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Katholikentag: Sogar SPD-Minister Maas kritisiert die Ausgrenzung der AfD

Das vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) verhängte Beteiligungsverbot für AfD-Politiker an Podien des Katholikentags stößt zunehmend auf Kritik. Es sei falsch, „wenn man die AfD wie Outlaws behandelt und nicht mit ihnen redet“, sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der Neuen Osnabrücker Zeitung. Es sei besser, „sich inhaltlich auseinanderzusetzen mit der AfD“.  1b309-zdklogoklein

Ähnlich hatte sich am Mittwoch bereits CDU-Bundesvorstandsmitglied Julia Klöckner geäußert. Der Katholikentag stehe zwar für Versöhnung, andererseits müßten dort auch „schwierige Meinungen“ ausgehalten werden, sagte Klöckner dem Kölner Domradio. „Deshalb sage ich: Ja, AfD einladen. Sie findet ja Anklang in der Bevölkerung, auch bei den Katholiken. Deshalb muß man sich mit ihnen auseinandersetzen.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) forderte eine Auseinandersetzung mit der AfD auch auf den Bühnen des Katholikentages. Es gehe darum, „auch dem Anderen, dem Fremden“ Raum zu geben. „Genau deshalb sollten wir mit der AfD reden und mit ihr streiten, wo immer es sein muß“, mahnte Grütters.

Dagegen verteidigte der Katholikentag den Ausschluß der AfD. Angesichts der vielfach „menschenverachtenden Thesen“ des AfD-Führungspersonals sei eine sachliche inhaltliche Auseinandersetzung nicht möglich, sagte ZdK-Chef Thomas Sternberg, der für die CDU im Landtag Nordrhein-Westfalens sitzt.

AfD-Chef Jörg Meuthen hatte die Nichteinladung seiner Partei kritisiert. „Ich finde die Entscheidung bedauerlich und falsch“, sagte Meuthen der JUNGEN FREIHEIT. „Die selektive Einladungspolitik des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist politisch motiviert. Anders ist es nicht zu erklären, warum man Vertreter der Islamverbände zum Katholikentag einlädt, um mit ihnen den Dialog zu suchen, nicht aber Mitglieder einer demokratisch gewählten Partei.“

Quelle: www.jungefreiheit.de

Kommentare

9 Antworten

  1. @Küble

    „Nächstenliebe und Barmnherzigkeit hat Christus als Auftrag von Mensch zu Mensch verkündet – aber er hat nirgendwo vom Staat verlangt, daß dieser seine Interessen verleugnet.“

    Selbstverständlich ist das richtig.

    Nichts anderes habe ich mit den Worten Jesu: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ sagen wollen.

    Nächstenliebe und Barmherzigkeit sind Taten zur Ehre Gottes.

    Macht es Sinn, dass wahrhaftige Christen mit Menschen diskutieren, welche die Worte Jesu strikt ablehnen? Wohl kaum!

    Hierzu gehören vermutlich auch Diskussionen mit Menschen, welche dem Parteiprogramm der Grünen anhängen. Da stimme ich Ihrer Auffassung vollkommen zu.

    1. Die AfD muß sich das Vertrauen noch erarbeiten.

      Bisher habe ich das Gefühl, sie spielen mit den Ängsten der Menschen.

      Was neu ist, das ist fremd, davor hat man Angst.

      LG Osterglocke

  2. Bellt der Herr Maas jetzt so populistisch wie der bayerische Ministerpräsident Drehhofer, weil die Bürger sich nicht für alle Zeiten hinters Licht geführt sehen wollen?

  3. Katholikentage sind leider auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie sind mehr ein Festival der Religionen geworden. Warum man dem Islam so entgegenkommt, und die Afd derart verteufelt, ist mir – ehrlich gesagt – ein Rätsel. Aber das wird extra von den Medien so aufgebauscht: statt wortwörtlicher Wiedergabe wird alles aus dem Zusammenhang gerissen und ein falsches Bild wiedergegeben, also alles gelogen!
    Die Menschen wollen die christlichen Werte wiederhaben, aber im Islam wird man diese nicht finden ! Denn diese Religion ist unmenschlich, unfrei und gewalttätig. Jeder, der das bestreitet, hat schon seine Wahl getroffen – oder ist blind für die Wahrheit.
    Das sieht man ja schon an unseren ,,angeblichen“ Kirchenführern !

    1. Zitat Gauland aus T-Online.de:

      „Wenn diese Flüchtlingspolitik das Programm der Kirchen ist – dann gebe ich offen zu: Ich bekämpfe das Programm der Kirchen.“

      Warum sollte der Katholikentag Menschen einladen, welche das Programm der Kirche bekämpfen wollen?

      Nächstenliebe und Barmherzigkeit gegenüber allen Menschen; das ist der Auftrag Jesu an seine Jünger. Diese Positionen sind daher nicht verhandelbar.

      Jesus hat bewusst geschwiegen als er vor Pilatus stand. Warum sollte der Katholikentag das nicht gegenüber den Positionen der AfD ebenso handhaben?

      Jesus hat selbst mit den Worten „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ auf die Trennung von Religion und Politik hingewiesen. Der Kirchentag sollte sich deshalb mehr mit biblischen Inhalten befassen. Dann würden bei den Menschen nicht solche Verwirrungen über den christlichen Glauben ankommen.

      1. Guten Tag,
        der Katholikentag hat z.B. auch Grüne eingeladen, obwohl die Partei sich für eine Abtreibungsfreiheit bis zum 9. Monat einsetzt (Abschaffung des § 218) – und das seit Jahrzehnten. Damit bekämpft diese Partei ein göttliches Gebot auf das gröbste, von der Linkspartei ganz zu schweigen.
        Die Flüchtlingspolitik der Angela Merkel ist hingegen kein göttliches Gesetz – oder verwechseln Sie hier die verschiedenen Ebenen?
        Nächstenliebe und Barmnherzigkeit hat Christus als Auftrag von Mensch zu Mensch verkündet – aber er hat nirgendwo vom Staat verlangt, daß dieser seine Interessen verleugnet – einmal abgesehen davon, daß gerade das jüdische Religionsvolk stets auf seine Identität bedacht war, denn mit einem Multikultiprogramm hätte es nicht über Jahrtausende hinweg trotz aller Verfolgungen in diesem Ausmaß überleben können.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

  4. Es ist mir schleierhaft, wie man Glaubensgeschwister zu einem solchen Tag ausladen kann und sich mit dem Islam verbrüdert, obwohl die Gegensätze nicht größer sein könnten. Wird nun Jesus, der für uns Menschen einen grausamen Kreuzestod erlitt, degradiert zu einem Propheten, wie ihn der Islam zurecht gebogen hat und seinen Kreuzestod bestreitet? Diese Veranstaltung hat daher den Namen Katholikentag nicht verdient, weil der christliche Glaube bloßgestellt wird als Multi Kulti Kuhhandel der Religionen. Entweder es ist ein Katholikentag, den man so bezeichnen kann oder eher eine interreligiöse, ähm Islam Verbrüderungsveranstaltung. Natürlich steht es jedem frei, einen solche Veranstaltung, auch wenn er einen anderen Glauben hat, zu besuchen, aber diese politische Anbiederung an den Islam ist fürchterlich. Daher kann man das schon als antichristliche Veranstaltung bezeichnen, weil man erhaben unbequeme Glaubensgeschwister auslädt und damit die Glaubwürdigkeit den christlichen Glauben zu vertreten verspielt, denn dieses Verhalten von den Kirchenfürsten ist nicht glaubwürdig.

  5. Das unentwegt von Demokratie faselnde ZdK erweist sich in der Praxis als Antidemokraten, die Andersdenkende prinzipiell ausgrenzen. Solcherart Volksvertreter sind unglaubwürdig und nicht mehr wählbar. Diese Tatsache sollten Bürger vor der kommenden Bundestagswahl nicht aus dem Gedächtnis verlieren.

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