gewalt gegen Christen
Erstmals wurde mit Kardinal Anthony Poola ein Angehöriger der einst „unberührbaren“ Dalit-Kaste zum Vorsitzenden der Indischen Bischofskonferenz (CBCI) gewählt.
Der Begriff „Dalit“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich „mit Füßen getreten“. Er bezeichnet jene Gruppen, die im hinduistischen Kastensystem als „unberührbar“ galten und bis heute massiver Benachteiligung ausgesetzt sind. 
Etwa ein Sechstel der indischen Bevölkerung gehört dieser „Kaste“ an; unter den Katholiken Indiens stellen Dalits sogar rund drei Viertel der Gläubigen.
Kardinal Poola wurde 1961 selbst in eine katholische Dalit-Familie geboren. Sein Aufstieg innerhalb der Kirche ist beispiellos:
Seit 2020 ist er Erzbischof von Hyderabad, und im Jahr 2022 erhob ihn Papst Franziskus als ersten Dalit in den Kardinalsstand. Nun tritt der 64-Jährige die Nachfolge von Erzbischof Andrews Thazhath (74) an der Spitze der Bischofskonferenz an.
Kardinal Poola übernimmt die Leitung in einer Phase extremer kirchlicher und politischer Herausforderungen. Besonders die Lage der religiösen Minderheiten in Indien bereitet weltweit Sorge.
Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF) forderte die US-Regierung am Freitag auf, „dringend“ auf die indische Führung einzuwirken. Ziel sei es, die Verantwortlichen für gezielte Gewalt gegen religiöse Minderheiten zur Rechenschaft zu ziehen. In den vergangenen Monaten war vermehrt zu Übergriffen hindu-nationalistischer Gruppen auf Christen gekommen.
Quelle und vollständige Nachricht hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2026-02/indien-erster-dalit-vorsitzender-bischofskonferenz-poola.html




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