„Information ist der Urstoff des Universums“
Organisiert von der freien Gemeinde „Stadtmission Kamen“ fand am 5. Juli 2025 im Bodelschwingh-Haus in Kamen ein Vortrag statt zum Thema
„Moderne Physik – Hinweis auf Gott?“.
Referent war Dr. Albrecht Kellner, Physiker und stellv. Technische Direktor i.R. der Firma Astrium Space Transportation (heute Airbus Defence & Space).
Vor etwa 80 Gästen eröffnete Kellner den Vortrag mit der Frage, die er immer wieder zu hören bekam, wieso er als Physiker Christ sein könnte, verbunden mit der Begründung, dass man als Christ blind an etwas glauben müsste, was man nie beweisen kann, und schlimmer noch, dass man an Dinge glauben müsse, die im Widerspruch zur Naturwissenshaft stehen würden. 
Zunächst griff Dr. Kellner den zweiten Einwand auf mit der Aussage, dass das zwar stimme, aber nur in Bezug auf die inzwischen überholte „klassische“ Physik. Mit der modernen Physik seien diese Widersprüche heute praktisch vollständig aufgelöst.
So kannte die Bibel schon seit tausenden von Jahren die drei Grundaussagen der modernen Kosmologie: es gab einen Anfang, das Weltall ist mit einem gewaltigen Schöpfungsakt aus dem für die Sinne nicht Wahrnehmbarem entstanden, und dehnt sich seitdem aus.
Dieses „für die Sinne nicht Wahrnehmbares“, aus dem alles entstanden sei, beschreibt die Bibel im ersten Kapitel des Johannesevangeliums als „das Wort“. Während die klassische Physik den Gedanken, dass Materie aus „dem Wort“, aus Information, entstanden sein kann, entschieden ablehnt, legt die Quantenphysik genau das nahe: „Information ist der Urstoff des Universums“, sagte der Nobelpreisträger 2022 Professor Anton Zeilinger.
Dass die Bibel diese neuesten Erkenntnisse der Physik schon vor tausenden von Jahren kannte, bedeutet eine eindrückliche Beglaubigung der Bibel. Und das legt nahe, dass auch ihre Aussage, wer das Universum hervorgebracht hätte, stimmen könnte: nämlich ein personenhafter Schöpfer. 
Das wird auch dadurch von der Physik bestätigt, dass man entdeckte, dass die Naturkonstanten wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit oder die Gravitationskonstante (und ca. 3 Dutzend weitere) haarscharf von „jemand“ so eingestellt worden sein müssen, dass biologisches Leben möglich ist.
Das würde letztlich bedeuten, dass es tatsächlich einen personenhaften Schöpfer gibt, der uns beabsichtig hat. Diese Absicht wäre der Sinn des Lebens.
Kellner fuhr fort und erläuterte, dass Christsein gerade nicht auf einem blinden Glauben beruht, sondern auf einer konkreten Erfahrung dieses Sinns des Lebens, nämlich der unmissverständlichen Erkenntnis, in der Liebe des Schöpfers für immer geborgen zu sein – und als Folge daraus in der Befähigung, diese Liebe immer Ego-befreiter an den Nächsten weitergeben zu können.
Um die unbeschränkte Liebe dieses unermesslichen heiligen Gottes erfahren zu können, müsse logischerweise alles Unrecht, alle Schuld im Leben eines Menschen erst bereinigt werden. Aufgrund dieser totalen Heiligkeit Gottes könnte das aber kein Mensch erreichen. Daher tut es Gott selbst, in dem Menschen Jesus Christus, stellvertretend für alle Menschen. 
In dem Moment, in dem ein Mensch die damit angebotene Vergebung durch ein einfaches Gebet im Glauben annimmt, würde diese Erfahrung einsetzen. Man ist Christ im eigentlichen Sinne geworden.
Dass viele Menschen dieses eigentliche Wesen des Christseins gar nicht mehr kennen, ist der Hauptgrund, weshalb Dr. Kellner überall in Deutschland, Österreich und der Schweiz Vorträge dieser Art hält.
Weitere Infos sind in seiner Website www.sinn-suche.de zu finden.
Text: Ulrich Motte / Dr. Albrecht Kellner





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8 Kommentare
Es geht darum, dass man nicht zwangsläufig Kreationist oder reiner Darwinist sein muss, um den Glauben mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild und der Evolutionstheorie vereinbaren zu können. Mittlerweile gibt die Wissenschaft vielfältigere Antworten.
Diese passen durchaus zur christlichen Logos-Theologie, die gerade bei den orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen eine große Rolle spielt.
Die Orthodoxen folgen eher Justin dem Märtyrer mit seiner Logos-Theologie und dem Heiligen Irenaeus von Lyon, der diese von ihm übernahm und weiterentwickelte, als dem Heiligen Augustinus. Welchem letzterem die römisch-katholische Kirche neben dem späteren Heiligen Thomas von Aquin den Vorzug gab.
Der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel hinzu. Wie die russisch-orthodoxe Kirche noch heute…neben anderem Sondergut.
Erwähnenswert wäre auch die Bedeutung der griechisch sprachigen Septuaginta-Bibel mit der jüdisch-alexandrinischen „Weisheitsliteratur“. Vor Thomas von Aquin dominierte im Mittelalter wie in der späteren Renaissance bei Renaissance-Humanisten wie Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus noch der Platonismus und Neuplatonismus die christliche Theologie auch im Westen in der katholischen Kirche.
Siehe dazu etwa den Heiligen Albertus Magnus als Lehrer des Thomas von Aquin, der eine Synthese der christlich-katholischen Theologie mit der aristotelischen Philosophie vollzog, und Johannes Eriugena oder Johannes „Duns Scotus“ und Nikolaus von Oresme (der aber immer noch ein Scholastiker war und blieb).
Auch der Heilige Augustinus war noch Platoniker und dankte Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Theologen und Philosophen und Mystiker die allegorische Bibel-Auslegung. Im Gegensatz zum Heiligen Thomas von Aquin aber hielt der Heilige Augustinus den Limbus für eine Erfindung der Pelagianer, was ich persönlich für einen Fehler halte.
Der Apostel Paulus zitierte auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen Logos, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“).
Der Apostel Paulus zitierte in seiner Areopag-Rede im Neuen Testament der Bibel auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen LOGOS, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“). Dieser Logos der Stoiker war bei ihnen das natürliche vernünftige göttliche Weltgesetz und die allgemeine natürliche vernünftige harmonische göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos.
https://static.uni-graz.at/fileadmin/kath-institute/Neues-Testament/Apg17_28.pdf
Die Apostelgeschichte, Kapitel 17
https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg17.html
Apg 17,28 „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.“
Justin der Märtyrer knüpfte mit seiner Logos-Theologie an dieses Zitat des Apostels Paulus (neben dem Logos-Begriff des Johannes-Evangeliums im NT und der „Weisheitsliteratur“ des alten Testamentes) an, der Heilige Irenaeus von Lyon übernahm dessen Logos-Theologie von ihm und erweiterte sie noch. Der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel hinzu. Erwähnenswert wäre auch noch der jüdische Theologe Philo(n) von Alexandria. Clemens von Alexandria nimmt in den Stromateis sehr ausführlich auf ihn Bezug. Eusebius erörtert die Frage nach den Therapeuten in Philons Vita Contemplativa und zitiert aus verlorenen Schriften Philons in der Praeparatio Evangelica. Auch Origenes, Gregor von Nyssa, Ambrosius von Mailand, Hieronymus und Augustinus hatten ihm vieles zu verdanken, besonders die allegorische Bibelauslegung.
Es gibt mittlerweile auch Ansätze für eine reformierte neuartige Äther-Theorie mit einem dynamischem um sich selbst rotierenden Äther. Siehe dazu auch Prof. Bernd Senf aus Berlin als Volkswirt im Ruhestand zu VWL und psychosozialen Hintergründen.
„In der modernen Physik ist der Materialismus unhaltbar geworden und in der maßlosen Anwendung von technischen Möglichkeiten zu einer tödlichen Krankheit ausgeartet.“
Max Thürkauf, Technomanie (1980)
https://www.telepolis.de/features/Materie-ohne-Geist-Sind-wir-Falschfahrer-im-Universum-10290382.html
Prof. Bernd Senf aus Berlin als Volkswirt im Ruhestand zu VWL und psychosozialen Hintergründen, siehe auch Alternative Physik und „Lebensenergieforschung“.
http://www.berndsenf.de
Die wissenschaftliche Verteidigung des Glaubens halte ich für alle Menschen aller Altersstufen für sehr wichtig.
Denn alle Altersstufen werden mit allen möglichen Medien und Mitteln GEGEN das christliche Welt- und Menschenbild und gegen den vernünftigen Glauben an Gott und die Bibel manipuliert.
Die Folgen sehen wir z.B. in unserer aktuellen ökosozialistisch verbrämten Hochfinanz-gesteuerten Politik. Wenn der MÄCHTIGSTE nicht mehr die Maßstäbe setzt, tun es die MÄCHTIGEN.
Deswegen haben wir z.B. bei Wort + Wissen auch sehr viel gutes Material für alle.
https://www.genesisnet.info/schoepfung_evolution/n270_gregor_mendel__die_entstehung_der_arten_und_schoepfung.php
https://www.wort-und-wissen.org/publikationen/genesisnet/evolutionstheorien/
https://www.youtube.com/watch?v=rc9IHiYWX7g
Dr. Markus Widenmeyer: Naturalistisches versus biblisches Menschenbild. Ethik, Freiheit, Menschenwürde
https://www.youtube.com/playlist?list=PLzotkbmGjMzxk8Pq1qmBEIgaJVsS_xJM_
Francis Schaeffer – Wie sollen wir denn leben?
Eine hervorragende Abhandlung, weil sie den christlichen Glauben aus naturwissenschaftlicher Sicht unterfüttert bzw. untermauert (trotz der hypothetischen Formulierungen „stimmen könnte“, „würde letztlich bedeuten“, „wäre der Sinn“).
Für mich steht allerdings fest: Ein demütig fühlender und denkender Mensch benötigt eigentlich diese hochgeistige/hochqualifizierte naturwissenschaftliche Begründung nicht, um eine göttliche Macht hinter der w u n d e r – v o l l e n (!!!) Schöpfung zu erkennen!
Jeder Schmetterling, der (physikalische) Regenbogen, die Lichtgeschwindigkeit, die Dimensionen des Makro- wie des Mikrokosmos‘: alle diese und unzählige (!!) weitere Wunder kann nur ein extrem arrogantes Hirn dem „Zufall“ zuschreiben!
Und darüber hinaus gibt Jesus Christus mit seiner wahrhaft göttlichen Lehre, seinem wahrhaft göttlichen Leben (als Mensch mit Fleisch und Blut!) und mit seinem wahrhaft göttlichen Kreuzestod für unsere Sünden (als heroischer Mensch!) jedem Christen – und potentiell jedem gutwilligen Menschen! – Glaubens g e w i s s h e i t bezüglich des allmächtigen Gottes – im Heiligen Geist!
JESU WORTE „Mk. 10,13-16“, „lasst die Kinder zu mir kommen“ {unsere Reisebibeln}: muß nicht dem Rechnung getragen werden, daß die Liebe, mit der das Kind Jesus liebt, für das Christentum konstitutiv ist? Diese Liebe kann zwar niemals aufhören, muß aber in Bedrängnis kommen – sodaß „trotzdem“ gilt, daß erst durch das BEKEHRUNGSERLEBNIS, das ein Kind nicht haben kann, jemand Christ sein kann. Die moderne Naturwissenschaft und Technik – schon daß sie doch sehr junge Phänomene sind, entstanden seit der Verbrennung des Diamanten durch Antoine Laurent de Lavoisier, geboren am „26. August 1743“, sollte zögern lassen, ihre Bedeutung zu verabsolutieren – tritt jedoch zur Liebe des Kindes zu Jesus in überhaupt keine Beziehung.
Auch zum Thema Naturwissenschaft und Glaube:
Studiengemeinschaft Wort und Wissen.
Die Zeitschrift Studium Integrale Journal im kostenlosen Download, z.B. Ausgabe Mai 2022: Das kosmologische Argument für die Existenz Gottes:
https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/SIJ_29-1_2022.pdf