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Kardinal Müller äußert scharfe Kritik am Abtreibungskurs von US-Präsident Biden

In einem heute veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal „Kath.net“ positioniert sich der frühere Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gehard Müller, deutlich gegen die Politik der neuen US-Regierung in glaubensrelevanten Bereichen: https://www.kath.net/news/74155

Sein Fazit lautet: „Ich kann keinen Abtreibungspolitiker deshalb unterstützen, weil er Sozialwohnungen baut und ich wegen des relativ Guten das absolut Böse in Kauf nehmen müsse“

Der katholische Würdenträger fügt hinzu: „Wer das klare Bekenntnis zur Heiligkeit jedes Menschenlebens aufgrund politischer Präferenzen mit taktischen Spielen und sophistischen Verschleierungen relativiert, stellt sich offen gegen den katholischen Glauben.“

Er erläutert weiter: „Nun stehen die USA mit ihrer geballten politischen, medialen und ökonomischen Macht an der Spitze der subtil-brutalsten Kampagne zur Ent-Christianisierung der westlichen Kultur seit 100 Jahren….Das II. Vatikanum und alle Päpste bis zu Franziskus haben die absichtliche Tötung eines Kindes vor und nach der Geburt als schwerste Verletzung der Gebote Gottes bezeichnet.“

Der Kardinal äußert sich auch zu dem bekannten Phänomen, den neuen Präsidenten aus bloßer Anti-Trump-Allergie zu loben oder ihn schon deshalb zu glorifizieren, weil er sich als katholischer Christ präsentiert:

„Es gibt gute Katholiken bis in höchste Stellen im Vatikan, die in blindem Anti-Trump-Affekt alles in Kauf nehmen oder herunterspielen, was jetzt gegen die Christen und alle Menschen guten Willens in den USA losgetreten wird.Es hat sich die absurde Meinung auch bei Katholiken eingeschlichen, dass der Glaube Privatsache sei und man im öffentlichen Leben etwas in sich Böses zulassen, billigen und fördern könne.“

Foto: Bistum Regensburg

Kommentare

11 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Kardinal Müller,

    müßte die Katholische Kirche nicht gegen US-Präsident Biden ein Exkommunikationsverfahren eingeleitet werden oder ist er bereits exkommuniziert?

    Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Frage.

    Mit christlichem Gruß
    Bettina Walling
    Freireligiöse Abtreibungsgegnerin

    1. Guten Tag,
      die Abtreibung führt tatsächlich zur automatischen Exkommunikation, also zum Ausschluß aus der Kirche – das gilt auch für den dabei tätigen Arzt und sonstige Beteiligte (z.B. wenn der Partner die Frau dazu gedrängt hat).
      Biden setzt sich als Präsident aktiv für Abtreibungsfreiheit ein, insofern gehört er – jedenfalls moralisch – zum Täterkreis.
      Es gab in USA auch Bischöfe, die erklärten, er dürfe keine Eucharstie empfangen. (Wobei das noch keine Exkommunikation bedeutet. Wer wegen schwerer Sünde nicht zum Tisch des Herrn gehen darf, gehört nicht zur kirchlich-sakramentalen Gemeinschaft, aber noch zur Kirche als Institution.)
      Freundlichen Gru8
      Felizitas Küble

      PS: Ich habe einen promovierten Kirchenrechtler gefragt: Es muß eine unmittelbare Mitwirkung an einer Abtreibung vorhanden sein, eine mittelbare – wie bei Biden – genüge nicht für eine automatische Exkommunikation.

      1. Weiterer Hinweis – vor 14 Jahren war in der linksliberalen „Zeit“ folgendes zu lesen:
        „Benedikt hatte…. vor Journalisten zur Liberalisierung des Abtreibungsrechts in Mexiko-Stadt und Brasilien Stellung genommen. Dabei äußerte er sich zustimmend zu Drohungen von Kirchenmännern, Politiker, die ein Gesetz zur Abtreibungsliberalisierung… beschlossen hatten, zu exkommunizieren oder von der Kommunion auszuschließen.“
        Quelle: https://www.zeit.de/online/2007/20/papst-brasilien-abtreibungsdebatte
        Demnach scheint es in solchen Fällen zwar keine „automatische“ Exkommunikation zu geben, aber sie könnte kirchlich – quasi von außen her – erfolgen. (Beim Kommunion-Ausschluß ist es ohnehin klar.)

      2. Sehr geehrte Frau Küble,

        Sie schreiben, eine Exkommunikation könne „von außen“ her erfolgen.

        Damit meinen Sie sicherlich ein formelles Ausschlussverfahren?

        Freundlichen Gruß
        Hermann Schulte
        Praktizierender Katholik und Abtreibungsgegner

  2. BKÄ in Deutschland – kurz

    Sehr geehrter Besucher,
    liebe Arztkollegen, Zahnärzte, Medizinstudenten, Geistliche, …

    die BKÄ-Vereinigung Katholischer Ärzte arbeitet seit 2004 in ganz Deutschland und auch in Österreich

    Seit 1.1.2010 heißt die 2004 in München gegründete KÄM-Ärztevereinigung „BKÄ – Bund Katholischer Ärzte“.

    https://www.bkae.org/?id=316

    https://www.bkae.org/

  3. Tja, das war doch zu erwarten! Bei uns wurde er sogar bei Radio Horeb als 2. katholischer Präsident der USA gehandelt. Wahrscheinlich hat er mit seiner ‚katholischen Aufschrift‘ eine ganze Reihe Amerikaner in die Irre geführt und dazu noch Wahlmanipulation betrieben. Schön katholisch!!!

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