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BILD: Ein „Rachebutzer“ ist kein frecher Bengel (wie KI meinte), sondern ein saurer Wein

Wie gut verstehen Sprachmodelle den Mainzer Dialekt? – Dieser Frage ist ein von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) geleitetes Forschungsteam erstmals nachgegangen.

Meenzerisch prägt die regionale Sprachkultur bis heute und ist durch die Büttenreden der Mainzer Fastnacht bundesweit bekannt. Die Studienergebnisse zeigen: Aktuelle KI-Modelle haben große Schwierigkeiten, den Dialekt korrekt zu verstehen.

„Sprachvarianten wie Meenzerisch sind ein wichtiger Teil kultureller Identität, verschwinden aber gleichzeitig aus dem alltäglichen Gebrauch“, erklärt Minh Duc Bui vom Institut für Informatik der JGU: „In der digitalen Sprachforschung werden regionale Dialekte bisher kaum berücksichtigt.“

Digitales Lexikon in Meenzerisch

Das Team erstellte zunächst einen neuen Datensatz zum Mainzer Dialekt. Grundlage war ein Wörterbuch aus dem Jahr 1966, das die Forscher digitalisierten. Daraus entstand ein maschinenlesbares Lexikon mit 2.351 Dialektbegriffen und ihren Definitionen im Standard-Deutschen.

Auf Basis des digitalen Lexikons konnten die Forschenden erstmals systematisch untersuchen, wie gut große Sprachmodelle mit dem Dialekt umgehen können. Getestet wurden mehrere Open-Source-Sprachmodelle unterschiedlicher Größe. Diese mussten zum einen die Bedeutung von Meenzerisch-Wörtern erklären und zum anderen aus standarddeutschen Definitionen die passenden Dialektwörter erzeugen.

„Unsere Ergebnisse fallen deutlich aus“, so Bui. „Die getesteten Modelle scheitern sowohl beim Verstehen als auch beim Produzieren des Dialekts.“

Beim Generieren von Wortdefinitionen erreichten sie im Durchschnitt eine Trefferquote von nur 4,24 Prozent. Auch die leistungsstärksten getesteten Modelle erzielten dabei nur sehr geringe Erfolge. Eine Ursache dafür könnte sein, dass Dialekte vor allem gesprochen werden und deshalb wenig Textdaten existieren.

Quelle (Text / Titelbild): Pressemeldung der Universität Mainz

 

Kommentare

3 Kommentare

  1. Die KI ist ein Gipfel der Hybris des Menschen in dem diabolischen Versuch, so zu werden wir Gott.

    Diabolisch – so nannte ein „Vater“ der KI bei einem Interview die Auswirkungen der KI.
    So erinnere ich mich.

    Ausgenommen war in seinen Augen nur die Anwendung der Übersetzung, die er sehr positiv einschätzte.

    https://www.youtube.com/watch?v=P7Y-fynYsgE
    KI-Experte: (Warnung) 2030 könnte der Punkt ohne Widerkehr sein! Man hat uns über KI belogen!

    https://www.youtube.com/watch?v=jsgb3WridcU
    https://www.youtube.com/watch?v=RTiUFu5AjWA&t=191s
    Die Warnung des Nobelpreisträgers (und Begründers der modernen KI)

    https://www.heise.de/news/Viel-gefaehrlicher-als-Atomwaffen-Elon-Musk-erneuert-seine-Warnung-vor-KI-3990782.html
    Dennoch steht Elon Musk an der Spitze der KI-Entwicklung.

    https://www.heise.de/news/Ein-Risiko-fuer-Menschheit-wie-Pandemien-und-Atomkrieg-KI-Branche-warnt-erneut-9068973.html
    „So gefährlich wie Pandemien und Atomkrieg“: Nächste Warnung aus KI-Brnache

    https://www.youtube.com/watch?v=QJoHVzF5ayk
    Tom Lausen warnt: Die Überwachungs-Drohnen kommen! IRIS-SCANS & Künstliche Intelligenz

    https://www.youtube.com/watch?v=6G8hoXI24ho
    Elon Musk: Künstliche Intelligenz zerstört die Menschheit

    https://www.youtube.com/watch?v=jsgb3WridcU
    Hannes Sommer über Geoffrey Hinton: Eine letzte Warnung an die Menschheit

  2. Naja, wirklich „intelligent“ ist die KI natürlich nicht, das aind auch „nur“ Programme. Gibt es nicht auch immer mal wieder selbstfahrende Taxis, die nicht wissen wohin und dann Staus verursachen, in dem z.B. mehrere von denen ohne Passagiere in eine Sackgasse fahren und nicht mehr daraus kommen?
    Ein Bekannter von mir arbeitet als Übersetzer und hat mir gesagt, dass dort im Bewerbungsprozess die Bewerber gegen DeepL antreten müssen. Ergebnis ist oftmals, dass DeepL besser und schneller übersetzt als die Bewerber. Sein Arbeitsalltag sieht so aus, dass die Texte von DeepL übersetzt und dann von den dort Arbeitenden Menschen nachkorrigiert werden (es handelt sich um komplexe technische Anleitungen, die dort übersetzt werden).
    Grundsätzlich ist es aber ein Problem, dass die Menschen künftig der KI evtl. zu sehr vertrauen werden.

  3. Dann bleibt nur zu hoffen, dass „Kalorien-Bomben“ nicht irgendwann als Bomben auf Moskau geschickt werden…Wenn KI darüber entscheiden muss… 🙂 🙂 🙂

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