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Integrierte Gemeinde: Debatte um geistlichen Missbrauch – Priestergemeinschaft aufgelöst

Laut Informationen der „Herder Korrespondenz“ hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker mit einem Dekret vom 9. September 2021 die „Gemeinschaft der Priester im Dienst an Integrierten Gemeinden“ aufgelöst. Ein Sprecher bestätigte die Auflösung, wollte aber bis zum „rechtskräftigen Abschluss des kirchenrechtlichen Verfahrens“ keine näheren Angaben machen.

Die 1948 gegründete „Integrierte Gemeinde“ (IG) wurde 1978 von den damaligen Erzbischöfen in Paderborn und München – Johannes Degenhardt und Joseph Ratzinger – kirchlich anerkannt.

Wie CNA Deutsch berichtete, wurden im November 2019 Ergebnisse eines Zwischenberichts des Erzbistums München und Freising veröffentlicht, demzufolge ehemalige Mitglieder über Eingriffe in das Privatleben – bis hin zur Wahl des Wohnorts und sogar der Zahl der Kinder in einer Familie – sowie die Ausübung weiteren psychischen Drucks auf Angehörige schilderten.

Vertreter der IG wiesen alle Anschuldigungen stets weit von sich. Ein ehemaliges Mitglied begrüßte im November 2019 gegenüber CNA Deutsch dagegen die Untersuchung und bezeichnete sie als „ein Glück und ein Segen für die Kirche und für die letzten Mitglieder der IG selbst, die einem im Grunde nur leid tun können“. 

Schließlich war im Jahr 2020 die IG in der Erzdiözese München und Freising kirchenrechtlich aufgelöst worden.

Auch Papst emeritus Benedikt XVI. hat sich von der IG distanziert, zu der er jahrzehntelang engste Verbindungen unterhielt.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/priestergemeinschaft-der-integrierten-gemeinde-aufgeloest-9388

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Kommentare

4 Antworten

  1. Das Christentum wurde leider immer wieder infiltriert und korrumpiert und unterwandert und profanisiert. Damals wie heute ein Problem, Stichwort Freimaurer und freimaurerische Vorfeld-Organisationen wie die Rotary-Clubs.

  2. Was sollte diese integrierte Gemeinde eigentlich sein?
    Was man nämlich liest, in den offiziellen Schriften passt nicht zu dem, was dann angeblich passiert ist es ist da kein Wort von Privatoffenbarungen die Rede die doch fast immer die Grundlage für geistlichen Missbrauch bilden

    1. Guten Tag,
      Sie haben recht, der Fall fällt tatsächlich aus dem Rahmen, weil hier mit Visionen und „Sehern“ nichts lief – und das habe ich in einem früheren Artikel zu dem Thema auch ausgeführt. Die Rationalität in diesem Bereich war wohl einer der Gründe, weshalb Ratzinger/Benedikt gut auf diese Gemeinschaft zu sprechen war, zumal sie sich dem Judentum verbunden fühlte.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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