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Kardinal Müller widerspricht Kardinal Marx

Der Glaubenspräfekt verteidigt weiter die kirchliche Ehelehre

Wie der Bayerische Rundfunk am heutigen Sonntag, den 16. März, berichtet, hat sich Kardinal Gerhard Ludwig Müller (siehe Foto) deutlich gegen einen Vorstoß des neuen Vorsitzenden der Dt. Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, gewandt.
Dieser plädiert für einen „milderen“ Umgang der Kirche mit geschieden-Wiederheirateten, indem man diesem Personenkreis  –  so Marx –  nach einer gewissen Bußzeit evtl. wieder den Sakramentenempfang erlauben solle. 0012
Der Münchner Oberhirte Marx hatte in Übereinstimmung mit Kurien-Kardinal Walter Kasper erklärt, er halte dieses Vorgehen „für einen gangbaren Weg, der aber immer auf einzelne Fälle bezogen sein muss.“  Die Kirche solle den geschieden-Wiederverheirateten verdeutlichen, daß sie „keine Christen zweiter Klasse“ seien.

Kardinal Müller erklärte gegenüber der  –  am Montag (17.3.) erscheinenden   –  Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ hierzu:
„Wir wissen, dass es schwierige Situationen gibt, etwa wenn ein Ehepartner verletzt oder böswillig verlassen wurde. Aber das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass menschliche Regeln Gottes Wort außer Kraft setzen.“
Kardinal Marx hatte sich bereits im vorigen Jahr mit dem Präfekten der Glaubenskongregation angelegt, wobei es weitgehend um dasselbe Thema ging (siehe hier: http://charismatismus.wordpress.com/2013/11/07/kardinal-reinhard-marx-attackiert-glaubensprafekt-gerhard-l-muller/
In dieser anhaltenden innerkirchlichen Debatte hat Kardinal Müller stets auf göttliche Gebote und die von Christus verkündete Unauflöslichkeit der Ehe hingewiesen und die entsprechende Lehrtradition der Kirche betont. Damit sollte, so der Glaubenspräfekt, auch die Sakramentenpraxis und Pastoral (Seelsorge) der Kirche übereinstimmen.
HIERZU der ergänzende Kommentar eines katholischen Frauenblogs: http://www.beiboot-petri.blogspot.de/2014/03/was-kardinal-marx-sich-vorstellen-kann.html

Foto: Bistum Regensburg

Kommentare

26 Antworten

  1. Jesus hat radikale Aussagen gemacht, was Ehebruch und Besitzverzicht betrifft. Dem Gebot auf Besitzverzicht will kaum ein Mensch Folge leisten, aber der wiederverheiratete Ehebrecher muss bis zu seinem Lebensende büßen.
    Für andere Menschen untragbare lasten schnüren, aber das Wort Gottes selbst nicht in seiner ganzen Radikalität leben wollen, das sind heuchlerische Taten.
    Deshalb muss man die Worte Jesu in dem damaligen Kontext sehen und auslegen. Niemand kann die Gebote Jesu in dieser Radikalität auch nur annähernd erfüllen. Nur diesen Aspekt wollte ich ihnen mit meinen Beispielen aufzeigen.
    Papst Franziskus und auch die Bischöfe Zollitsch und Marx stehen beispielsweise für ein positives Umdenken in der katholischen Kirche. Ich bin überzeugt, dass der Heilige Geist durch diese Menschen die katholische Kirche auf einen fruchtbareren Weg führen wird.
    Die Nächstenliebe steht über jedem kirchlichen Gebot:
    „Ein NEUES GEBOT gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“
    Dies Liebe will für andere Menschen keine Lasten schnüren. Wer solche Lasten schnürt, steht dem Gebot Jesu entgegen.

    1. Guten Tag,
      Christus hat den Besitzverzicht als Ideal für seine Jünger verkündet, nicht als Gebot für jeden, das ist der Unterschied zur ehelichen Treue, die ein Gebot ist.
      In den Zehn Geboten wird der Ehebruch ausdrücklich im 6. Gebot verurteilt, hingegen das Eigentumsrecht vorausgesetzt mit dem 7. Gebot („Du sollst nicht stehlen“). Christus hat die Unauflöslichkeit der Ehe als Gebot Gottes verkündet, hingegen den freiwilligen Verzicht auf Besitz auf eine besondere Nachfolge bezogen, nicht das allgemeine Volk dazu aufgefordert.
      Nächstenliebe und Zehn Gebote lassen sich zudem nicht gegeneinander ausspielen, denn ohne Einhaltung der Gebote Gottes gibt es weder Gerechtigkeit noch Nächstenliebe, zumal gerade der Ehebruch eine ungerechte Lieblosigkeit gegenüber jenem Menschen ist, der einem am allernächsten steht.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      1. “Darum kann keiner von Euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.” Lukas 14:33
        Diese Worte sollen sich nach Ihrer Aussage nicht an uns, sondern nur an die Jünger Jesu der damaligen Zeit richten? Das ist aber eine neue und sehr eigenwillige Auslegung!
        Selbstverständlich sollen wir Christen alle Jünger Jesu sein. Gerade hierum geht es bei der christlichen Nachfolge: Lesen Sie einmal Mätthäus 28:19:
        „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; ….“
        Sie können dieses von Lukas zitierte Gebot Jesu für sich ablehnen. Nicht anders gehen wiederverheirate Geschiedene vor, wenn Sie die Kirchengebote ablehnen und die Eucharistie empfangen.
        Die Einhaltung der Gebote soll zu Gerechtigkeit und Nächstenliebe führen?
        Da verdrehen Sie wohl Ursache und Wirkung.
        Nächstenliebe lässt uns die christlichen Tugenden einhalten und führt zur Gerechtigkeit.
        Die Gottes- und Nächstenliebe sind die obersten Gebote. Alle 10 Gebote beinhalten den Aspekt der Gottes- und Nächstenliebe. Menschen in der Haltung der Nächstenliebe begehen keinen Ehebruch, sie töten oder stehlen nicht!

        1. Guten Tag,
          Sie drehen sich mit Ihren Ausführungen erneut im Kreise. Noch einmal und letztmalig:
          Christus hat auf die Frage des reichen Jünglings, wie er das ewige Heil erreichen könnte, geantwortet: „Willst Du zum Leben eingehen, dann halte die Gebote.“ – Zu den Geboten Gottes gehört das 6. Gebot gegen den Ehebruch. Das 7. Gebot schützt das Eigentum. Das Ideal der Armut, ich wies bereits darauf hin, wird auch heute noch in katholischen Ordensgemeinschaften verwirklicht und damit „radikale Jüngerschaft“ seit Jahrtausenden praktiziert. Gerade die katholische Kirche benötigt hier keinerlei Nachhilfeunterricht – ja?!
          Man kann die Besitzlosigkeit aber nicht vom allgemeinen Christenvolk verlangen, Christus tat es selber auch nicht. Ich bin nicht bereit, mich weiter zu wiederholen, der Kreisverkehr ist hiermit beendet.
          Freundlichen Gruß!
          Felizitas Küble

  2. 600 jüdische Gebote = jüdisches Gesetz
    im Umkehrschluss: 10 Gebote = Gesetz
    Wo gibt es da etwas zu verwechseln ?
    Die Teilnahme am Eucharistieempfang ist nicht in den 10 Geboten geregelt. Die katholische Kirche verhält sich daher mit ihren zusätzlichen Regelungen ähnlich wie die jüdische Tradition. So werden Gesetze gemacht.

    1. Guten Tag,
      der Eucharistieempfang konnte auch nicht in den Zehn Geboten geregelt sein, weil es ihn damals nicht nicht gab. Die Unauflöslichkeit der Ehe ist aber im 6. Gebot verkündet: „Du sollst nicht ehebrechen!“ – Das Neue Testament unterscheidet klar zwischen Geboten und dem jüdischen Gesetz, die katholische Kirche ebenso. Christus hat gelehrt, daß derjenige die Ehe bricht, der sich scheiden läßt und erneut heiratet. Paulus hat erklärt, daß jener „sich das Gericht ißt und trinkt“, der unwürdig zur Eucharistie kommt.
      Das sind keine katholischen Sondergesetze, sondern die katholische Kirche hält sich im Gegensatz zum amtlichen Protestantismus an die biblische Lehre über Ehe und Eucharistie, sei es gelegen oder ungelegen. Diese Praxis ist seit 2000 Jahren „so geregelt“, auch die frühe Kirche der ersten Jahrhunderte hielt sich daran.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      1. „Darum kann keiner von Euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Lukas 14,33
        Das ist eine radikale Aussage von Jesus.
        (Wohlgemerkt Jesus spricht von Besitz und nicht von Eigentum. Besitz ist alles das, worüber wir verfügen können!)
        Welcher Mensch lebt Gottes Wort in dieser ganzen Radikalität ? Die Bischöfe ?
        Wenn aber nach diesen Worten Jesu, kaum ein Mensch die Voraussetzungen für eine Jüngerschaft erfüllen kann, wer darf dann überhaupt würdig zur Eucharistie gehen ?
        (Es waren nur Jünger, welchen Jesus beim letzten Abendmahl sein Blut zum Trinken und seinen Leib zum Essen gereicht hatte.)
        Paulus hat jeden einzelnen Christen vor der unwürdigen Teilnahme an der Eucharistie gewarnt. Paulus hat damit aber kein Kirchengesetz aufgestellt.
        Nicht kirchliche Regelungen überführen uns der Unwürdigkeit, sondern der heilige Geist.
        „Denn alle die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.“ Römer 8,14
        Die Ehegerichtsbarkeit der katholischen Kirche entspricht nicht der biblischen Lehre. Die Ehegerichtsbarkeit ist ein Mittel, jeden Einzelfall gesetzlich zu prüfen und das Gewissen der Betroffenen zu entmündigen.

        1. Guten Tag,
          es hat doch keinen Sinn, von einem Extrem ins andere zu fallen, erst eine allgemeine Zulassung zum Tisch des HERRN befürworten, dann sollen es allein die Jünger sein. (Christus hat übrigens die Apostel aufgefordert: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, es sollte also kein einmaliges Ereignis nur für die Apostel sein.)
          Christus hat auf die Frage des reichen Jünglings, wie er zum ewigen Leben gelangen könne, geantwortet: „Willst Du ins Leben eingehen, dann halte die Gebote….willst Du aber vollkommen sein, dann verkaufe….“
          Die Ehegerichtsbarkeit der katholischen Kirche entspricht im Unterschied zur laxen Praxis im amtlichen Protestantismus sehr wohl dem biblischen Zeugnis.
          Das gilt übrigens auch für die Klöster und Ordensgemeinschaften in der katholischen Kirche, welche das hohe biblische Ideal der Armut bezeugen und leben (und nicht nur wohlfeile Sprüche klopfen, die zudem meist an die anderen gerichtet sind….).
          Freundlichen Gruß!
          Felizitas Küble

    1. Ich habe gerade noch so eine Spontanfrage.
      Jesus ist bricht das Brot, das ungesäuerte, das schmeckt alleine schon etwas fad.
      Wir können das Salz der Erde sein.
      Braucht Jesus uns, damit das Brot schmackhafter wird?
      Nach der Auferstehung und vor der Himmelfahrt ist Jesus doch auch 500 Personen erschienen, also jedenfalls einer ganzen Menge. Mit ihnen hat er doch auch das Brot gebrochen und von diesen Menschen hat er niemand seinen LEIB verweigert.
      Bei diesen 500 waren sicher einige dabei, denen wir den Leib Christi vorenthalten
      würden.
      Ich lese dies auch nochmal nach.
      gute nacht

      1. Guten Tag,
        damit wir Christen das „Salz der Erde“ sein können, muß das in der Eucharistie verteilte „Brot“ (der gegenwärtige Christus) doch wohl nicht gesäuert sein. Die Orthodoxie verwendet übrigens gesäuertes Brot. Daß Christus den 500 „Brüdern“ (wie es heißt, nicht „Personen“) erschienen ist, erwähnt Paulus; daß ER mit Ihnen „das Brot gebrochen hat“, dürfte Ihrer Fantasie entstammen. Oder wo steht dies denn im NT?
        Abgesehen davon, daß nicht jede Mahlzeit eine Eucharistie darstellen muß.
        Der Versuch, Bibel und Kirchenlehre gegeneinander auszuspielen, ist ein sinnloses Unterfangen, denn das NT ist ein Werk der Kirche, aus der Kirche entstanden und für die Kirche geschrieben.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

  3. Jeder geschiedene und wieder verheiratete Ehepartner hat die Möglichkeit, das Verbot des
    Sakramentenempfangs auf eigene Verantwortung zu umgehen. Warum muss für das Unglück Einzelner das grundgrundsätzliche Gebot für Alle verändert werden? Wir sind doch kein Kindergarten, in dem man in persönlichen Angelegenheiten Mamma Kirche und Pappa Papst auf Kosten der Gesamtheit um Genehmigung fragen muss – um lieb und unschuldig zu bleiben. Das ist Lebensangst! Zweifel an Gottes Liebe! Zweifel an Seiner Größe! Ein wirklich gläubiger Mensch kann sich auch selbständig mit einer Schuld vor Gott stellen und muss die Kirche, die die Regel schützen muss, nicht mit seinem Infantilismus in Verlegenheit bringen.. .

    1. Super formuliert! Genau das ist auch meine Gedanken seit eh und je. Aber Sie haben das hart auf dem Punkt gebracht. Ich habe immer den Verdacht, dass die Lehre der Kirche immer ein Dorn im Fleisch ist – spricht, sie stört ihre Gewissen. Sie meinen, ihre Gewissen werden zu Ruhe gehen wenn die Kirche Sünde nun als Nicht-Sünde erklärte. Das ist wirklich „Infantilismus“ wie Sie gesagt haben.
      Wie Sie auch im vorigen Kommentar gesagt haben, wir werden durch diesem Fall erkennen ob Papst Francisco ein Wackelpeter oder ein Fels ist. Nun warum haben wir nicht die Sicherheitsgefühl wie beim Papst Paul VI, Johannes Paul II und Benedikt XVI ?
      Haben wir vielleicht zu wenig Vertrauen an den Heiligen Geist? Das Er noch da ist!
      Grüsse.

  4. Zitat: “ …menschliche Regeln Gottes Wort außer Kraft setzen.“
    Welche Regeln sind hier gemeint? Meine Bibel gibt diesbezüglich keine Regeln her. Von der Tischgemeinschaft mit Jesus war nicht einmal der Judas ausgeschlossen, in den schon der Satan gefahren war. Was maßt sich da eine Kirche an zu bestimmen, wer vom Brot des Lebens und dem Kelch des Heils (den die kath. Kirche eh den Gläubigen vorenthält) genießen darf? Jesus lud alle ein, grenzte niemanden aus. Und wenn ich als Unbekannter in eine Kirche komme, wird man mir wohl kaum die Teilnahme verweigern. Oder muß man sich ausweisen? Da menschelts doch gar sehr in der katholischen Tradition und Gottes Wort sagt so etwas nicht!

    1. Guten Tag,
      Gottes Wort sagt schon bei Paulus, daß die Eucharistie mehr ist als eine bloße „Tischgemeinscnhaft mit Jesus“, weshalb der Völkerapostel davor warnt: „Wer unwürdig ißt und trinkt, ißt und trinkt sich das Gericht.“ – Zudem gab es die Gemeindezucht bereits in den urkirchlichen Gemeinden (ebenfalls nachzulesen etwa im Korintherbrief). Auch Katholiken, die wegen einer irregulären Ehesituation nicht zum Tisch des HERRN kommen können, gehören zur Kirche, sind zur hl. Messe eingeladen und können geistigerweise kommunizieren.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      1. Paulus hat aber nicht nur etwas zur Gemeindezucht gesagt. Er hat auch Folgende Sätze geschrieben:
        „Wenn nämlich jene Erben sind, die das Gesetz haben, dann ist der Glaube entleert und die Verheisung außer Kraft gesetzt.“ Römer 4,14
        „Jetzt aber sind wir frei geworden von dem Gesetz, an das wir gebunden waren, wir sind tot für das Gesetz und dienen in der neuen Wirklichkeit des Geistes, nicht mehr in der alten des Buchstabens“ Römer 7,6
        „Alle aber, die nach dem Gesetz leben, stehen unter dem Fluch. Denn in der Schrift heißt es: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was zu tun das Buch des Gesetzes vorschreibt. Dass durch das Gesetz niemand vor Gott gerecht wird, ist offenkundig, denn: Der aus Glauben Gerechte wird leben. ….. Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft ….“ Galater 3, 10-13
        „So hat das Gesetz uns in Zucht gehalten bis zum Kommen Christi, damit wir durch den Glauben gerecht gemacht werden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dieser Zucht.“ Galater 3, 24-25
        Deshalb gilt für mich – wie Paulus es mehrfach schreibt – kein Gesetz. Ich bin in Jesus Christus von neuem geboren (Johannes 3,3) und der Glaube macht mich gerecht.
        Mit diesem Wissen verzichte ich gern auf fehlgeleitete gesetzliche Traditionen.

        1. Guten Tag,
          verwechseln Sie doch bitte nicht Gesetz und Gebote!
          Das jüdische Gesetz mit seinen über 600 Geboten bzw. Verboten ist doch nicht dasselbe wie die göttlichen Zehn Gebote.
          Paulus bezog sich mit seinen Worten ersichtlich auf das jüdische Gesetz – und es ist am Thema vorbeigeschrieben, zu glauben, damit könne man die göttlichen (!) Gebote in ihrer Verbindlichkeit aufweichen. Gerade Paulus hat mit seinen „Lasterkatalogen“ nachdrücklich an die Gebote Gottes erinnert.
          Freundlichen Gruß!
          Felizitas Küble

    2. Man darf und kann niemand aus der Ehe entlassen, da Gott die Ehe verbunden hat.
      Was ist aber mit dem Entlassene ?
      Was ist, wenn ein Mann nichtsahnend von der Arbeit heimkommt und die Frau hat das
      Feld geräumt? Dieser Mann muss von nun an zölibatär leben, wenn er weiterhin die
      Eucharistie will? DA ist dieser Mann ja doppelt gestraft. DIe Frau zieht zu ihrem Liebhaber
      und der arme Mann steht da.

      1. Guten Tag,
        da die Ehe unauflöslich ist, kann sie zu Lebzeiten weder vom „schuldigen“ noch vom „unschuldigen“ Teil aufgelöst werden. Das Eheband besteht auch nach Trennung oder Scheidung weiter.
        Nicht allein die Priester, sondern alle nicht-verheirateten Personen sind ebenfalls zu einem enthaltsamen Leben verpflichtet, so ungewöhnlich ist das also nicht und keineswegs auf Geschiedene begrenzt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

      2. Ist das Thema mit der körperlichen Liebe ein rein irdisches Thema oder verfolgt uns der Unterschied zwischem Männern und Frauen bis in die Ewigkeit?

        1. Guten Tag,
          wir bleiben auch in der Ewigkeit von unserer Identität her Männer oder Frauen – aber die körperlich-intime Liebe (wie in der Ehe) hört auf, das hat Christus klar genug verkündet.
          Freundlichen Gruß!
          Felizitas Küble

  5. Ich finde diese ganze Debatte eigentlich überflüssig, weil sie total theoretisch ist.
    Denn: Es sind sicher Tausende geschieden-Wiederverheirate oder im „Konkubinat“ Lebende oder evangelische Eheleute, die allsonntäglich die Hostie von einem kath. Priester erhalten, und das in vielen Fällen ganz bewußt.
    Ich erlebe das in ganz Deutschland, in der Schweiz und in zahlreichen (oftmals erfreulich ökumenischen) Auslandsgemeinden, daß die praktizierte Ökumene in diesem Punkt viel weiter ist und alles Theoretisieren hinterherhinkt.
    Ulrich Thiem

  6. Wir haben alle JESUS, wir haben alle die 10 Gebote.
    JESUS hat nicht den Wert auf das einzelne Wort gelegt. Auch am Sabath hat er Menschen geheilt, obwohl dies ja verboten war.
    Wenn JESUS immer ganz nach Schema F gehandelt hätte, dann wäre es eine Spur einfacher und wir hätten mehr Sicherheit.
    Die Kardinäle, die Bischöfe die meinens ja alle gut. Sie machen sich alle Gedanken und alle wollen sie das tun, was JESUS auch getan hätte – in einem speziellen Fall.
    Mir scheint es so, dass sich Unsicherheit breit macht und das selbst in den höchsten Kreisen.
    Durch welchen Priester, Bischof, Kardinal spricht JESUS am klarsten zu den Menschen.
    Das kann alles ganz schön verwirrend, daher sucht man irgend einen Zustand zu erreichen,
    in dem man das Gefühl hat, mit „seinem eigenen“ JESUS im reinsten zu sein und seiner
    eigenen Bestimmung irgendwie am nähesten zu kommen – was immer das sein mag.
    Der „innere Frieden“, die „innere Ruhe“ – die JESUS verspricht, die scheint man jedenfalls zwischen all den verschiedenen Denkrichtungen zwischen all diesen Kirchenherren nicht zu finden.
    Da wird man doch hippelig, wenn jeder einem etwas anderes als „katholisch“ beibringen will.

  7. Ich weiß nicht, ob das jetzt klug ist, sich gleich zu Beginn gegeneinander zu positionieren.
    In der Sache selbst neige ich dem Glaubenspräfekten Kardinal Müller zu.
    Was, wenn sich Papst Franziskus bei aufkommenden Querelen einmal gezwungen sehen sollte, sich zwischen Marx und Müller zu entscheiden?
    Wie würde seine Entscheidung ausfallen?
    Mein Gefühl sagt. Wohl eher pro Marx?

    1. Aye. Mein auch.
      Darum bete ich um die Fürsprache des Sel.Papst Paul VI. Der hat im „Humane Vitae“ sich auf der“Seite“ der „Minderheit“ begeben.
      Wir sollen noch mehr fest um den Bestand des Heiligen Geistes beten.

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