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Kath. Theologe kritisiert unangemessene „Moralisierung“ gegen die Nicht-Geimpften

Mit einem Appell gegen eine überzogene Moralisierung der Impf-Debatte hat sich der Salzburger Theologe Prof. Andreas M. Weiß zu Wort gemeldet.

Der Ethik-Experte erklärte, ein zurückhaltendes „Anreizsystem“ für mehr Impfbereitschaft verstoße zwar noch nicht gegen individuelle Freiheitsrechte – wohl aber sei der „moralisierende Unterton“ in der Debatte unangebracht.

Wenn Menschen, die eine gewisse Skepsis gegen die – schließlich nur per Notfallzulassung ermöglichten – Impfungen an den Tag legen, durchwegs als „Impfverweigerer“ bezeichnet würden, so unterstelle man ihnen damit zugleich, „irrational und egoistisch“ zu handeln.

Dies lasse außer Acht, dass zum einen sehr wohl gute Gründe gegen eine Impfung – vor allem bei jüngeren Menschen – sprechen, seien die Langzeitfolgen doch bislang nicht absehbar; zum anderen gebe es mit Masken und Testen durchaus Maßnahmen, sich und andere vor Infektionen zu schützen.

Es wäre daher empfehlenswert, so der katholische Theologe, „in dieser Frage das Moralisieren zu lassen, auf Vergeltungswünsche gegenüber Impfverweigerern zu verzichten und ganz pragmatisch den tatsächlichen Gesamtnutzen zu beurteilen: Wird durch das Ende kostenloser Corona-Tests die Impfbereitschaft in nennenswerter Weise erhöht? Oder verschärft sich die Gefahr unkontrollierter Ansteckungen, wenn ungeimpfte Menschen wegen der Kosten auf regelmäßige Tests verzichten?“

„Toleranz gegenüber anderen Positionen und Respekt vor der Selbstbestimmung von Menschen, insbesondere, wo es um Gesundheitsfragen geht, sollten als unverzichtbare Grundwerte unserer liberalen Demokratie außer Frage stehen“, so der Salzburger Ethiker abschließend.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2021-08/impfdebatte-theologen-oesterreich.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

Kommentare

4 Antworten

  1. Eine Kirche, welche sich dermaßen unterwirft, Ungeimpfte nicht mehr zum Besuch der hl. Messe zuzulassen, hat sich aufgegeben und ihren Auftrag verfehlt. Abgesehen davon, daß alle anderen möglicherweise infektionösen Menschen dies nicht trifft.

  2. Heute las ich, auch für Ungeimpfte solle der Gang zum Gottesdienst nur mit einem Schnelltest möglich werden. Diese muss auch noch bezahlt werden.

    Wenn sich die Kirchen auf so etwas einlassen, haben sie Gottes Wort : Kommt alle zu mir, die ihr müde und beladen seid, nicht verstanden.
    Schon jetzt sollten die Kirchen ihren Widerspruch einlegen.

    Die Politik will jeden Einzelnen im persönlichen Leben treffen und sieht darin keine Verletzung der Gleichbehandlung .

    Laschet wollte ja keine Unterschiede machen und die 3G Regel weiter bestehen lassen. Mal schauen, ob der noch umkippt. Von Woche zu Woche kippen die Politiker um.

    Nun ja , mit dieser Regel, dass Ungeimpfte kaum noch am öffentlichen Leben teilnehmen können, wird sich hoffentlich schnell herausstellen, dass Geimpfte ebenso das Virus verteilen und infektiös sind.
    Diese verzichten ja sogar oftmals auf den Abstand und vieles mehr. Sie wiegen sich in Sicherheit, weil sie meinen, die Krankheit erwischt mich nicht voll.

    Ich hoffe auf die Gerichte, die so ein Vorhaben der Politk untersagen.

    Eine Selbstbestimmung über meine Gesundheit werde ich mir nicht nehmen lassen.
    Immer mehr stellt sich heraus, wie unerforscht die Impfstoffe auf den Markt kamen.
    Es kann doch nicht sein, dass man jedem so etwas spritzen will. Wie in einem Impfwahn!

  3. Prof. Andreas M. Weiß sei ausdrücklich Dank gesagt!
    Diese seine Stellungnahme ist inzwischen mehr als notwendig, da ja die große Gefahr besteht, dass die Bevölkerung sich spalten wird oder gar schon dabei ist, sich zu spalten.
    Nicht nur in Geimpfte und Nicht-Geimpfte, sondern mehr noch in moralisch gute Menschen und in moralisch fragwürdige, wie es ja auch Prof. Weiß
    beschreibt.
    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass eine Spaltung gewollt ist.
    Falls ja – was würde dies in Zukunft für das menschliche Miteinander bedeuten?
    Eine in sich gespaltene Bevölkerung entfremdet sich und stellt sich nicht auf die Hinterfüße.
    Lassen wir uns also nicht manipulieren von Politikern und Medien, die nicht immer nur ausschließlich edle Absichten haben.
    So möge also jeder Mensch eigenständig und eigenverantwortlich für sich selbst entscheiden, ob die Impfung eine Option für ihn ist.

  4. Recht hat er, der Salzburger Ethiker: „Toleranz gegenüber anderen Positionen und Respekt vor der Selbstbestimmung von Menschen, insbesondere, wo es um Gesundheitsfragen geht, sollten als unverzichtbare Grundwerte unserer liberalen Demokratie außer Frage stehen“, aber er schränkt ja ein: „liberale Demokratie“! Und davon ist Merkel-Deutschland weit entfernt – nur haben das noch nicht alle begriffen (einschließlich Onkel Guido)!

    Hat man nicht ursprünglich gesagt: „Lassen Sie sich impfen, dann kann Ihnen nichts mehr passieren“? Was soll also das ganze Gedöns?

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